Bugatti Veyron Pur Sang: Auktion in München
Einer von fünf: Dieser Bugatti ist so selten wie kaum ein anderer

Sieht aus wie ein Prototyp, ist aber ein Serienauto: der Bugatti Veyron Pur Sang. Nur fünf Exemplare entstanden, jetzt wird eines davon bei RM Sotheby's versteigert.
Bild: Keno Zache / Courtesy of RM Sotheby´s
Hochglanzpoliertes Aluminium trifft auf schwarzes Carbon – mehr braucht dieser Bugatti nicht, um aufzufallen. Der Veyron 16.4 Pur Sang verzichtet bewusst auf Lack und zeigt stattdessen seine Materialien offen: oben blankes Aluminium, unten Sichtcarbon, nur mit Klarlack versiegelt.
Als das Sondermodell 2007 auf der IAA vorgestellt wurde, sorgte es für Aufsehen. Designer Achim Anscheidt wollte mit dem Pur Sang die Struktur und Präzision der Konstruktion sichtbar machen – Technik als Gestaltungselement.

Poliertes Aluminium, sichtbares Carbon: Der Bugatti Veyron Pur Sang verzichtet auf Lack.
Bild: Keno Zache / Courtesy of RM Sotheby´s
Der Pur Sang kostete bei seiner Vorstellung rund 1,5 Millionen Euro und war damit noch teurer als ein "Standard"-Veyron. Alle fünf Exemplare waren sofort verkauft. Heute gilt das Modell als eines der seltensten und ungewöhnlichsten der modernen Bugatti-Ära.
Nummer eins von fünf
Das Exemplar, das bald bei RM Sotheby's in München versteigert wird, trägt die Nummer 1 dieser Kleinserie. Es wurde 2008 in Deutschland ausgeliefert, später in die Schweiz verkauft und 2018 nach Deutschland zurückgeholt. Laut Anbieter zeigt der Tacho 7629 Kilometer, verteilt auf drei private Besitzer.

Helles Leder und Aluminium bestimmen den Innenraum des Bugatti Veyron Pur Sang.
Bild: Keno Zache / Courtesy of RM Sotheby´s
Innen dominieren beiges und graues Leder, kombiniert mit gebürstetem Aluminium. Die Gestaltung folgt dem gleichen Ansatz wie das Exterieur: klare Linien, sichtbare Materialien, keine Effekthascherei. Selbst die Mittelkonsole aus massivem Aluminium bleibt unbehandelt. Zum Lieferumfang gehören Bedienungsanleitung, Serviceheft, Speed Key, Batterielader und Abdeckhaube, alles original aus Molsheim.
Unter der Hülle
Der Pur Sang wird, genau wie der Veyron 16.4, von einem Achtliter-W16-Motor mit vier Turboladern angetrieben. Er leistet 1001 PS, erreicht 407 km/h und beschleunigt in 2,5 Sekunden auf Tempo 100. Durch den Verzicht auf Lack und Dämmmaterial soll der Pur Sang rund 90 Kilogramm leichter als der Serien-Veyron sein.

1001 PS aus 16 Zylindern: Der W16-Motor des Pur Sang ist nicht nur Antrieb, sondern auch Blickfang.
Bild: Keno Zache / Courtesy of RM Sotheby´s
Am 18. Oktober 2025 kommt das Auto bei RM Sotheby's in München unter den Hammer. Der Schätzpreis liegt zwischen 1,8 und 2,2 Millionen Euro. Fahrzeuge dieses Typs erscheinen nur selten auf Auktionen – zuletzt wechselten Pur-Sang-Modelle meist im privaten Rahmen den Besitzer.
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