VW ruft 384.000 Autos wegen Getriebeproblemen zurück; Mercedes und BMW sollen im Fahrzeug-Innenraum giftiges Material verbaut haben. Was ist dran an den Vorwürfen? AUTO BILD sprach mit Auto-Professor Stefan Bratzel.
Stefan Bratzel
Auto- und Wirtschaftsfachmann Prof. Stefan Bratzel mahnt die deutschen Hersteller zu besseren Kontrollen ihrer Produktion in China.
Bild: Werk
AUTO BILD: Ist ein Mercedes made in China weniger hochwertig als ein Benz made in Germany?  Bratzel: Nein. Das kann sich kein Autohersteller in der heutigen globalen Welt leisten. Der Rückruf von VW in China lässt daran zweifeln. Auch in Deutschland gab es ja vereinzelt schon Probleme mit dem DSG. Insgesamt muss VW die Qualitäts- und Teststandards auch mit den regionalen Zulieferbetrieben noch sorgfältiger kontrollieren. Häufen sich die Fahrzeugmängel, geht das zu Lasten des Images.
Auch BMW und Mercedes stehen in der Kritik. Berechtigt oder ein böses Gerücht? Es ist offensichtlich, dass die Regierung in Peking bei der Berichterstattung über das chinesische Staatsfernsehen vor allem versucht, Macht und Stärke zu demonstrieren. Weshalb? Die Chinesen scheint es zu ärgern, dass immer dann, wenn sie dabei sind aufzuholen, auch die deutsche Autoindustrie Fortschritte macht – und ihnen wieder voraus ist.