Auto-Branchenindex sinkt weiter
Schwächster Wert seit Corona-Pandemie...

– Krise in der deutschen Autoindustrie: Überall herrscht Trübsal, doch ausgerechnet in einem Segment zeigt sich ein Silberstreif am Horizont.
Bild: dpa
(dpa/AUTO BILD/KI) Die Stimmung in der deutschen Autoindustrie zeigt weiterhin eine Abwärtstendenz. Im November 2023 registrierte der vom ifo-Institut erhobene Branchenindex einen Rückgang um 3,5 Punkte und erreicht mit aktuell minus 32,1 einen Tiefstand, der zuletzt während der Hochphase der Corona-Pandemie verzeichnet wurde. Die Hauptursache hierfür ist eine nachlassende Nachfrage. Anita Wölfl, eine Expertin des Sektors, führt aus: "Der Auftragsberg, den die Unternehmen der Autoindustrie angesichts von Pandemie und Lieferkettenproblemen seit Anfang 2021 angehäuft hatten, ist abgearbeitet. Neue Aufträge kommen herein, reichen aber nicht aus, um die Kapazitäten auszulasten.“
Die Herausforderungen für die Branche sind vielschichtig. "Die Branche steckt fest in der aktuellen Gemengelage aus tiefgreifender Transformation, intensivem Wettbewerb und schwacher Konjunktur“, erläutert Wölfl weiter. Diese Situation wirkt sich auch negativ auf den Arbeitsmarkt aus. Viele Unternehmen der Autoindustrie sind derzeit zurückhaltend bei Neueinstellungen oder erwägen Stellenkürzungen.
Allerdings gibt es auch positive Entwicklungen zu verzeichnen, insbesondere im Exportbereich. Der Indikator der Exporterwartungen ist um 12,1 Punkte gestiegen, befindet sich mit minus 19,2 jedoch weiterhin im negativen Bereich. Laut ifo-Institut ist derzeit kein negativer Effekt durch die aktuelle Handelspolitik erkennbar. "Die Unternehmen warten noch ab, wie sich die Handelspolitik entwickeln wird“, kommentiert Wölfl. Zudem habe der Dollar nach der Wahl deutlich zugelegt, was den Exporteuren zugutekommen könnte.
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