Bisher waren die Strafen für Raser in Österreich nicht immer gleich hoch, weil ein einheitlicher Bußgeldkatalog fehlte. Damit soll es ab 1. September 2009 vorbei sein, meldet der ADAC. Dann treten für bestimmte Geschwindigkeitsüberschreitungen und Trunkenheitsfahrten höhere Strafen in Kraft. Wer auf Autobahnen bei erlaubten 130 km/h bis zu 10 km/h zu schnell unterwegs ist, muss künftig mit einer Strafe von 20 Euro rechnen. 20 km/h zu viel kosten 35 Euro, bei einer Überschreitung von 30 km/h sind 50 Euro fällig. Diese Beträge werden sofort erhoben, wenn der Verkehrssünder an Ort und Stelle angehalten wird. Wird der Sünder von einer festen Anlage geblitzt, beträgt die Strafe 30 Euro für Tempoverstöße bis zu 10 km/h, 45 Euro für bis zu 20 km/h und 60 Euro bis zu 30 km/h.

Auch in Deutschland wird vollstreckt

Wer innerorts etwa 40 km/h oder außerorts 50 km/h zu schnell ist, muss mit einer Strafe von mindestens 150 Euro und einem Fahrverbot von zwei Wochen rechnen. Auch Fahren unter Alkoholeinfluss wird teurer: Der Strafrahmen beträgt hier zwischen 300 und 5900 Euro, zudem sind Fahrverbote vorgesehen. Wer sich sicher fühlt, weil er nicht aus Österreich kommt, der sei gewarnt: Es gibt ein Abkommen zwischen Österreich und Deutschland, nachdem Bußgelder ab einer Höhe von 25 Euro auch in Deutschland vollstreckt werden.

Von

Stephan Bähnisch