Mal ganz ehrlich: So geil (Verzeihung) sich ein Elfer auch fährt – im Alltag nervt er auf Dauer dann doch. Zu eng, zu laut, zu direkt, um im stressigen Alltag einen charmanten Begleiter abzugeben. Wer fährt schon jeden Tag auf die Rennstrecke? Zugegeben, ein Luxusproblem, für das BMW jetzt Abhilfe anbietet.

Einen Burnout gibt es mit elektronischer Unterstützung

BMW M3 Coupé
Wer's braucht: Durchdrehende Hinterreifen serviert die Elektronik im "Smokey Burnout"-Modus.
Bild: Christoph Boerries
M3 heißt die Limousine, die den Spagat zwischen Rennstrecke und Alltag schaffen soll. Und die Bayern haben den Mund nicht zu voll genommen. Beim Start brummelt der doppelt aufgeladene Reihensechszylinder zufrieden und dezent vor sich hin. Das Doppelkupplungsgetriebe legt die Gänge sanft und kaum merklich ein, immer um eine möglichst niedrige Drehzahl bemüht. Sogar das Fahrwerk federt im Komfort-Modus ausreichend bekömmlich – die Bandscheiben sind jedenfalls auch auf groben Unebenheiten nie in Gefahr. Das ist aber nur die eine Seite des sportlichsten 3ers. Im Sport-Modus strafft sich die Limousine wie ein Hundertmeterläufer kurz vor dem Start. Die Elektronik hilft sogar, die Sau rauszulassen. "Smokey Burnout" heißt eine Funktion, die beim Beschleunigen die Hinterräder durchdrehen lässt.
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Wird das ESP komplett deaktiviert, geht der M3 quer und gut beherrschbar durch die Kurven. Keine Frage, der hauseigene Tuner M hat kaum eine Schraube vom normalen 3er übernommen – bei jeder Lenkraddrehung gut zu spüren. Erstaunlich auch die Preispositionierung des M3. Der kostet ohne DKG 71.500 Euro, was natürlich viel Geld ist. Ein kaum schnellerer Porsche 911 aber kostet rund 20.000 Euro mehr – und ist nicht zwei Autos in einem.

Fazit

von Stefan Voswinkel
Es ist schon erstaunlich, wie vernünftig ein so unvernünftiges Autos wie der M3 sein kann. Er gibt den kompetenten Alltagshelden – und kann auf der Rennstrecke trotzdem richtig begeistern.