Ein kurzer Blick in die Kamera, und das Auto wird freigegeben: Was viele Menschen bereits durch die Gesichtserkennung bei ihrem Smartphone kennen, soll es nun auch bald im Auto geben. Denn Continental hat mit dem Kooperationspartner trinamiX das sogenannte "Driver Identification Display" mit integrierter Kameralösung zur biometrischen Fahrererkennung entwickelt.
Die Technologie soll gleich mehrere Aufgaben übernehmen. Zum einen soll es einen zuverlässigen Schutz vor Autodiebstahl bieten, denn das Fahrzeug kann erst nach erfolgreicher Authentifizierung der Person im Fahrersitz gestartet werden. 
Dabei erkennt die von trinamiX entwickelte Technologie menschliche Haut und soll so Täuschungen durch beispielsweise Fotografien oder realistische dreidimensionale Masken des rechtmäßigen Fahrers verhindern.

Diverse weitere Möglichkeiten

Möglich sollen mit der Gesichtserkennung auch digitale Bezahlvorgänge über das Auto-Display beim Tanken, Parken oder von Mautgebühren sowie bei der Autovermietung sein, erklärt Continental. Oder aber auch Zahlungen in App-Stores oder der Zugang zu digitalen Diensten.
Die Kamera des Driver Identification Displays ist so nahtlos in das Display integriert, dass sie für den Fahrer unsichtbar ist.
Bild: Continental

Auch das Thema Sicherheit wird mit der Gesichtserkennung adressiert. Denn mit der Kamera wird die Aufmerksamkeit des Fahrers beobachtet, um zum Beispiel vor einer Übermüdung am Steuer zu warnen. Dabei ist die Kamera nahtlos in das Display integriert, so dass sie für den Fahrer unsichtbar ist.

Marktstart noch unbekannt

Die Technologie wird auf dem Mobile World Congress (MWC) 2023, der vom 27. Februar bis 2. März in Barcelona stattfindet, erstmals in Europa ausgestellt. Wann das Fahrer-Identifikations-Display auf den Markt kommt, hat Continental noch nicht verraten.