Blitzer.de trennt sich von Ooono: Werden die Warner jetzt schlechter?
Ooono ohne Blitzer.de: Ist der beliebte Verkehrswarner noch sinnvoll?

Millionen Autofahrer nutzen den kleinen Ooono-Warner im Alltag. Jetzt verliert das Gerät jedoch seine wichtigste Datenquelle in Deutschland. Was bedeutet das für die Nutzer?
Bild: Ooono
Für viele Autofahrer gehörte die Kombination aus Ooono-Hardware und den Daten von Blitzer.de bislang zusammen. Doch damit ist jetzt Schluss: Die Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen wurde beendet. Künftig nutzt Ooono die Daten von Blitzer.de nicht mehr. Das hat der Verkehrswarndienst offiziell bestätigt.
Blitzer.de bestätigt das Aus
Laut Blitzer.de wurde die Partnerschaft von Ooono beendet. Seitdem würden die eigenen Daten nicht mehr in den Ooono-Produkten verwendet. Gleichzeitig betont der Anbieter, keine Aussagen darüber treffen zu können, welche Datenquellen Ooono nun nutzt oder wie diese zu bewerten seien.
Für viele Nutzer kommt die Nachricht überraschend. Schließlich war die große Community von Blitzer.de bislang ein wichtiges Verkaufsargument für den beliebten Verkehrswarner.
Ist der Ooono jetzt nutzlos?
Nein. Dass Ooono künftig keine Blitzer.de-Daten mehr verwendet, bedeutet nicht automatisch, dass die Geräte unbrauchbar sind.

Künftig nutzt Ooono die Daten von Blitzer.de nicht mehr. Das hat der Verkehrswarndienst offiziell bestätigt.
Bild: Ooono
Ooono selbst erklärt, bereits seit Jahren eine eigene Datenbasis aufzubauen und mit weiteren Partnern zusammenzuarbeiten. Dazu gehört auch der britische Anbieter Cyclops, den das Unternehmen übernommen hat. Nach Angaben von Ooono liefern außerdem Millionen Nutzer weiterhin in Echtzeit Gefahrenmeldungen, die zusätzlich von einem eigenen Datenteam überprüft werden.
Werden die Warnungen schlechter?
Ob sich die Qualität der Warnungen tatsächlich verschlechtert, lässt sich derzeit nicht seriös beurteilen. Erste Berichte über eine deutlich schlechtere Erkennungsrate oder vermehrte Fehlwarnungen gibt es bislang nicht in größerem Umfang. Fachportale weisen darauf hin, dass sich mögliche Auswirkungen vermutlich erst nach einiger Zeit im Alltag zeigen werden.
Fest steht allerdings: Mit Blitzer.de verliert Ooono eine Datenquelle, die nach eigenen Angaben auf mehr als fünf Millionen Nutzern basiert und zu den größten Verkehrs-Communities Deutschlands zählt.
Worauf Käufer künftig achten sollten
Die Trennung zeigt, dass bei modernen Verkehrswarnern längst nicht mehr nur die Hardware entscheidend ist. Mindestens ebenso wichtig ist die Qualität der Daten, mit denen Gefahrenstellen oder Staus erkannt werden.
Wer bereits einen Ooono besitzt, muss ihn deshalb nicht sofort austauschen. Wer allerdings gerade über einen Neukauf nachdenkt, sollte künftig genauer hinschauen, auf welcher Datenbasis das jeweilige System arbeitet.
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