BMW M3-R E36: Sondermodell

BMW M3-R E36: Sondermodell

Der BMW M3, den niemand kennt!

Der BMW M3-R ist ein Sondermodell von BMW Motorsport, und er wurde nur 15 Mal gebaut. Damit ist er der seltenste Serien-M3. Alle Infos!
Zu diesem BMW M3 gibt es kaum Infos: Er ist so selten, dass sogar BMW-Fans noch nie von ihm gehört haben! Die Rede ist vom M3-R E36. Das Sondermodell wurde in einer Kleinserie von 15 Stück aufgelegt und war exklusiv in Australien zu haben. Allerdings konnte nicht jeder den M3-R kaufen!
Der M3-R ist eine Kooperation zwischen BMW M und dem australischen Team um den inzwischen verstorbenen Rennfahrer Frank Gardner. Die Kleinserie war nötig, um in der Tourenwagenklasse "Australian Super Production Series" antreten zu dürfen. Von den 15 gebauten Fahrzeugen wurden vier Stück in der Rennserie eingesetzt, elf gingen in den freien Verkauf. Mit einem Preis von 189.450 Australischen Dollar (AUD), umgerechnet ca. 116.000 Euro, war das Sondermodell rund 60.000 AUD teurer als ein normales M3 E36 Coupé. Allerdings konnte nicht jeder Interessent einfach einen M3-R bekommen – denn um den seltenen M3 zu kaufen, war eine CAMS-Rennlizenz nötig.

In Deutschland gebaut, in Australien endmontiert

Als Basis für den M3-R wurden E36 M3 Coupés genommen, die ab Werk besonders spartanisch ausgestattet waren. Die Motoren sollen auf dem Prüfstand in Deutschland getestet und nur die stärksten Sechszylinder handverlesen für das Sondermodell ausgesucht worden sein. Alle 15 BMW wurden als serienmäßige M3 nach Australien verfrachtet und zwischen März und April 1995 bei Tony Longhurst Racing, einem Partner von Frank Gardner, umgebaut.

Dreiliter-Reihensechszylinder mit 326 PS

Der serienmäßige S50B30-Motor wurde mit vielen Neuteilen aufwendig feingetunt. Es wurden scharfe Nockenwellen von AC Schnitzer, eine neue Ölwanne, ein Sportauspuff und eine modifizierte Motorelektronik verbaut. Statt der serienmäßigen 286 PS leistet der Reihensechszylinder im M3-R 326 PS und damit sogar fünf PS mehr als im S50B32 mit 3,2 Litern Hubraum, der ab Ende 1995 im M3 E36 eingesetzt wurde. Außerdem bekam das Homologationsmodell verstärkte Antriebswellen aus dem BMW 850Ci und ein kürzer übersetztes Fünfganggetriebe. Speziell für die Rennstrecke wurde eine AP Racing-Kupplung verbaut, und auch die Bremsanlage desselben Herstellers mit Vierkolbensätteln an der Vorderachse fällt eine ganze Nummer größer aus als die der Serienversion. Für eine bessere Kurvenlage wurde das Fahrwerk mit verstellbaren Gruppe-N-Dämpfern ausgerüstet.

So leicht ist der M3-R

Den Heckflügel des M3 GT mit doppeltem Gurney Flap gibt es auch beim Sondermodell M3-R.

Um ordentlich Gewicht zu sparen, kommt der M3 ab Werk ohne Klimaanlage, Nebelscheinwerfer, Radio, Alarmanlage und mehr. Die Rücksitzbank flog ebenfalls raus, wurde aber auf Wunsch mitgegeben. So leergeräumt soll der M3-R gerade mal 1250 Kilo auf die Waage bringen und ist damit noch leichter als der M3 Lightweight, den es nur in den USA gab.
Optisch ist das Sondermodell an Details wie den fehlenden Nebelleuchten erkennbar. Zudem tragen alle M3-R die verstellbare Frontlippe und den feststehenden Heckflügel vom M3 GT. Alle 15 Exemplare des M3-R wurden in der Farbe Alpinweiß ausgeliefert, wobei einige nachträglich mit der vom M3 Lightweight bekannten M-Livery auf den Kotflügeln verziert wurden. Die 17-Zoll-Schmiedefelgen stammen von BBS.

Überrollkäfig auf Wunsch

Der Innenraum des ausschließlich als Rechtslenker gebauten M3-R ist schlicht gehalten. Alle Exemplare wurden mit Stoffsitzen ausgeliefert. Das einzige Erkennungsmerkmal ist eine kleine, durchnummerierte Plakette in der Mittelkonsole des M3-R. Ein besonderes Feature des Homologationsmodells gibt es aber doch: Bei ausgebauter Rückbank wird im Kofferraum eine Strebe sichtbar, die als Befestigungspunkt für die Sechspunktgurte dient. Auf Wunsch konnten die Kunden zudem einen eingeschweißten Überrollkäfig mit FIA-Zertifizierung bestellen. An dieser Stelle interessant: Je nach Kundenwunsch gab es deutliche Unterschiede zwischen den M3-R-Ausstattungen – so kann es sein, dass einige Exemplare mit Radio und Klimaanlage unterwegs sind und einige ohne.

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