BMW patentiert Schrauben mit Markenlogo
Wird BMW-Patent zum Selberschrauber-Albtraum?

BMW hat ein neues Schraubendesign mit Markenlogo im Schraubenkopf patentiert. Sieht gut aus – könnte Autobesitzern aber Probleme bereiten.
Bild: UPSTO / Wittich
BMW hat sich ein kurioses Detail patentieren lassen, das bei Fans gut ankommen könnte – Heimschrauber aber zur Verzweiflung treiben dürfte. Die Münchner wollen Schrauben einsetzen, deren Köpfe nicht mehr Kreuz, Torx oder Inbus zeigen, sondern das BMW-Markenlogo. Der Clou: Diese Schrauben lassen sich nur mit einem speziell dafür entwickelten Werkzeug drehen.
Laut der bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) eingereichten Patentschrift besteht der Schraubenkopf aus der vollständigen Logo-Form inklusive Schriftzug. Normale Bits oder Schraubendreher greifen hier nicht mehr. BMW verfolgt damit offenbar das Ziel, bestimmte Bauteile vor unbefugtem Zugriff zu schützen – etwa vor Manipulationen oder nicht autorisierten Umbauten.
BMW-Schrauben benötigen Spezialwerkzeug
Optisch mag das Markenlogo selbst an versteckten Stellen durchaus reizvoll sein. Praktisch bedeutet das jedoch: Ohne Spezialwerkzeug geht nichts mehr. Und genau das dürfte viele Autobesitzer ärgern. Denn laut Patent ist nicht vorgesehen, dieses Werkzeug frei zu verkaufen.

BMW hat das Patent mit dem Markenlogo im Schraubenkopf gleich für eine Reihe verschiedener Schraubentypen angemeldet.
Bild: BMW Group via WIPO
Selbst kleine Reparaturen würden damit faktisch zur Sache der Vertragswerkstatt – mit entsprechenden Kostenfolgen. Andererseits bietet die spezielle Kopfform mit ihren Aussparungen auch Raum für kreative Lösungen, um das Problem fehlenden Spezialwerkzeugs zu umgehen.
Serien-Einführung ist noch ungewiss
Eingesetzt werden könnten die Logo-Schrauben vor allem im Innenraum, etwa an Cockpitverkleidungen, der Mittelkonsole oder an Sitzbefestigungen. Noch ist allerdings offen, ob BMW das Patent tatsächlich in die Serie bringt. Denn nicht jede Patentanmeldung schafft es am Ende ins fertige Auto.
Fest steht: Sollte BMW Ernst machen, wäre das ein weiterer Schritt weg vom Selberschrauben – und hin zu mehr Kontrolle durch den Hersteller. Für die einen cleverer Markenschutz, für die anderen ein echter Schrauber-Albtraum.
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