Pünktlich zur Urlaubszeit und den kommenden Olympischen Spielen in Paris hat Frankreich sein Autobahnsystem modernisiert. Ein weiterer Abschnitt wurde auf die innovative Free-Flow-Maut umgestellt. Für Nostalgiker bedeutet das: Tschüss Schranken und Bezahlhäuschen, hallo Zukunft!

So funktioniert die Free-Flow-Maut in Frankreich

Staus reduzieren, Auffahrunfälle minimieren und die Umwelt schonen – das verspricht die neue Mauttechnik. Keine Schranken bedeuten flüssiger Verkehr, da das Abbremsen entfällt. Allerdings müssen sich Fahrer nun selbst um die Bezahlung kümmern.
Am einfachsten geht das mit einer Mautbox an der Windschutzscheibe, die je nach Modell auch in anderen Ländern funktioniert. Alternativ kann man die Mautgebühren nach der Fahrt online oder an Automaten begleichen.
Aktuelle Mautbrücken-Standorte
  • A4 (Boulay): Testlauf seit 2019.
  • A79 (Departement Allier): Einführung 2022.
  • A14 (Paris Richtung Normandie): Neuer Standort seit letztem Monat.
  • A13 (Richtung Küste): Umstellung folgt im Dezember.

Zahlungserinnerungen und Strafen

Wurde das Kennzeichen erfasst und keine Zahlung vorgenommen, hat man drei Tage Zeit, die Gebühren zu bezahlen. Danach folgt eine Zahlungsaufforderung mit Strafgebühr. Bei weiterer Missachtung droht eine Strafe von bis zu 375 Euro. Einsprüche sind nur bei triftigen Gründen sinnvoll, wie z.B. Fahrzeugdiebstahl.

Praktische Tipps

Registrieren Sie Ihr Kennzeichen vorab online, um Benachrichtigungen bei Nutzung einer Free-Flow-Strecke zu erhalten. Wichtig ist zu wissen, wer die Strecke betreibt: ALIAE ist für die A79 zuständig, während Sanef andere Free-Flow-Autobahnen verwaltet.
Die Free-Flow-Maut bringt viele Vorteile, erfordert jedoch eine gewisse Anpassung der Fahrgewohnheiten. Es gilt, sich rechtzeitig zu informieren.