Zu satten 3.413.488 Einsätzen musste der ADAC im vergangenen Jahr 2022 aufgrund von Pannen ausrücken. 52.000 Einsätze gab es wegen Elektroautos, die in der Pannenstatistik erstmals erfasst wurden.
Doch weshalb mussten die "Gelben Engel" den Autofahrern aus der Patsche helfen? Spitzenreiter der Statistik ist eine alte Bekannte: die Starterbatterie. Sie ist seit der Erhebung der ersten Daten im Jahr 1967 ganz vorne, wie der ADAC verrät. So auch 2022, und das mal wieder mit einem sehr deutlichen Abstand.
In der Statistik wurden 155 Fahrzeugreihen von rund 20 Automarken ausgewertet. Dabei wurden alle Pannen im Laufe des Jahres 2022, die Fahrzeuge im Alter von 3 bis 10 Jahren (Erstzulassung 2013 bis 2020) betrafen, herangezogen.

Batterie der Dauerbrenner

In den vergangenen Jahren war stets in mehr als 40 Prozent aller erfassten Pannen die leere Batterie schuld, wenn das Auto liegenblieb. 2022 gehen konkret 43,2 Prozent der Pannen auf die Batterie.
Ob Verbrenner oder E-Auto: Die Batterie bleibt Pannengrund Nummer eins.
Bild: Ralf Timm

Interessant dabei: Bei Elektroautos und Plug-in-Hybriden lag der Pannen-Anteil mit defekten Starterbatterien sogar bei über 50 Prozent.
Der ADAC betont, dass die Möglichkeiten, die Batterie zu entladen, vielfältig sind: "Man kann versehentlich das Licht anlassen, den Kofferraumdeckel nicht richtig zumachen oder das Fahrzeug immer nur kurze Strecken fahren, sodass die Batterie unterwegs nicht ausreichend geladen wird." Produktfehler kommen natürlich auch vor.
Und hinter der Starterbatterie? Auf Platz zwei liegen Defekte am Motor oder Fehler im Motormanagement mit einem Anteil von 23,8 Prozent, gefolgt von Fehlern bei Generator, Anlasser, Bordnetz, Beleuchtung mit 10,4 Prozent.

Die häufigsten Pannen 2022 in der Übersicht:

• Starterbatterie (43,2 %)
• Motor/Motormanagement (23,8 %)
• Generator, Anlasser, Bordnetz, Beleuchtung (10,4 %)
Reifen (8,4 %)
• Schlüssel, Schlösser, Wegfahrsperre (7,2 %)
• Andere Ursachen (7 %)