BRP Can-Am Spyder Roadster: Fahrbericht
Nicht Fisch, Nicht Fleisch

Was ist denn da los? Neue interessante Dreiräder bieten sich als spannende Alternativen für Sportfahrer an. Einer von ihnen ist der Can-Am Spyder Roadster. AUTO BILD SPORTSCARS-Autor Oliver Strohbach ist ihn gefahren.
- Oliver Strohbach
Ich fahre Dreirad – wie das schon klingt. Einem Dreijährigen kauft man den Satz wohlwollend ab (guter Junge). Aber einem Dreißigjährigen? Viel kommt da ja nicht in Frage – ein Trike vielleicht? Dafür braucht es aber viel Gemütlichkeit – nee, dafür sind wir noch nicht zu haben. Dann einen der witzigen historischen Morgan Threewheeler? Nicht schlecht, aber auch nicht sportlich genug. Gibt es denn nichts mit aktueller Technik, das richtig anmacht? Doch, vorsichtig wagen sich derzeit einige Hersteller mit sportlichen Dreirädern auf den deutschen Markt. Zum Beispiel BRP, der kanadische Konzern Bombardier Recreational Products und Spezialist für Motorschlitten und Jetski, stellt den Can-Am Spyder Roadster vor. Eine Mischung aus Motorschlitten, Motorrad und ein wenig Auto.
Überblick: Alle Automarken und alle Modelle

Das Bosch-ESP bremst das Dreirad sicher ein. Hat man dies probiert und verinnerlicht, beginnt der Spaß. Kräftig am Hahn drehen, und der 1000-Kubik-V2 von Rotax, dem österreichischen Motor- und Getriebehersteller, der auch zu Bombardier gehört, rasselt und peitscht voran, dass man auch als eingefleischter Biker Respekt zollt. Zudem machen der Gepäckraum und die breite Zweiersitzbank den Can-Am auch für lange Touren fit. Das Can-Am-Dreirad kann also ziemlich viel, vor allem bietet es aber all jenen, die nie auf den Gedanken gekommen wären, ein Motorrad zu kaufen, eine echte Alter- native, etwa als Drittfahrzeug für den zweiten Frühling.
Service-Links