Dass in Italien streng geblitzt wird, ist bekannt – aber dieser Fall sorgt für Kopfschütteln: Ein deutscher Urlauber erhielt Monate nach seiner Reise Post aus Brescia – ein Bußgeldbescheid wegen eines überschrittenen Tempolimits. Verrückt: Der Regelbruch bezog sich auf 0,22 km/h zu viel. Ein Tempoverstoß im Schneckentempo quasi.
Konkret registrierte die Radarfalle laut Geblitzt.de bei erlaubten 110 km/h einen tatsächlichen Wert von 116,02 km/h. Nach Abzug der offiziellen Messtoleranz von 5,8 km/h blieben 0,22 km/h über der Grenze – genug für eine Strafe von mindestens 49 Euro.

Blitzschnelles Bezahlen spart Geld

Dazu der Behördenhinweis: Je schneller die Strafe bezahlt wird, desto günstiger fällt sie aus. Wenn der Betroffene innerhalb von fünf Tagen überweist, kommt er mit 49,40 Euro davon, nach zwei Monaten würde die Summe auf 106,50 Euro steigen.
Wichtig: Italienische Behörden haben bis zu 360 Tage Zeit, um das Bußgeld zu verschicken. Wer nicht zahlt, riskiert Probleme – von Mahngebühren bis hin zu Vollstreckungen bei späteren Italien-Reisen.
Hierzulande würde ein solcher Fall niemals verfolgt werden. "In Deutschland werden nur volle km/h gewertet – minimale Überschreitungen wie diese spielen keine Rolle", erklärt die Verkehrsanwältin Melanie Leier gegenüber "BILD".