Es gibt viele Ursachen, warum ein Autofahrer zum Geisterfahrer wird. Fakt ist: Falsches Auffahren auf die Autobahn oder das Wenden sorgen für höchst prekäre Situationen und teilweise dann auch fatale Unfälle.
Interessante Zahlen liefert der ADAC: Falschfahrer sind besonders an Wochenenden unterwegs und generell vor allem abends und nachts. An Samstagen werden 19 Prozent und an Sonntagen 21 Prozent der Geisterfahrten registriert.

Wie reagiert man als Geisterfahrer?

Ob Unachtsamkeit der Grund für die Geisterfahrt ist, Stress und Schlafmangel sowie Alkohol- und Drogenkonsum oder eine schlechte Sicht – was macht man, wenn es passiert ist? Wenn man selbst zum Geisterfahrer geworden ist?
Dann gilt: Licht und Warnblinker sofort einschalten und an den Fahrbahnrand fahren – aus Sicht des Geisterfahrers nach rechts. Auf keinen Fall wenden und nicht rückwärts fahren. Sobald möglich, sollte man das Auto dicht neben der Schutzplanke abstellen, die Warnweste anziehen, hinter die Schutzplanke stellen und die Polizei rufen.

Wie reagiert man als Autofahrer?

Und was macht man als Autofahrer, wenn man im Radio die Warnung hört, dass im eigenen Umkreis ein Geisterfahrer unterwegs ist? 
Man sollte umgehend das Tempo verringern. Um andere Fahrer hinter sich nicht zu gefährden, sollte man zugleich aber auch im Verkehrsfluss bleiben und den Warnblinker einschalten, während man sich auf den rechten Fahrstreifen begibt.
Eine Geisterfahrt kann fatale Folgen haben.
Bild: dpa

Klar sollte sein: Nicht überholen und zudem ausreichend Abstand zum Vordermann halten. Wer komplett auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte den nächsten Parkplatz ansteuern oder die nächste Ausfahrt nehmen. Im Notfall kann man auch auf den Seitenstreifen ausweichen. Dabei sollte die ganze Zeit der Verkehrsfunk laufen, damit man weiß, wann die Gefahr vorüber ist.

Welche Strafen drohen?

Generell gilt in beiden Fällen, ob man nun selbst Geisterfahrer ist oder einem begegnet: Ruhe bewahren und besonnen bleiben!
Was droht, wenn man als Geisterfahrer unterwegs ist, hängt von diversen Faktoren ab. Je nach Schwere des Falls gibt es eine Geldstrafe in unterschiedlicher Höhe, ein Fahrverbot oder Punkte in Flensburg. Sollte Vorsatz vorliegen, ist eine Freiheitsstrafe sehr wahrscheinlich.