BOSS GP: Rundenrekord in Assen
Kommt jetzt die Formel 1?

Max Verstappen löst in Holland eine Welle der Formel-1-Begeisterung. Für viele ist eine Rückkehr des Holland-GP nur eine Frage der Zeit. Assen ist skeptisch.
Bild: Stefan Schneider
- Michael Zeitler
Mit 56.000 Zuschauern schnitt der Große Preis von Deutschland 2016 schon wieder etwas besser ab als beim Negativ-Rekord 2014 mit 52.000 Fans. Allein: Das hat der Hockenheimring auch den zu tausend aus den Niederlanden angereisten Fans zu verdanken. Dort hat Spanien-Sieger Max Verstappen einen Sturm der Formel-1-Begeisterung ausgelöst.
Das Doppelinterview: Max und Jos Verstappen
Bleibt die Frage: Bekommt Holland nach 30 WM-Ausgaben zwischen 1952 und 1985 wieder einen Grand Prix? Zuletzt gastierte die Formel 1 auf dem Dünenkurs von Zandvoort, der inzwischen aber nicht mehr den F1-Auflagen gerecht wird. Die 4,555 Kilometer lange Strecke in Assen scheint da eine realistischere Alternative.

Hans Laub in einem umgebauten Forti-Judd
Formel-1-Fahrzeuge in Assen – wird das bald zur Gewohnheit? Gegenüber AUTO BILD MOTORSPORT zeigt sich ein Streckensprecher skeptisch: „Die Formel 1 ist vel zu teuer!“. Mit der Unterstützung durch die Regierung rechnet man in Assen nicht, daher wären die im zweistelligen Millionenbereich befindende Antrittsgebühren für die Streckenbetreiber nicht stemmbar. Wie das Boss-GP-Rennen gezeigt hat, wäre die Strecke mit den leicht überhöhten Kurven technisch durchaus geeignet für die Formel 1. Für die Weltmeisterschaft müsste aber unter anderem auch das Boxengebäude erweitert werden.
In der Bildergalerie: Die coolsten Fahrzeuge beim Boss-GP-Event in Assen
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