Brems-Schock im Luxus-SUV: Mercedes GLE fährt mit Holzklötzen
Gefahr statt Luxus: Holz-Bremsen im 100.000-Euro-Mercedes

Ein Mercedes GLE fährt mit Holzklötzen statt Bremsbelägen durch Baden-Württemberg. Der Fall sorgt bundesweit für Kopfschütteln.
Bild: Polizei
Der Mercedes GLE 400 gilt als einer der noblen SUV-Stars aus Stuttgart – kraftvoll, komfortabel, rund 100.000 Euro teuer. Doch bei einem Exemplar im Landkreis Ludwigsburg verwandelte sich Premium plötzlich in Wahnsinn: Statt Bremsbelägen steckten in den vorderen Bremssätteln passgenau zugesägte Holzklötze.
Der neue Besitzer hatte den geländegängigen GLE über eine Online-Auktionsplattform gekauft, ein Mitarbeiter sollte das Auto überführen. Doch schon nach wenigen Metern war Schluss: Bremsen? Fehlanzeige. Statt der Verzögerung erlebte der Fahrer einen Schockmoment im Cockpit.
"Der Fahrer bemerkte den Geruch von verbranntem Holz und entdeckte auch die Holzteile", berichtet Polizeisprecherin Victoria Zahler. Danach ging alles schnell: Der Abschleppwagen brachte den GLE in eine Werkstatt.
Werkstatt entdeckt Holzklötze – beschriftet mit "Brembo"
Dort bestätigte sich der Verdacht. Mechaniker fanden passgenau gesägte Holzstücke, die anstelle der Bremsbeläge saßen – und noch dreister: Auf einem der Blöcke stand handschriftlich "Brembo", der Name eines weltbekannten Bremsenherstellers.

"Brembo"-Bremsen aus Holz beim Mercedes GLE.
Bild: Polizei
Ein Beamter beschreibt den Fall so: "So etwas sieht man nicht alle Tage: Holz statt Bremsbeläge! Das ist kreativ, aber lebensgefährlich." Wer die Holz-"Bremsen" montiert hat, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt gegen den Vorbesitzer wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.
Lebensgefährliche Bastelidee
Eine Sache ist klar: Diese Aktion hätte tödliche Folgen haben können. Bremsbeläge zählen zu den sicherheitsrelevantesten Bauteilen eines Fahrzeugs – hier zu tricksen, ist kein schlechter Scherz, sondern eine potenziell lebensgefährliche Straftat.
Wie jemand auf die Idee kommt, Holz gegen Hochleistungs-Bremsmaterial zu tauschen, bleibt bislang ein Rätsel. Fest steht: Diese "Brembo-Edition" gehört eher in die Kategorie Wahnsinn statt Werkstattkunst.
Der GLE fährt inzwischen wieder – mit echten Bremsen. Und die Polizei mit einem Fall, den sie so schnell nicht vergessen dürfte.
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