Bei einem Autokauf kann man sehr viel falsch machen. Und diese Fehler können unter dem Strich sehr viel Geld kosten. Deshalb gilt es, sich in jeglicher Hinsicht gut auf einen Autokauf vorzubereiten, damit man kein Geld verschenkt.
Wir nennen einige Fehler, die man machen kann.
Keine Probefahrt machen: Eine Probefahrt ist ein absolutes Muss und unverzichtbar. Am besten eine Begleitung mitnehmen, denn bei der Probefahrt gilt: Zwei Insassen sehen mehr als einer allein.

Check auf der Hebebühne

Nicht auf Unfallschäden überprüfen: Bloß nicht von einem glitzernden Auto in der Sonne blenden lassen. Heißt: Die Karosserie auf Unfallschäden und Reparaturen.
Keinen Check auf der Hebebühne durchführen: Der Check auf einer Hebebühne ist fast genauso wichtig wie die Probefahrt. Auf diesen solltest du keinesfalls verzichten.
Regen oder Dunkelheit als Kaufzeitpunkt wählen: Sollte das Wetter am geplanten Besichtigungstermin ungünstig sein, ist es ratsam, den Termin zu verschieben. Bei Regentropfen sind Lackschäden schwer zu erkennen und der Technik-Check fällt bei schlechtem Wetter oft zu kurz aus.
Skoda Rapid Spaceback 1.6 TDI
Der äußere schein kann bei Gebrauchtwagen trügen.
Bild: Sandra Beckefeldt / AUTO BILD

Unzureichende Information: Ein Gebrauchtwagenverkäufer erkennt sofort ahnungslose Kunden und weiß, dass er ihnen leicht etwas verkaufen kann. Es ist daher nicht immer ratsam, einfach zum Händler zu gehen. Im Vorfeld sollte man sich daher ausführlich über das Modell, den Preis und verschiedene Angebote informieren.
Mangelnde mentale Vorbereitung: Beim Gebrauchtwagenkauf ist es wichtig, die Euphorie im Zaum zu halten und möglichst rational zu entscheiden. Man sollte nicht um jeden Preis kaufen und deshalb ausreichend Zeit einplanen. Wichtig: Im Idealfall noch einmal eine Nacht über ein Angebot schlafen.

Den Kilometerstand überprüfen

Mündliche Absprachen treffen: Wenn etwas nicht schriftlich festgehalten wird, kann das im Nachhinein zu Streit führen. Dies betrifft häufig Zusatzabsprachen. Solche Vereinbarungen sollten unbedingt im Kaufvertrag oder auf dem Bestellformular des Fahrzeugs konkret festgehalten werden.
Kilometerstand prüfen: Seit 2001 verfügen alle Benziner und ab dem Jahr 2004 alle Diesel-Fahrzeuge über eine On-Board-Diagnose (OBD) und einen Fehlerspeicher. Vor dem Kauf eines Fahrzeugs ist es unbedingt empfehlenswert, den Fehlerspeicher auszulesen. Dies kann in einer Werkstatt erfolgen oder mithilfe eines Diagnosegeräts oder einer Diagnose-App in Verbindung mit einem OBD2-Adapter.Das Auslesen des Fehlerspeichers dient nicht nur dazu, elektronische Störungen wie beispielsweise eine defekte Lambdasonde zu identifizieren, sondern auch, um möglichen Manipulationen des Kilometerstands auf die Schliche zu kommen. Es ist bekannt, dass bei vielen angebotenen Gebrauchtwagen der Kilometerstand zurückgedreht wurde.