Bundesregierung plant Kfz-Steuerbefreiung
Sauber macht günstig

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Käufer umweltfreundlicher Autos sollen sich 2009 für zwei Jahre die Kfz-Steuer sparen dürfen. Eine Hilfe für die kriselnde Automobilindustrie, die sich die Bundesregierung zwei Milliarden Euro kosten lassen will.
(dpa/cj) Umweltfreundliche Neuwagen sollen künftig bis zu zwei Jahre von der Kfz-Steuer befreit werden. Diese Maßnahme zur Ankurbelung der Auto-Konjunktur plant die Bundesregierung, wie Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) am Donnerstag (30. Oktober 2008) im "Morgenmagazin" von ARD und ZDF bestätigte. Demnach werde Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) den Bundesländern den Vorschlag machen, "besonders saubere Fahrzeuge" für eine befristete Zeit von der Steuer auszunehmen. Später solle die Kfz-Steuer statt von der Größe des Hubraums vom CO2-Ausstoß abhängig gemacht werden. Vertreter aus Politik und Industrie hatten zuletzt zur Bewältigung der Krise in der Automobilindustrie schnelle Klarheit bei der Kfz-Besteuerung gefordert.
Steuerausfall wird auf zwei Milliarden Euro beziffert

Bild: AUTO BILD / Ralf Timm
Konjunkturprogramm auf Kosten der Steuerzahler?
Kritik an den Plänen kam von Opposition und Umweltschützern. "Schadstoffarm ist nicht automatisch CO2-arm", sagte Jürgen Trittin (Grüne). Wer einen Kaufimpuls geben möchte, der müsse die Anschaffung von sparsamen Autos, "also von Fahrzeugen mit weniger als 120 Gramm CO2 pro Kilometer", begünstigen, forderte der Ex-Umweltminister. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisierte, die Regelung sei ein reines Konjunkturprogramm auf Kosten der Steuerzahler. Von ihr würden auch Fahrzeuge mit extrem hohem Verbrauch profitieren. Das Bundeskabinett will das Vorhaben im Rahmen eines milliardenschweren Konjunktur-Gesamtpakets am kommenden Mittwoch (5. November) verabschieden.
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