"Ferrari?" – Karl Geiger winkt müde ab. "Die haben doch alle keine Kraft, brauchen immer hohe Drehzahlen." Das Credo des Münchner US-Car-Papstes lautet: Möglichst viel Hubraum, verteilt auf möglichst acht Zylinder. Oder anders ausgedrückt: Brutales Drehmoment ab Standgas, dann klappt's auch mit dem Durchzug. Kein Wunder also, dass Geiger den frisch übern Großen Teich geschipperten Camaro und Challenger unverzüglich einen Kompressor zwischen die Zylinderbänke pflanzt. Und wir reden hier nicht etwa von den lauwarmen V6-Basismodellen, sondern von den V8-Topversionen Camaro SS und Challenger SRT8.

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Geiger Chevrolet Camaro SS
Der 529 PS starke Geiger-Camaro ist ein herrlich unvernünftiges Auto. Burnouts zählen zu seinen leichtesten Übungen.
Ab Werk mit jeweils rund 430 PS und 570 Newtonmetern keinesfalls schwach auf der Brust, schaufelt das Roots-Gebläse noch mal 80 bis 100 Extra-Pferdchen drauf. Apropos Pferdchen: Das dritte moderne Pony-Car, der Ford Mustang, bringt in der Shelby-Version bereits serienmäßig einen Roots-Kompressor mit – sein Maximaldrehmoment von 692 Nm lässt Geiger gerade so durchgehen … Was liegt also näher, als ein Treffen der drei wiedergeborenen Ampelgegner zu arrangieren?

Die getunten Muscle-Cars pumpen jeweils über 500 PS ins Getriebe

Ford Shelby Mustang GT500
Im Shelby Mustang wird jeder Tritt aufs Gas mit gnadenlosem Vortrieb beantwortet.
Wie vor 40 Jahren, als sich zwischen die erbitterten Rivalen Ford Mustang und Chevrolet Camaro plötzlich die riesige Motorhaube des flammneuen Dodge Challenger schob. Und der Siebenliter-Hemi-V8 darunter unverblümt den bisherigen King of the Road, den Siebenliter-Shelby Mustang GT 500, herausforderte. Der Camaro S(uper)S(port) hielt mit bis zu 6,5 Liter Hubraum tapfer dagegen – hatten doch alle drei Quartermile-Brenner jeweils mindestens 400 SAE-PS. Das Rad der Zeit drehte sich weiter: Unsere getunten Modern Muscles pumpen heute deutlich über 500 DIN-PS in ihre Handschaltgetriebe.

Das Ergebnis des Power-Vergleichs erfahren Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel gibt es als Download im Heftarchiv.