BMW 1er (F40): Gebrauchtwagen-Test
BMW 1er gebraucht: Bleibt der Einser erste Wahl?
Gebrauchter BMW 1er (F40) im Test
Langsam gewinnt die dritte Generation des BMW 1er (F40) als Gebrauchter an Bedeutung. Ist der Münchener Premium-Kompakte ein Kauftipp?
Im Herbst 2019 mussten BMW-Puristen tapfer sein. Die dritte BMW-1er-Generation (F40) wechselte vom markentypischen Hinterradantrieb auf den in der Kompaktklasse üblichen Frontantrieb. Dazu trägt sie eine gedrungene Front mit massiver Doppelniere, die an das Crossover-Geschwistermodell BMW X2 erinnert. Preislich klopft der von uns getestete 118d an der Mittelklasse an.
BMW 1er gebraucht: Der zweijährige 118d kostet beim Händler rund 25.000 Euro
Vernunftbetont konfiguriert kostete die bei Vielfahrern beliebte 150-PS-Vierzylinder-Biturbo-Dieselvariante mit Euro 6d-Temp und Aisin-Achtgangautomatik richtig Geld. Neu waren im Oktober 2019 laut Schwacke-Datenbank 37.600 Euro fällig. Gut zwei Jahre und nur 18.480 Kilometer später ruft die BMW-Niederlassung Bremen noch 25.221 Euro für den Gebrauchten auf. Der schwarze Kompakte kommt in der Anmutung einem neuen 1er sehr nahe. Das Fahrwerk ist knackig, aber nicht unkomfortabel. Verschleiß ist (noch nicht) erfahrbar.
Technische Daten: BMW 118d
Motor | Vierzylinder/vorn quer |
|---|---|
Ventile/Nockenwellen | 4 pro Zylinder/2 |
Hubraum | 1995 cm³ |
Leistung | 110 kW (150 PS) bei 4000/min |
Drehmoment | 350 Nm bei 1750/min |
Höchstgeschw. | 216 km/h |
0–100 km/h | 8,4 s |
Tank/Kraftstoff | 42 l/Diesel |
Getriebe/Antrieb | Achtgangautom./Vorderrad |
L/B/H | 4319/1799/1434 mm |
Kofferraumvolumen | 380-1200 l |
Leergewicht/Zuladung | 1505/475 kg |
Qualitativ haben die Innenraummaterialien gegenüber der Vorgängergeneration zugelegt, die straffen Sitze wirken wie am ersten Tag. Einzig eine beschädigte Hutablagenführung und ein zerkratztes Cockpit künden von einem Vorleben. Auf geflickten Landstraßen knistert es außerdem aus den Säulenverkleidungen. Wer die Intimität an Bord der Vorgänger modelle kennt, bemerkt sofort den gesteigerten Nutzwert.

Der Innenraum: fahrerorientiertes Cockpit mit digitalen Instrumenten, schönem Lenkrad und hochwertigem Bedienerlebnis.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Die auch bei Mini genutzte Plattform mit quer verbauten Motoren sorgt für mehr Raum an Bord. Im Gegensatz zum vorherigen Einser (F20) ist der stets viertürige F40 ein vollwertiger Viersitzer mit (klein-)familientauglichem Kofferraum. Für Sicherheit garantieren fünf Sterne im Euro-NCAP-Test (2019).
Dreizylinder sind mehrere Tausend Euro billiger
Fortschreitende Digitalisierung macht sich durch ein frisches Infotainment (BMW OS 7) mit Online-Updatefunktion bemerkbar. Ein sauber funktionierender 8,8-Zoll-Touchscreen (optional 10,25 Zoll), rudimentäre Gestensteuerung und Sprachassistent Alexa sind an Bord. Weitere (optionale) Gimmicks in diesem Einser: Induktionsladeschale, Digital Key via App als Schlüsselersatz und Head-up-Display. Aber: Mittlerweile sind auch einige unerwartet mager ausgestattete F40-1er auf den Straßen.
Ihre Besteller verkürzten durch Verzicht die Lieferzeit in der Chipkrise. Die Dreizylinder mit 109 bis 140 PS reichen für den Alltag. Sie sind weniger souverän, aber leicht mehrere Tausender billiger. Sechszylinder gibt es nicht mehr, selbst das 306-PS-Allrad-Topmodell M135i xDrive setzt auf vier Zylinder.
Unterhaltskosten
Testverbrauch | 4,2 l D/100 km |
|---|---|
CO2 | 109 g/km |
Inspektion | 270-500 Euro |
Haftpflicht (17)* | 440 Euro |
Teilkasko (24)* | 585 Euro |
Vollkasko (23)* | 888 Euro |
Kfz-Steuer (Euro 6d-Temp) | 228 Euro |
Ersatzteilpreise*
Lichtmaschine (AT) | 912 Euro |
|---|---|
Anlasser (AT) | 572 Euro |
Wasserpumpe | 560 Euro |
Zahnriemen | entfällt, Steuerkette |
Nachschalldämpfer | 609 Euro |
Kotflügel vorn links, lackiert | 901 Euro |
Bremsscheiben und -klötze | 681 Euro |
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