Am Ende der Baustelle ist die Unfallgefahr in Autobahnbaustellen ist am höchsten, das hat jetzt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ermittelt. Die Unfallforschung der Versicherer hat zwölf Autobahnbaustellen mit einer Gesamtlänge von rund 68 Kilometern untersucht. Ergebnis: Mit rund vier Unfällen auf eine Million Fahrzeugkilometer ist die Rückverschwenkung auf die normale Fahrbahn besonders gefährlich. Zum Vergleich: Im Hauptteil der Baustelle passiert im selben Maßstab nur ein Unfall. Als Grund für die hohen Unfallraten am Baustellenende sieht GDV-Unfallforscher Siegfried Brockmann das an dieser Stelle schon sichtbare Ende des Tempolimits an
"Viele Autofahrer geben schon in der Rückverschwenkung Gas." Der GDV empfiehlt daher, am Ende einer Baustelle die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht komplett, sondern schrittweise über mehrere Geschwindigkeitsstufen aufzuheben – also beispielsweise von 80 über 100 und 120 km/h bis zur völligen Freigabe.