Wenn in Deutschland die Wetterextreme zuschlagen, kann es auch zu Hochwasser kommen. Dabei geht es nicht nur um die Gefahr für Menschen, sondern oft auch um materielle Schäden – speziell auch um das eigene Auto. Und es gibt einige wichtige Punkte zu beachten, wenn ein Fahrzeug durch Wasserschäden betroffen ist.
In jedem Fall sollte das Auto in dieser Situation nicht gestartet werden, es droht sonst ein schwerwiegender Motorschaden. Stattdessen sollte es vorsichtig an einen trockenen Ort geschoben oder abgeschleppt werden.
Sofern möglich, ist es ratsam, anschließend die Fahrzeugbatterie abzuklemmen, um mögliche Kurzschlüsse und Schmorbrände zu vermeiden. Experten betonen: Bei herkömmlichen 12-Volt-Autobatterien besteht keine Gefahr für Menschen.

In einer Werkstatt checken lassen

Ob es sich um ein modernes Elektroauto oder einen herkömmlichen Verbrennungsmotor handelt, spielt keine Rolle, wie der ADAC erklärt. Sowohl die elektronischen Anschlüsse als auch die Hochvoltbatterie seien wasserdicht verbaut, ein erhöhtes Risiko eines Stromschlags bestehe daher nicht. Anschließend sollte das betroffene Fahrzeug in eine Werkstatt gebracht werden.
Wichtig: Wie weit ist das Wasser ins Fahrzeug eingedrungen? Selbst wenn es nur unterhalb der Türen steht, können Schäden bereits nicht ausgeschlossen werden. Wer komplett auf Nummer sicher gehen will, der lässt das Auto in einer Werkstatt überprüfen.
Wenn man durch hohes Wasser fährt, wird es für das Auto gefährlich.
Bild: dpa

Wenn das Wasser bis in den Innenraum gelangt ist, sind Schäden sowieso sehr wahrscheinlich. Diese sollten dann ebenfalls von Profis untersucht und behoben werden. Und sollte das Wasser sogar bis zur Unterkante der Fensterscheiben oder sogar höher stehen, muss mit einem wirtschaftlichen Totalschaden gerechnet werden, so der ADAC. In diesem Fall erstattet die Teilkaskoversicherung den Zeitwert des Autos.

Kostenvoranschlag einholen

Generell ist es ratsam, sich einen Kostenvoranschlag von der Werkstatt einzuholen, denn in der Regel übernimmt die Kaskoversicherung nicht nur den Zeitwert, sondern auch die Kosten für Reparaturen. Es ist wichtig, die Versicherung unverzüglich nach dem Schadenfall zu kontaktieren und deren Anweisungen zu befolgen, so der Bund der Versicherten.
Der ADAC betont generell, dass man keinesfalls durch Hochwasser fahren sollte, da man nicht immer abschätzen kann, wie tief das Wasser tatsächlich ist. Konventionelle Fahrzeuge sind bei langsamer Geschwindigkeit nur für eine maximale Wassertiefe von etwa 20 bis 25 Zentimetern ausgelegt. Bedeutet: Steht das Wasser höher, ist ein Schaden sehr wahrscheinlich.