Wenn ein gehöriges Donnerwetter droht, steht einem entweder heftige Schelte für eine Missetat bevor oder ein Unwetter in Form eines Gewitters ist im Anmarsch. So manchen Autofahrer beschleicht dann ein ungutes Gefühl. Ist man bei einem Blitzeinschlag dann wirklich sicher im Auto?
Wer im Physikunterricht in der Schule aufgepasst hat, hat sicher schon mal was von einem faradayschen Käfig gehört. Der besteht aus einer allseitig geschlossenen Hülle aus einem elektrischen Leiter, der die elektrische Entladung um die Insassen herum lenkt. Und ein Auto ist so eine Hülle. Fußgänger tauchen bei Gewitter deshalb viel öfter als Opfer von Blitzen auf als Autofahrer.

Kein Kontakt zu Metallteilen

Im Innenraum sollten alle Insassen nach einem Blitzeinschlag aber darauf achten, keine Metallteile zu berühren, die eine Verbindung zur Karosserie haben. Das sollte aber problemlos möglich sein, weil das Interieur im modernen Auto zum größten Teil aus Kunststoffen besteht.
Feuerwehrleute zersägen am 05.05.2015 auf einer Landstraße zwischen Hamburg-Rahlstedt und Stapelfeld (Schleswig-Holstein) einen umgestürzten Baum
Umstürzende Bäume sind während der Fahrt eine wesentlich größere Gefahr als Blitze.
Bild: dpa

Damit das System des faradayschen Käfigs auch bei einem Cabrio funktioniert, sollten deren Fahrer bei einem nahenden Gewitter unbedingt das Verdeck schließen.
Viel größer als die Gefahr eines Stromschlags durch den Blitz, sind andere Folgen des schlechten Wetters. Vor allem wegen damit einhergehender schlechter Sicht, möglichem Starkregen oder plötzlichen Hagelschauern sowie wegen Windböen und Aquaplaning sollte man lieber runter vom Gas und mit verringerter Geschwindigkeit fahren. Eine andere Gefahrenquelle können auch plötzlich auftauchende  Hindernisse wie umgekippte Mülltonnen oder abgerissene Äste auf der Straße sein.