Wie lockt man Käufer am schnellsten an? Genau, mit einem unschlagbaren Preis. Es kommt immer noch oft genug vor, dass bei der Schnäppchenjagd sämtliche Alarmglocken ausgeblendet werden, weil man sich die Ware zu diesem Preis unbedingt sichern möchte. Dabei gilt: Ist der Preis zu gut, um wahr zu sein, ist er meistens auch nicht wahr.
Doch solange immer noch Menschen zu gutgläubig im Internet unterwegs sind, finden Cyberkriminelle ihre Opfer. Wie aktuell auf dem Autozubehör-Markt, den sie für sich entdeckt haben.

Der Preis ist zu schön, um wahr zu sein?

Im Mittelpunkt: Reifen-Fake-Shops, die alle diverse Dinge gemeinsam haben: Der Eindruck stimmt, das Angebot sieht seriös aus, und der Preis – der ist ja zu schön, um wahr zu sein.
Das Problem: Bezahlt man, ist das Geld weg, denn natürlich existiert die Ware nicht, warnt das Verbraucherschutzportal "Watchlist Internet". In dessen Fake-Shop-Warnliste stehen inzwischen auch Dutzende falscher Reifenhändler.
Es gibt aber Warnzeichen, die man nicht ignorieren sollte. Neben dem Preis ist das die Vorkasse als einzige verfügbare Zahlungsoption. Oder es gibt mehrere Optionen, die aber bei der Bezahlung bis auf Vorkasse nicht verfügbar sind, zum Beispiel aus technischen Gründen.

Googeln nach dem Anbieter hilft 

Was helfen kann: das Impressum zu prüfen, mit einem Anruf oder einer E-Mail-Anfrage. Kommt keine Antwort, kann das ein Hinweis sein. Eine Google-Suche nach dem Shop-Namen oder nach Erfahrungen anderer Nutzer kann ebenfalls hilfreich sein. Mit der Suche nach der Adresse wiederum kann schnell klar werden, dass das Unternehmen dort gar nicht existiert.
Und was ist, wenn man schon überwiesen hat und auf einen Fake-Shop hereingefallen ist? Neben einer Anzeige bei der Polizei sollte man seine Bank kontaktieren, um zumindest zu versuchen, das Geld zurückzuholen. Wenn ein Bezahldienst oder eine Kreditkarte benutzt wurde, kann man sich an den jeweiligen Bezahldienstleister wenden.