Dezent ist anders! Mercedes-Spezialist Brabus hat mit dem 900 Peetch einen Porsche 911 präsentiert, der nichts für schwache Nerven ist. Kostenpunkt für das auffällige Cabrio? Knapp 530.000 Euro!
* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist www.dat.de.
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Auf der diesjährigen Signature Night, einer Modenschau für Autos, hat Brabus ein wahres Neuheiten-Feuerwerk gezündet. Einer der Hingucker ist der Peetch 900 auf Basis des Porsche 911 (992) Turbo S Cabrio. Bereits seit 2022 hat das Tuning-Urgestein Porsche im Programm. Bisheriger Höhepunkt war der Rocket 900 R "1 of 25" – ein spektakulärer Breitbau-911 mit 900 PS!
Mittels Sportfedern legt Brabus den Porsche um 25 Millimeter tiefer. Die Schmiedefelgen messen 21 Zoll an der Vorder- und 22 Zoll an der Hinterachse.
Bild: Jan Götze / AUTO BILD
Doch bekanntermaßen geht immer noch mehr und so haben die Bottroper mit dem Brabus 900 Peetch noch mal einen draufgesetzt. Zumindest in puncto Optik, denn die Lackierung in einem "individuellen Pfirsichton", wie Brabus die Farbe beschreibt, ist so auffällig, dass man zwangsläufig stehen bleibt. Aus erster Hand kann ich berichten, dass die Farbe live rosa wirkt. Ist das mein Geschmack? Nein! Bin ich dennoch immer wieder am 900 Peetch stehengeblieben? Ja!
Felgen und Bremssättel in Wagenfarbe
Ein Publikumsmagnet ist der 900 Peetch also allemal, was daran liegt, dass Brabus nicht an Farbe gespart hat. Neben den Carbon-Anbauteilen wie Frontschürzenaufsatz, Seitenschwellern, Heckflügel und Diffusor wurden auch kurzerhand die Monoblock Z-Schmiedefelgen in 21-/22-Zoll und sogar die Bremssättel in Wagenfarbe lackiert. Fehlt eigentlich nur noch ein rosafarbenes Stoffverdeck, aber das war sogar Brabus zu extrem.
Nicht nur die Anbauteile, auch die Felgen und sogar die Bremssättel wurden in Wagenfarbe lackiert.
Bild: Jan Götze / AUTO BILD
Beim Blick in den Innenraum frage ich mich kurz, ob ich heute Morgen wohl die falsche Pille aus der Dose genommen habe, denn so in etwa stelle ich mir einen LSD-Trip vor. Brabus hat das gesamte Interieur in der hauseigenen Sattlerei mit einer Masterpiece-Lederausstattung im sogenannten Muschelrauten-Design bezogen. Aber nicht in irgendeiner Farbe, sondern natürlich in Peetch, oder eben rosa.
Mehr geht nicht: Im Rahmen des Brabus Masterpiece-Interieurs wird der gesamte Innenraum beledert.
Bild: Jan Götze / AUTO BILD
Und wenn ich schreibe das gesamte Cockpit, dann meine ich das auch. Neben den Sitzen, den Türtafeln und dem Armaturenbrett, wurden auch die Lenksäulenverkleidung, die Rückseiten der Vordersitze und sogar der gesamte Fußraum beledert. Lediglich die A-Säulen und die Oberseite des Armaturenbretts wurden mit schwarzem Leder ausgekleidet. Die Arbeiten wurden handwerklich perfekt ausgeführt, eben genauso wie man es von Brabus gewohnt ist. Wer den 900 Peetch jedoch bei Sonne fährt, sollte definitiv eine Sonnenbrille tragen – und das nicht nur wegen der Blendgefahr.
900 PS und 1000 Nm
Für alle Porsche-Fahrer, denen die 650 PS des aktuellen 992 Turbo S nicht ausreichen (was sich mir bis heute nicht erschließt) hat Brabus den 3,8-Liter-Boxer umfangreich überarbeitet. Dank neuer Turbolader und Kats, sowie einer angepassten Software und einer Inconel-Sportabgasanlage steigt die Leistung auf 900 PS und 1000 Nm. Diese Leistungsstufe ist zwar bereits vom auf 25 Exemplare limitierten Brabus 900 Rocket R "1 of 25" bekannt, wird jetzt jedoch erstmals ohne Breitbau angeboten.
Die Verarbeitungsqualität bei Brabus ist über jeden Zweifel erhaben, die Farbwahl sicherlich Geschmackssache.
Bild: Jan Götze / AUTO BILD
Listenpreis von knapp 530.000 Euro
Die Fahrleistungen sind, wie zu erwarten, brutal. Aus dem Stand beschleunigt der Brabus 900 Peetch in 2,5 Sekunden auf 100 und in 7,2 Sek auf 200 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Brabus mit 340 km/h an, was den 911 zum schnellsten Pfirsich der Welt macht. Und womöglich auch zum teuersten, denn der Brabus 900 Peetch kostet 528.664 Euro.
Und wer auf den Farb-Geschmack gekommen ist: Mit dem 600 Peetch hat Brabus den passenden Range Rover präsentiert. Mit 513.383 Euro ist der sogar minimal günstiger als der Porsche.
Selten hat ein Auto so sehr polarisiert wie der Brabus 900 Peetch. Würde ich das Auto so konfigurieren? Vermutlich nicht, aber ich muss gestehen, dass mir der auffällige 911 besser gefällt, je öfter ich ihn anschaue.