Benzinpreis-Schock zu Neujahr
Warum die Spritpreise in der Silvesternacht explodierten

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Pünktlich zum Jahreswechsel schlugen die Spritpreise an den Tankstellen ordentlich zu. Was für viele Silvesterfahrer wie ein böser Scherz wirkte, ist bitterer Ernst: Mit dem neuen Jahr wird das Tanken spürbar teurer – und die erste Preiserhöhung ließ nicht lange auf sich warten.
Ein Tankstellen-Drama in zwei Akten
Das Drama spielte sich exemplarisch an einer Aral-Tankstelle in Berlin-Steglitz ab. Am Silvesterabend um 19 Uhr zeigte die Preistafel noch moderate Werte: Super kostete 1,74 Euro, Diesel 1,64 Euro pro Liter. Doch pünktlich nach Mitternacht gab es eine unschöne Überraschung: Der Preis für Super kletterte auf 1,87 Euro (plus 13 Cent), Diesel schlug mit 1,76 Euro zu Buche. Das entspricht einem Preisanstieg von über sieben Prozent – und das innerhalb weniger Stunden.
Warum steigen die Spritpreise?
Grund für den Preissprung ist der Anstieg des CO2-Preises von 45 auf 55 Euro pro Tonne. Das belastet nicht nur Autofahrer, sondern auch Heizöl- und Erdgasnutzer. Nach Berechnungen von ADAC und Wirtschaftsverbänden führt dies zu einem Anstieg von etwa drei Cent pro Liter Benzin und mehr als drei Cent für Diesel.
Doch der CO2-Preis ist nicht allein schuld, auch Rohölpreise und weitere Kostenbestandteile beeinflussen den Endpreis an der Zapfsäule.
Der Automobil-Club Verkehr (ACV) rechnet sogar mit noch stärkeren Belastungen: Bis zu 4,3 Cent für Benzin und 4,7 Cent für Diesel könnten hinzukommen.
Was bedeutet das für Autofahrer?
Für einen durchschnittlichen Pkw-Tank mit 50 Litern ergibt sich eine Mehrbelastung von etwa 1,50 Euro pro Tankfüllung bei Benzin und 1,65 Euro bei Diesel. Im Jahresverlauf summiert sich das natürlich – vor allem, wenn Rohölpreise oder Steuern weiter steigen.
CO2-Preis: warum wir mehr zahlen
Seit seiner Einführung 2021 verfolgt der CO2-Preis ein klares Ziel: Deutschland bis 2045 klimaneutral zu machen. Höhere Kosten für fossile Brennstoffe sollen den Umstieg auf klimafreundlichere Alternativen wie Elektroautos fördern. Doch während dieses Ziel langfristig Sinn ergibt, ist der Schmerz an der Zapfsäule für viele Autofahrer unmittelbar spürbar.
Spartipps für Autofahrer
Wer den Preisschock abfedern will, der kann mit einem einfachen Trick sparen: abends tanken! Laut ADAC sind die Preise in den Abendstunden meist günstiger als morgens. Wochentagsschwankungen gibt es hingegen kaum noch.
2025 – ein teures Jahr für Autofahrer
Ob es um den CO2-Preis, Rohölkosten oder um zusätzliche Abgaben geht – die Zeichen stehen auf teuer. Für Autofahrer bedeutet das: Wer clever tankt und den Verbrauch reduziert, der kann zumindest ein bisschen gegensteuern. Und wer den Umstieg auf klimafreundlichere Alternativen schon in Betracht zieht, könnte 2025 den entscheidenden Anstoß bekommen – vielleicht auch dank des schmerzhaften Blicks auf die Preistafel.
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