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Grüner Pfeil an der Ampel: Diesen Fehler machen viele Autofahrer!

Rund 5000 grüne Pfeile gibt es im deutschen Straßenverkehr. Damit verbunden ist oft in Irrtum – denn viele Autofahrer machen einen Fehler!
Bild: Frank Stange
Seit 1994 gehört der grüne Pfeil an der Ampel zur Straßenverkehrsordnung der gesamten Bundesrepublik. Ursprünglich wurde er 1978 in der ehemaligen DDR eingeführt.
Rund 5000 von den Zusatzschildern gibt es in Deutschland. Sie signalisieren freie Fahrt für Rechtsabbieger, auch wenn die Ampel rot ist. Mit Einschränkungen allerdings.
Grüner Pfeil ist wie ein Stoppschild zu behandeln
Denn was ein häufiger Irrtum ist: Der grüne Pfeil ist nicht wie eine grüne Ampel, sondern wie ein Stoppschild zu behandeln. Studien haben gezeigt, dass immerhin 77 Prozent aller Autofahrer bei einem Grünpfeil nicht anhalten.
"Beim grünen Pfeil muss man anhalten, die Kreuzung beachten und darf dann rechts abbiegen", erklärt Herbert Engelmohr vom Automobilclub von Deutschland (AvD). Empfohlen wird, drei Sekunden zu warten und den Verkehr zu beobachten.

Nicht immer sind die Regeln zum grünen Pfeil mit ausgeschildert.
Bild: Frank Stange
Biegt man ab, ohne vorher anzuhalten, wird das wie das Nichtbeachten eines Stoppschilds geahndet. Wer den Pfeil wie eine grüne Ampel behandelt und durchfährt, ohne anzuhalten, muss mit einem Bußgeld von bis zu 70 Euro rechnen; zusätzlich gibt es einen Punkt in Flensburg.
Beim Verstoß wird es teuer
Wer dabei im Kreuzungsverkehr für einen Unfall sorgt, muss sogar 120 Euro zahlen. Kommt es zu einem Unfall mit Fußgängern oder Radfahrern, sind 180 Euro fällig. Jeweils plus Punkt in Flensburg.
Interessant: Autofahrer sind nicht dazu verpflichtet, den grünen Pfeil zu nutzen. Soll heißen: Ist die Ampel rot, ist das Rechtsabbiegen freiwillig, es herrscht keine Abbiegepflicht. Man kann also auch warten, bis die Ampel Grün anzeigt.
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