Cabrio-Statistik 2009
Bayern vor Baden

Weniger Blech, mehr Kohle: Die aktuelle Cabrio-Statistik ist ein Spiegel des Reichtums. In drei deutschen Traum-Städtchen, jeweils in malerischer Landschaft gelegen, sind die meisten offenen Autos gemeldet.
(mit dpa) Was haben Starnberg, Baden-Baden und der Vortaunus mit Bad Homburg, Kronberg und Königstein gemeinsam? Malerische Mittelgebirgshänge, romantische Altstädte, mächtig dicke Brieftaschen – und jede Menge Cabriolets. Diese drei Regionen belegen in der aktuellen Cabrio-Hitliste des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) die Medaillenplätze. Heißt: Hier sind im Verhältnis zur Zahl aller gemeldeter Pkw die meisten ohne Dach. Im Kreis Starnberg bei München, Wochenend-Ziel der Schickeria, sind beachtliche acht Prozent aller Autos offen. Insgesamt zählt das dortige Landratsamt etwa 6000 Cabrios mit dem Kennzeichen-Kürzel STA. "Ein Zeichen, wie schön es doch ist, den weiß-blauen Himmel Bayerns auch mal ohne Dach überm Kopf zu genießen", scherzt Klaus Götzl, Geschäftsführer des Tourismusverbands Starnberger Fünf-Seen-Land.
Hier bekommen viele das Cabrio zum Abitur geschenkt

Bild: Stadt Starnberg
Am wenigsten Cabrios fahren in Deutschlands Armenhaus

Bild: Stadt Baden-Baden
Insgesamt sind in Deutschland rund 1,6 Millionen Cabrios gemeldet, die meisten davon mit 39.300 Stück in München. Es folgen Berlin und Hamburg mit je 37.600 und Köln mit 22.500. Relativ ähnlich liegt auch die Porsche-Dichte: Hier hat Hamburg im Vergleich der Bundesländer einen knappen Vorsprung vor Baden-Württemberg: Die Hansestadt, laut Statistik die Stadt mit den meisten Millionären in Deutschland, führt mit knapp sechs (5,89) Porsches je 1000 Pkw, berichtet das "Zeitmagazin". In der Heimat des Sportwagenbauers sind dagegen nur fünf Porsches auf 1000 Autos registriert. Dahinter folgen Hessen und Bayern (jeweils vier). Nicht verwunderlich: In den ostdeutschen Bundesländern ist – mit Ausnahme Berlins – der Anteil am geringsten.
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