Campen an der Ostsee
Die besten Ziele zwischen Lübeck und Kiel

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Die Ostsee ist mehr als die kleine Schwester der Nordsee. Sie ist perfekt für Sportler, Familien – und für Camper.
Bild: Picture Alliance/dpa
Die 200 Kilometer lange Küste zwischen Lübeck und Kiel hat alles, was für einen Urlaub am Meer wichtig ist: Sandstrände, wilde Dünen und erstaunlich viele Sonnenstunden. Als wären dies noch nicht genug Argumente für einen Ostsee-Trip, liefern sich die Seebäder derzeit ein beispielloses Seebrücken-Wettrüsten. Wer hat die längste? Wo steigen die besten maritimen Sommerfeste? Wo ist die wildeste Steilküste? Und was, um alles in der Welt, sind Kröpel? Antworten gibt’s in unseren Reisetipps – oder direkt an der Küste.
RENDSBURG
Härtestes Ruderrennen der Welt
Der "SH Netz Cup" zählt zu den wichtigsten Sport-Highlights im Norden. Zugleich ist das Ruderrennen auf dem Nord-Ostsee-Kanal das wohl härteste der Welt. Das liegt an der extremen Distanz von 12,7 Kilometern und den unberechenbaren Winden auf dem 1895 eröffneten Wasserweg. Hier misst sich der Deutschland-Achter im September zum mittlerweile 23. Mal mit der internationalen Weltelite. Weniger ernst geht es beim Rahmenprogramm zu. Doch auch beim Drachenbootrennen fließt viel Schweiß. Der Flüssigkeitsverlust lässt sich zum Glück schnell an einem der Getränke stände im Rendsburger Kreishafen wieder ausgleichen. Dazu gibt’s Musik, Spiele für Kids und auf Wunsch Autogramme der internationalen Ruder-Cracks.
BÜDELSDORF
NordArt
Die alte Eisengießerei und die Wagenremise der Büdelsdorfer Carshütte werden jeden Sommer zum Schauplatz internationaler Kunst. Auf der NordArt, einer der größten Ausstellungen für zeitgenössische Kunst in Europa, zeigen 200 internationale Künstlerinnen und Künstler Bilder, Skulpturen, Fotografien und Installationen. Auch ein angrenzender Park wird in die NordArt einbezogen und dient als Ausstellungsfläche unter freiem Himmel. Schwerpunkt der diesjährigen Schau ist die Türkei, die allein mit 17 Kunstschaffenden am Start ist. Traditionell ist auch China stark in Büdelsdorf vertreten. Filme zur NordArt, eine Liste der Künstlerinnen und Künstler sowie virtuelle Rundgänge sind online abrufbar. Die Ausstellung ist die perfekte Gelegenheit, um sich einen Überblick über die aktuelle internationale Kunstszene, Newcomer und Stars zu verschaffen. Während der NordArt laufen zudem den ganzen Sommer über Theaterstücke und Konzerte. Büdelsdorf bietet ein geballtes Kunst- und Kulturprogramm.
Kunstzentrum, Vorwerksallee, 24782 Büdelsdorf
Tel. 0 43 31-35 46 95, www.nordart.de
Termin: 3.6.–8.10.23, Öffnungszeiten: Di.-So. 11–19 Uhr
Preise: ab 18,50 Euro (Erw.), ab 16 Euro (ermäßigt)
Tel. 0 43 31-35 46 95, www.nordart.de
Termin: 3.6.–8.10.23, Öffnungszeiten: Di.-So. 11–19 Uhr
Preise: ab 18,50 Euro (Erw.), ab 16 Euro (ermäßigt)
KIEL
Fahrt im Heißluftballon
Wohin genau ein Heißluftballon nach dem Start in Kiel driftet, ist zwar nie so ganz genau absehbar. Sicher ist allerdings, dass die Mitfahrenden von oben beste Sicht auf Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt, auf die Förde, Laboe (Ziel 5), die Ostsee und den Nord-Ostsee-Kanal haben. Von oben verschmilzt die Küstenregion zu einer parkähnlichen Gartenlandschaft. Dazu die unglaubliche Stille in der Luft, nur unterbrochen vom dann und wann fauchenden Brenner. Für einen Trip im Ballon stehen Urlauber am besten früh auf, denn meist sind die Flugbedingungen direkt nach Sonnenaufgang am besten. Zur Belohnung geht es hoch hinaus. Während der Kieler Woche (Ziel 4) haben auch die Zuschauer am Boden richtig Spaß an den Ballonfahrern: Dann nämlich steigt die Willer Balloon Sail (16.-25. 6., www.balloon-sail.de) auf dem Nordmarksportfeld mit diversen Motivballons, von der aufgeblähten, bunten Matruschka bis zum Ballon in Form eines Luftschiffs.
A.O. Ballonreisen
Weg zum Badeteich 20-30, 21244 Buchholz
Tel. 0 41 81-3 90 97, www.ballonreisen.de
Preise: ab 209 Euro
Startplatz je nach Windrichtung
Weg zum Badeteich 20-30, 21244 Buchholz
Tel. 0 41 81-3 90 97, www.ballonreisen.de
Preise: ab 209 Euro
Startplatz je nach Windrichtung
Kieler Woche
Bei Norddeutschlands größter Party sind alle Augen aufs Wasser gerichtet: Zum Start des XL-Festes ziehen mehr als 100 Groß- und Traditionssegler über die Kieler Förde, vorbei an der maritimen Partymeile und Zehntausenden Schaulustigen. Die können auch aktiv werden, denn es gibt nicht nur haufenweise Segelregatten, sondern auch zig Mitsegelangebote. Bis zu drei Millionen Gäste aus aller Welt sind auf dem, am und hoch über dem Wasser (siehe Ziel 3) dabei. Es gibt Open-Air- Konzerte, Kleinkunst, Theateraufführungen, etliche Fahrgeschäfte, Folklore, Feuerwerk, Kulinarisches aus rund 30 Ländern – kurz: Die Kieler Woche ist ein internationales Großereignis, das nicht nur jeder Norddeutsche einmal im Leben besucht haben sollte. Wer einmal da war, kommt meist wieder.
LABOE
Marine-Ehrenmal und U-Boot U 995
Das Ehrenmal, ein 85 Meter hoher, begehbarer Backsteinriese, wurde 1936 zu Ehren der im 1. Weltkrieg Gefallenen der Kaiserlichen Marine an der Förde errichtet. Heute steht er für das Gedenken an die auf See Gebliebenen aller Nationen und ist zugleich Mahnmal für friedliche Seefahrt auf freien Meeren. Von oben geht der Blick über die Förde nach Kiel und bis weit auf die Ostsee. Zum Ehrenmal zählen außerdem ein unterirdischer Gedenksaal sowie die Historische Halle mit Schiffsmodellen und anderen schifffahrtgeschichtlichen Exponaten. Quasi vor der Tür steht das 1943 gebaute U-Boot U 995. Nach dem Krieg war es unter norwegischer Flagge für die Nato im Einsatz, bis es 1965 als Geschenk an Deutschland zurückging. Seit einem halben Jahrhundert liegt es nun als stählernes Museum und Mahnmal friedlich am Strand von Laboe. Wer durch das Boot hindurchgeht, muss auf seinen Kopf und die Schienbeine aufpassen, überall lauern Stolperfallen. Das Boot ist eindeutig ein Fall für Helm und Schienbeinschützer. Ein Wunder, dass in dieser beklemmenden Enge einst 45 Mann Besatzung lebten.
Strandstraße 92, 24235 Laboe
Tel. 0 43 43-49 48 49 62
www.deutscher-marinebund.de
Öffnungszeiten: tägl. 9–18 Uhr
Kombipreise Turm und U-Boot: 13 Euro (Erw.), 9 Euro (6-17 Jahre)
Tel. 0 43 43-49 48 49 62
www.deutscher-marinebund.de
Öffnungszeiten: tägl. 9–18 Uhr
Kombipreise Turm und U-Boot: 13 Euro (Erw.), 9 Euro (6-17 Jahre)
HOHENFELDE
Straußenfarm
Strauße sind schlau, schnell – und zu ihrem Leidwesen schmecken sie auch sehr gut. Besucher der Straußenfarm Ostseeblick können Fleisch sowie Wurst und etliche weitere Straußenprodukte wie Lederwaren des großen Vogels im Hofladen kaufen. Wer allerdings zuvor die Kinderstube der Savannenvögel besucht hat, bringt das vermutlich nicht mehr übers Herz. Hier flitzen kleine Blauhalsstrauße wild durcheinander und wirbeln dabei mächtig Staub auf. Ausgewachsen bringen es die dann bis zu zweieinhalb Meter großen, flugunfähigen Laufvögel auf eine Spitzengeschwindigkeit von 65 Kilometern pro Stunde. Auf der Farm erleben Besucher die Aufzucht der Tiere vom XL-Ei in der Brutstation über die Kükenaufzucht bis zum Respekt einflößenden ausgewachsenen Federvieh. Der Farmbesuch ist ein echtes Erlebnis – nicht nur für Kinder.
Ostseering 11, 24257 Hohenfelde
Tel. 0 43 85-9 07
www.straussenfarm-ostseeblick.de
Eintritt: 3 Euro (ab 10 Jahre), 2 Euro (6–9 Jahre), freier Eintritt für Kinder unter 6 Jahren
Tel. 0 43 85-9 07
www.straussenfarm-ostseeblick.de
Eintritt: 3 Euro (ab 10 Jahre), 2 Euro (6–9 Jahre), freier Eintritt für Kinder unter 6 Jahren
PANKER
Gut Panker
Mitten in der Holsteinischen Schweiz liegt eines der schönsten Landgüter Schleswig-Holsteins, das Gut Panker. Seit dem 18. Jahrhundert ist es in Familienbesitz der Landgrafen von Hessen, die die Hofanlage top in Schuss halten. Zum historischen Anwesen gehören das Herrenhaus, eine Kapelle, das Torhaus, mehrere Wirtschaftsgebäude mit familiengeführten Gutsgeschäften und einer Galerie sowie mehrere Pferdekoppeln und Wiesen. Alles in allem ist Gut Panker ein kleines, verschlafenes Dorf, in dem sich wunderbar ein Sommertag verbummeln lässt. Zum Beispiel mit einem Spaziergang über den Rundweg am Trakehnergestüt, die umliegenden Felder und einem Essen im Sterne- Restaurant 1797 mit moderner deutscher Küche. Besucher können das 500 Jahre alte Gut jederzeit besichtigen oder per Kutsche erkunden. Führungen sind nach Anmeldung möglich.
HEILIGENHAFEN
Hafenfesttage
Heiligenhafen nennt sich gern Sonnendeck der Ostsee. Tatsächlich liegt der Küstenort mit jährlich bis zu 2450 Sonnenstunden weit über dem Bundesdurchschnitt (ca. 2000). Urlauber können das schöne Wetter klassisch am Sandstrand, für einen Hafenbummel oder zum Hochseeangeln nutzen. Ab Mitte Juli wird es wegen der Hafenfesttage richtig voll an der Heiligenhafener Wasserkante. Bei der maritimen Party gibt’s Live-Musik, Mitmachaktionen und jede Menge Spaß für Kinder. Alles ein paar Nummern kleiner als bei Festen in den großen Nachbarstädten Kiel oder Lübeck, dafür aber familiär und entspannt.
Tourist-Info, Bergstraße 43, 23774 Heiligenhafen
Tel. 0 43 62-9 07 20
www.heiligenhafen-touristik und www.hafenfesttage.de
Graswarder
Tourist-Info, Bergstraße 43, 23774 Heiligenhafen
Tel. 0 43 62-9 07 20
www.heiligenhafen-touristik und www.hafenfesttage.de
Graswarder
Haben Sie schon mal ein 37 Grad warmes Seevogelei in der Hand gehalten? Oder ein frisch geschlüpftes Sturmmöwenküken? Bei einem geführten Rundgang über die Halbinsel Graswarder östlich der Seebrücke (Ziel 10) ist das möglich. In den Sommermonaten gehen Naturführer täglich zweimal mit Gästen über die zweieinhalb Kilometer lange und nur 300 Meter breite Nehrung durch Dünen und Salzwiesen und über feuchten Wattboden in die Sturmmöwenkolonie. Unterwegs gibt es Infos über alles, was hier wächst, krabbelt und herumfliegt. Highlight sind die rund 220 Sturmmöwen-Brutpaare und ihr krakeelender, anfangs reichlich zerzaust aussehender Nachwuchs. Eine sehr empfehlenswerte und abwechslungsreiche Tour. Natürlich lässt sich der Graswarder auch allein erkunden, dann aber ohne Besuch bei den Möwen. Der lange Sandstrand ist wie geschaffen für einen Spaziergang am Meer.
Infos zu Führungen
Nabu-Naturzentrum, Graswarderweg 11a, 23774 Heiligenhafen
Tel. 0 43 62-69 47
www.graswarder.de
Nabu-Naturzentrum, Graswarderweg 11a, 23774 Heiligenhafen
Tel. 0 43 62-69 47
www.graswarder.de
Erlebnis-Seebrücke
Seit einigen Jahren rüsten die Badeorte entlang der schleswig-holsteinischen Ostseeküste massiv auf. Ob in Scharbeutz, Haffkrug oder Weißenhäuser Strand – überall entstehen neue, großzügige Seebrücken. Die mit Abstand längste hat derzeit Heiligenhafen. Nahe der Marina reckt sie sich im Zickzack in die See und bietet Spielbereiche für Kinder, großzügige Sitzmöglichkeiten, bequeme Sonnenliegen, ein Badedeck – und öffentliche Toiletten. Denn der Weg von der Spitze der Erlebnis-Seebrücke zurück an Land ist lang. 435 Meter, um genau zu sein. Der edle Steg ist auch nachts eine Attraktion. Dafür sorgt die indirekte, an der Unterseite des Geländers installierte Beleuchtung. Sehr raffiniert. Besonderes Highlight ist die verglaste Meereslounge. Von hier aus können Seebrücken-Flaneure den Ostseewellen auch bei Schietwetter beim Schwappen zusehen.
Seebrückenpromenade, 23774 Heiligenhafen
FEHMARN
Mönchsweg
Wer Fehmarn, Deutschlands drittgrößte Insel, mit dem Rad umrunden will, muss Kondition für 78 Kilometer haben und idealerweise Gegenwind lieben. Das ist das grobe Anforderungsprofil für die Tour. Sie ist definitiv die Anstrengung wert, schließlich haben Radler immer das Meer und den Horizont im Blick. Bis auf ein paar rummelige Abschnitte im Süden bei Burg ist unterwegs auch nicht viel los. Wem die Inselumrundung zu lang ist, nimmt einfach den Mönchsweg quer durch Fehmarn und seine idyllischen Dörfer. Ein möglicher Startpunkt ist Albertsdorf nördlich der Fehmarnsundbrücke. Von dort aus geht es meist auf kleinen Nebenstrecken im weiten Bogen durch endlose Rapsfelder nach Puttgarden. Der Weg ist mit blau-weißen Schildern markiert, auf denen eine offene Kirchentür abgebildet ist. Unterwegs gibt es diverse kleine Läden und Einkehrmöglichkeiten in hübschen Dorfgasthöfen und Hofcafés. Vielleicht gibt es dort Kröpel, eine Fehmarner Spezialität: in Fett gebackene, zuckerpanierte Hefeteigkugeln. Petersdorf ehrt die Kröpel sogar jeden Sommer mit einem Fest, dieses Jahr am 30. August.
Galileo-Wissenswelt
Die Wissenswelt versteht sich als erdgeschichtliches Kinder- und Jugendmuseum zum aktiven Erleben und Mitmachen. Es spannt den Bogen von der Entstehung des Lebens bis zu den ersten Menschen und zeigt erstaunliche Exponate wie das Original- Skelett eines Entenschnabeldinosauriers. Besucher werden aber nicht einfach nur an gläsernen Schauvitrinen vorbeigeführt. Im Gegenteil. Das Museum ist ein großes Experimentierfeld, auf dem der Nachwuchs aufgefordert ist, sich die Welt ein Stück weit selbst zu erklären. Das gilt besonders für den spannenden Technik- Bereich, in dem es unter anderem um Naturphänomene geht. Was löst einen Blitz aus? Auch die meisten Erwachsenen können diese Frage nicht genau beantworten. Dann sind auch sie ein klarer Fall für die Wissenswelt. Ein hochinteressantes und spannendes Museum, nicht nur für Kinder und Jugendliche.
Mummendorfer Weg 11b, 23769 Fehmarn
Tel. 0 43 71-86 44 46
www.galileo-fehmarn.de
Öffnungszeiten: tägl. 10–18 Uhr
Preise siehe Internet
Tel. 0 43 71-86 44 46
www.galileo-fehmarn.de
Öffnungszeiten: tägl. 10–18 Uhr
Preise siehe Internet
Fahren ohne Führerschein
Wer auf Fehmarn ohne Führerschein fährt, muss nicht unbedingt eine Strafe fürchten. Zumindest nicht, wenn es sich bei dem Fahrzeug um ein führerscheinfreies Charterboot handelt. Hobby-Kapitäne können die kleinen Wasserflitzer stunden- oder tageweise ohne Sportboot- Lizenz ausleihen und zum Beispiel auf Fischbeobachtungstour gehen. Die Boote sind bis zu acht Knoten schnell (knapp 15 km/h) und mit Fischfinder, Seekartenplotter sowie etlichen weiteren nützlichen und wichtigen Extras wie Rettungswesten ausgestattet. Wer möchte, kann den Seetag auch einfach nur faul auf dem Meer verbringen, sich von den Wellen verschaukeln lassen oder irgendwo zum Baden und Sonnen vor Anker gehen.
Ostsee-Charterboote
Am Rundsteg, 23759 Burgtiefe
Tel. 01 57-58 26 58 34
www.ostsee-charterboote.de
Preise: 110 Euro (drei Stunden), ab 160 Euro (Tag), 250 Euro Barkaution
Am Rundsteg, 23759 Burgtiefe
Tel. 01 57-58 26 58 34
www.ostsee-charterboote.de
Preise: 110 Euro (drei Stunden), ab 160 Euro (Tag), 250 Euro Barkaution
OLDENBURG
Wallmuseum
Oldenburg in Holstein ist slawischen Ursprungs und hieß früher Starigard (alte Burg). Das Wallmuseum zeichnet die slawische Geschichte der Region anhand archäologischer Funde nach, die in mehreren historischen Bauernhäusern zu sehen sind. Nebenan, in einem auf einer künstlichen Insel nachgebauten slawischen Dorf, erwacht die Slawenzeit quasi zu neuem Leben. Beim Dorfrundgang und der Besichtigung eines slawischen Handelsschiffs bekommen Besucher einen authentischen Eindruck davon, wie die Menschen im Frühmittelalter lebten. Wie sie arbeiteten, ist in einem angrenzenden Waldstück zu sehen. Hier steht eine Einsiedelei, eine Handwerkersiedlung mit Schmiede, Seilerei, Holzhandwerkerhütte, Händlerhaus, slawischem Fürstenhof und Verteidigungswall. Ein sehr interessantes Museum, das durch viele originalgetreue Details und seine schiere Größe beeindruckt. Tipp: die Slawentage am 22./23. Juli mit slawischem Mittelaltermarkt.
Professor-Struve-Weg 1, 23758 Oldenburg/ Holstein
Tel. 0 43 61-62 31 42
www.oldenburger-wallmuseum.de
Öffnungszeiten: Di.-So. 10-17 Uhr
Preise: 8 Euro (Erw.), 6 Euro (ermäßigt), ab 3 Euro (Kinder), 18 Euro (Familien)
Tel. 0 43 61-62 31 42
www.oldenburger-wallmuseum.de
Öffnungszeiten: Di.-So. 10-17 Uhr
Preise: 8 Euro (Erw.), 6 Euro (ermäßigt), ab 3 Euro (Kinder), 18 Euro (Familien)
LENSAHN
Museumshof
Das Leben auf dem Land war hart, damals, im 19. Jahrhundert. Fast alles war Handarbeit. Auf dem Museumshof Lensahn können Besucher selbst ausprobieren, wie es sich anfühlt, ein Feld nur mit Muskelkraft zu beackern oder am Mahlstein Getreide zu zermalmen. Zarte Bürohände sind binnen Minuten ruiniert. Weit weniger anstrengend ist es natürlich, die handzahmen heimischen Haustiere zu streicheln. Noch Faulere gehen direkt in die Gaststube und bestellen ein Bauernfrühstück. Ein Abstecher in die Maschinenhalle und die Feuerscheune sollte anschließend aber bitte noch drin sein. Hier stehen bis zu 170 Jahre alte landwirtschaftliche Geräte. Nicht bei allen wird Laien sofort klar, wofür sie früher gut waren. Das gilt auch für die hauswirtschaftlichen Geräte und Werkzeuge, die im Hauptgebäude zu sehen sind. Manche muten wie Folterwerkzeuge an. Das waren sie manchmal auch – für die Menschen, die sie bedienen mussten.
Bäderstraße 18, 23738 Lensahn
Tel. 0 43 63-9 11 22
www.museumshof-lensahn.de
Öffnungszeiten im Sommer: tägl. 10–18 Uhr
Preise: 6 Euro (Erw.), ab 2,50 Euro (Kinder)
Tel. 0 43 63-9 11 22
www.museumshof-lensahn.de
Öffnungszeiten im Sommer: tägl. 10–18 Uhr
Preise: 6 Euro (Erw.), ab 2,50 Euro (Kinder)
MALENTE
Gut Immenhof
Reiten, Wellness, richtig gut essen gehen: Das sind die wichtigsten Programmpunkte für Urlauber am Kellersee. Genauer: auf Gut Immenhof. Hier können Feinschmecker zwischen zwei Restaurants wählen: Im Rodesand kommen Seezunge, schottischer Label-Rouge-Lachs und Crêpe Suzette auf den Tisch. Das vom Guide Michelin ausgezeichnete Melkhus serviert Klassiker wie Kartoffelsuppe oder im Ofen gebackenen Blumenkohl mit Landbrot – einfach, aber doch raffiniert und recht günstig. In der Jantzens Bar können Gäste dann stilvoll nachspülen. Das ist Leben wie Gott in der Holsteinischen Schweiz.
Wildnis-Seminar
Wie mache ich Feuer ohne Hilfsmittel? Welche Wildkräuter kann ich essen? Wie baue ich ein regensicheres Lager im Wald? Antworten darauf gibt Survival-Trainer Detlef Kamerau in seinen Seminaren. Neben einem Grundkurs bietet der ehemalige Bundeswehrsoldat eine ganze Reihe spezieller Kurse an, zum Beispiel zum Thema Fischen und Jagen, Selbsthilfe in Notfällen, Outdoor-Küche oder Überleben in der Wildnis ohne Ausrüstung, also quasi Extrem-Camping weit außerhalb der Komfortzone. Die speziellen Seminare sind teilweise recht fordernd, Survival-Einsteigern sei daher der Basiskursus empfohlen. Dabei gibt der Trainer tolle praktische Tipps, die tatsächlich auch hier und da im Camping-Alltag weiterhelfen können. Zumindest lassen sich daraus schöne Anekdoten für den nächsten Grillabend stricken. Survival-Training ist eben nicht nur lehrreich, sondern bietet auch viel Stoff für allerlei "Wildnis-Garn".
Outdoor/Survival-Schule Malente, Detlef Kamerau
Godenbergredder 3, 23714 Bad Malente
Tel. 01 52-07 29 97 72
www.survival-malente.de
Preise siehe Internet
Godenbergredder 3, 23714 Bad Malente
Tel. 01 52-07 29 97 72
www.survival-malente.de
Preise siehe Internet
PLÖN
Schloss
Die einstige Festungsanlage hat eine sehr wechselvolle Geschichte hinter sich. Über die Jahrhunderte setzten ihr immer wieder Feuersbrünste und Kriege zu. Im Dreißigjährigen Krieg war die Burg dermaßen heruntergekommen, dass Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Plön sie komplett abräumen und im Stil der Renaissance neu bauen ließ. Heute gehört das Schloss der Optikerkette Fielmann, die es als Bildungsstätte nutzt. Nach Voranmeldung sind die herzoglichen Gemächer und das Paradezimmer sowie der Rittersaal und die zweigeschossige Schlosskapelle zu besichtigen. Besonders sehenswert ist auch das kleine Prinzenhaus im Schlosspark. Es wurde Mitte des 18. Jahrhunderts im Rokoko-Stil als "Maison de Plaisance“ fertiggestellt und wird heute für Konzerte und Trauungen genutzt. Bei Führungen können sich Besucher die prächtigen, künstlerisch ausgestatteten Räume ohne störende Absperrungen ansehen.
Prinzenhaus: Schlossgebiet 10, 24306 Plön
Tel. 0 45 22-50 27 30
www.prinzenhausploen.de
Führungen Mi. und So., Preise: 6 Euro (Erw.), 4 Euro (Schüler), 15 Euro (Familien)
Tel. 0 45 22-50 27 30
www.prinzenhausploen.de
Führungen Mi. und So., Preise: 6 Euro (Erw.), 4 Euro (Schüler), 15 Euro (Familien)
EUTIN
Stadtfest und Flohmarkt
Warum gehen die Eutiner ungern im August auf Reisen? Ganz einfach, weil in der zweiten Monatshälfte das traditionelle Stadtfest steigt. In diesem Jahr findet die 37. Auflage statt, wie immer mit 40 (!) Bands auf mehreren Bühnen und einem Flohmarkt mit gewerblichen und vielen privaten Anbietern. Es ist der größte Norddeutschlands. Zentrum der Party sind der Marktplatz und der Bereich um das Schloss. Hier spielt im Wortsinn die Musik, am Schloss läuft zusätzlich das Theater- und Kleinkunstprogramm. Am Sonntagmorgen wird der gesamte Schlossplatz zur Kirche: Traditionell findet hier der evangelische Open-Air-Gottesdienst statt. Wer eine Pause vom Festtrubel in der Innenstadt braucht, besichtigt am besten das 850 Jahre alte Eutiner Schloss oder verkrümelt sich in den Schlossgarten, besser noch in den ruhigen Seepark.
Tourist-Info: Markt 19, 23701 Eutin
Tel. 0 45 21-7 09 70
www.holsteinischeschweiz.de/eutin
Termin: 18.–20.08.23
Tourist-Info: Markt 19, 23701 Eutin
Tel. 0 45 21-7 09 70
www.holsteinischeschweiz.de/eutin
Termin: 18.–20.08.23
CISMAR
Hof Klostersee
Das Gut nahe Kellenhusen ist weit mehr als nur ein weiterer Bio-Hofladen mit Landbäckerei, -käserei, Café und glücklichen Tieren. Hof Klostersee versteht sich als umfassendes Projekt, das über die biologisch-dynamische Landbewirtschaftung hinausgeht. Die Hofgemeinschaft ist in einem gemeinnützigen Verein organisiert und engagiert sich für das Zusammenleben von Jung und Alt. Auf dem Anwesen wohnen sowohl Vereinsmitglieder als auch Mieter mehrerer Generationen eng zusammen und entscheiden gemeinsam über die Belange des Hofs. Das funktioniert seit rund 40 Jahren nahezu reibungslos. Bei kostenlosen Führungen (Spenden willkommen) erklären die Bewohner ihr Wohn-, Lebens- und Wirtschaftskonzept. Als Souvenir eignen sich die Bio-Hofprodukte. Tipp: der sündhafte Kuchen, das frische Brot – und der Käse, dessen Rohstoff die 60 Milchkühe des Hofs liefern.
Klostersee 1, 23743 Grömitz
Tel. 0 43 66- 88 40 61
https://klostersee.org
Öffnungszeiten: Mo.–Sa. 9-18 Uhr
Hofführungen im Sommer immer dienstags ab 10 Uhr
Tel. 0 43 66- 88 40 61
https://klostersee.org
Öffnungszeiten: Mo.–Sa. 9-18 Uhr
Hofführungen im Sommer immer dienstags ab 10 Uhr
GRÖMITZ
Ostsee-Kletterpark
Der supermoderne Platz liegt direkt am Lensterstrand und bietet mehr als 60 (!) Kletterstationen an bis zu 14 Meter hohen Holzstämmen und Gerüsten. Kletterer mit Kondition können hier stundenlang gut gesichert herumkraxeln, an hoch über dem Boden baumelnden Seilen hängen und von oben den freien Blick aufs Meer genießen. Eher Bodenständigen sei der zum Kletterpark gehörende Minigolfplatz empfohlen. Nebenan liegt zudem ein öffentlicher Spielplatz, es gibt ein Café, einen Aussichtsturm und kostenlose Grillplätze. Wer sich selbst grillen möchte, legt sich einfach auf den grünen Deich in die Ostseesonne. Ein schönes Areal am Strand mit tollem Freizeitangebot.
Blankwasserweg 120, 23743 Grömitz
Tel. 0 45 62-2 66 29 40
www.kraxelmaxel.de, "Kletterpark Grömitz“ anklicken
Öffnungszeiten und Preise tagesabhängig, siehe Internet
Tel. 0 45 62-2 66 29 40
www.kraxelmaxel.de, "Kletterpark Grömitz“ anklicken
Öffnungszeiten und Preise tagesabhängig, siehe Internet
NEUSTADT
Sieben-Bäder-Tour
Zu den schönsten Ostsee-Ausflügen zählt die Panoramafahrt auf der MS Hanseat II. Sie führt durch die komplette Lübecker Bucht und bietet Bucht-Neulingen einen perfekten Überblick darüber, wo denn bitte Haffkrug und Sierksdorf, Niendorf, Timmendorfer Strand und Scharbeutz anfangen und enden. Das ist gar nicht so einfach zu erkennen, denn die Badeorte entlang der 55 Kilometer langen Küstenlinie der Lübecker Bucht sind teilweise zusammengewachsen. Klar erkennbar ist dagegen der bewaldete Barendorfer Strand an der Ostseite der Bucht. Er gehörte einst zur DDR und war Sperrgebiet. Als Zugabe dreht Kapitän Granzow eine große Ehrenrunde durch den Neustädter Hafen, gleichzeitig Start- und Endpunkt der Tour ist Neustadt.
Reederei Belis, Strandstraße 32
23669 Timmendorfer Strand, Ortsteil Niendorf
Infos zur Sieben-Bäder-Tour bei Kapitän Herbert Granzow
Tel. 01 70-7 74 72 37
www.ostsee-rundfahrten.de, "Ausflugsfahrten“ und "Neustadt“ anklicken
23669 Timmendorfer Strand, Ortsteil Niendorf
Infos zur Sieben-Bäder-Tour bei Kapitän Herbert Granzow
Tel. 01 70-7 74 72 37
www.ostsee-rundfahrten.de, "Ausflugsfahrten“ und "Neustadt“ anklicken
SIERKSDORF
Zeidlerklause
Sierksdorf mit seinen reetgedeckten Fischerkaten, alten Gutshöfen und der nahen Steilküste zählt zu den schönsten Orten an der schleswig-holsteinischen Ostsee. Das sahen Urlauber schon um 1850 so, als Sierksdorf zum Badeort aufstieg und im Sommer auch viele Künstler anlockte. Die kamen auch wegen der berühmten Sierksdorfer Scholle. Noch heute verkaufen Fischer den frischen Fisch direkt vom Kutter. Wer sich die aufwendige Zubereitung im Reisemobil ersparen will, kehrt zum Beispiel in die Zeidlerklause ein. Die sieht zwar von außen nicht allzu einladend aus, liegt aber direkt an der Promenade, bietet Seeblick und wird von Gästen durchweg sehr gut bewertet. Wirtsfamilie Klockgether serviert verschiedene Schollenvariationen und natürlich diversen anderen Seefisch. Tipp: Im Restaurant gibt es ein süßes Souvenir: Ostseehonig aus der hauseigenen Imkerei.
Am Strande 6, 23730 Sierksdorf
Tel. 01 76-56 96 98 66
www.zeidlerklause.de
Öffnungszeiten: 11-21 Uhr, Mi. Ruhetag
Tel. 01 76-56 96 98 66
www.zeidlerklause.de
Öffnungszeiten: 11-21 Uhr, Mi. Ruhetag
SCHARBEUTZ
Tag im Strandkorb
Die meisten Ostseeurlauber wollen vor allem eines: baden. Im Meer und in der Sonne. An der gut 200 Kilometer langen Küste zwischen Kiel und Lübeck geht das so ziemlich überall. Besonders viele Badegelegenheiten bieten sich an der Lübecker Bucht, zum Beispiel in Scharbeutz, das wegen seiner "Ost-Ausrichtung“ für seine malerischen Sonnenaufgänge über dem Meer bekannt ist. Und dafür, dass es am Strand recht ruhig zugeht. Einzige Ausnahme ist aktuell der Bereich um die Seebrückenbaustelle. Der barrierefreie Neubau wird 276 Meter ins Meer ragen und teilweise doppelstöckig sein. Bis es so weit ist, mieten Strandurlauber am besten einen Strandkorb abseits der Baustelle. Das ist nicht allzu schwer: Der Scharbeutzer Sandstrand ist 6,5 Kilometer lang. Das Schöne an Scharbeutz und dem Nachbarort Timmendorf: Die Ortsmitte mit Geschäften, Cafés und Restaurants liegt gleich hinter der Promenade, also quasi am Wasser. Wem der Blick vom Strandkorb aufs Meer zwischendurch zu langweilig wird, macht einfach einen kleinen Dorfspaziergang.
Strandallee 134, 23683 Scharbeutz
Tel. 0 45 03-7 79 41 60
www.luebecker-bucht-ostsee.de
Strandkorbpreis: ab 15 Euro/Tag
Tel. 0 45 03-7 79 41 60
www.luebecker-bucht-ostsee.de
Strandkorbpreis: ab 15 Euro/Tag
TIMMENDORFER STRAND
Shoppen und Meer
Im Juli, zur Travemünder Woche (Ziel 27), wird die Promenade des Badeortes zur Partymeile. In der übrigen Zeit sind Trelleborgallee und Vorderreihe mitsamt der vielen kleinen Nebenstraßen ein wahres Shopping- Paradies. Neben Cafés und Restaurants gibt es hier viele kleine Geschäfte mit individuellem Angebot. Schuhe, Markenkleidung, Wäsche, Schmuck, Kosmetik, Outdoor-Ausrüstung – entlang der Flaniermeile an der Trave gibt es so ziemlich alles. Natürlich auch Souvenirs, und zwar auch sehr hochwertige. Wer zu Hause (und in der Heckgarage!) noch Platz für eine antike Kommode hat, wird in Travemünde sicher fündig. Noch größer ist die Auswahl auf der Lübecker Altstadtinsel. Hier gibt es ein Dutzend gut sortierter Antiquitätenhändler.
BRODTENER UFER
Steilküsten-Spaziergang
"Das Meer ist keine Landschaft. Es ist das Erlebnis der Ewigkeit.“ Wer so etwas sagt, ist über beide Ohren verliebt: in die See. Das Zitat stammt von Literaturnobelpreisträger Thomas Mann. Den Lübecker zog es häufig zu Spaziergängen an die Lübecker Bucht. Wer auf Manns Spuren wandeln will und seine Liebe zum Meer teilt, geht am besten die wilde Steilküste zwischen Travemünde und Niendorf entlang. Der Weg muss regelmäßig ein paar Meter weiter ins Land verlegt werden. Denn die Ostsee knabbert an dem bis zu 20 Meter hohen Steilufer und stiehlt sich bei jedem Sturm etwas Land. Die einfache Tour dauert ungefähr eine Stunde. Etwas mehr Zeit kostet der Strandspaziergang unterhalb der Steilküste. Denn hier versperren immer wieder kleine Hindernisse den Weg, zum Beispiel ins Meer gestürzte Baumstämme. Und bei stärkerer Brandung gibt’s auch mal nasse Füße.
Infos im Tourist-Büro Travemünde
Am Leuchtenfeld 10a, 23570 Lübeck
Tel. 04 51-8 89 97 00
www.travemuende-tourismus.de
Am Leuchtenfeld 10a, 23570 Lübeck
Tel. 04 51-8 89 97 00
www.travemuende-tourismus.de
TRAVEMÜNDE
Travemünder Woche
Mit mehr als 35 Regatten zählt das Segel-Event im Seebad Travemünde zu den wichtigsten Wassersportveranstaltungen Europas. Hier trifft sich die Elite des Segelsports zum Kräftemessen – und zum Feiern: Die Festivalmeile füllt sich jedes Jahr mit Hunderttausenden Besuchern. Ihr Blick geht natürlich aufs Wasser, auf dem es ähnlich eng zugeht wie an Land. Knapp 2000 Segler und etwa 1000 Boote tummeln sich in der Bucht. Das Rahmenprogramm ist kaum überschaubar: Beinahe rund um die Uhr laufen Musik- und Tanzshows internationaler Künstler auf mehreren Bühnen, jeder Abend endet mit einem XL-Feuerwerk. Nachmittags kann es reichlich voll auf der Party-Promenade werden. Besucher können dem schlimmsten Gedränge entgehen, wenn sie sich zwischendurch in die Beach Area zurückziehen. Hier, im Zeltdorf, geht es recht "chillig“ zu, denn das Partyvolk verteilt sich auf eine größere Fläche. Für gut eine Woche ist die Beach Area der größte Beach Club Europas.
Tourist-Info, Am Leuchtenfeld 10a, 23570 Lübeck
Tel. 04 51-8 89 97 00
www.travemuender-woche.com
Termin: 21.–30.07.23
Tel. 04 51-8 89 97 00
www.travemuender-woche.com
Termin: 21.–30.07.23
LÜBECK
Rathausführung
Einst war das Lübecker Rathaus die Machtzentrale der Hanse. Von hier aus lenkte traditionell der jeweilige Bürgermeister als Vormann die Geschicke des mittelalterlichen Kaufmannsbundes. Die Anfänge des historischen Gebäudes auf der Altstadtinsel gehen auf das Jahr 1226 zurück, seitdem wurde es immer wieder im Stil der jeweiligen Zeit verändert und erweitert. Wer sehen möchte, wie es hinter der Backstein-gotik-Fassade des Rathauses aussieht und welche Siege, Niederlagen und Tragödien sich über acht Jahrhunderte in seinem Inneren abgespielt haben, bucht am besten gleich eine komplette Stadtführung. Sie führt zwei Stunden lang kreuz und quer durch die Gassen der von der Unesco als Weltkulturerbe gekrönten Altstadtinsel und natürlich auch ins Heiligtum von Stadt und Hanse, das historische Rathaus. Aktuell residiert hier Bürgermeister Jan Lindenau. Er ist der 229. Stadt-Boss seit dem Jahr 1201. Wie seine vielen Vorgänger ist er gleichzeitig Vormann der Hanse, die formal noch immer existiert. Der Bund wurde niemals aufgelöst.
Tourist-Info, Holstentorplatz 1, 23552 Lübeck
Tel. 04 51-8 89 97 00
www.luebeck-tourismus.de
Preis Stadt- und Rathausführung: 13 Euro
Tel. 04 51-8 89 97 00
www.luebeck-tourismus.de
Preis Stadt- und Rathausführung: 13 Euro
Niederegger-Salonführung
Beim Stichwort Lübeck denken die meisten sofort an den Weihnachtsmarkt, Thomas Mann – und natürlich an Marzipan. Zu den bekanntesten Herstellern zählt Niederegger. Heute stellt der 200 Jahre alte Traditionsbetrieb nach eigenen Angaben täglich bis zu 30 Tonnen Marzipan her. Zutaten sind lediglich Mandeln und Zucker. Dennoch ist die Produktion der süßen Rohmasse sehr aufwendig. Wie genau aus den Fruchtkernen der Mandelbäume Marzipan wird, erfahren Besucher des Niederegger-Museums "Marzipan-Salon“ in einem Film. An dieser Stelle sei nur so viel verraten: Eine wichtige Rolle spielen seltsame Dinge wie Waschtrommeln, große Granitwalzen und Trockeneis. Heraus kommt eine weltweit geschätzte und exportierte Delikatesse, die Salonbesucher zum Abschluss des Museumsrundgangs bei Kaffee, Tee oder Schokolade probieren können. Dafür stehen Niederegger-Nusstorte, klassische Pralinen oder Marzipanlikör zur Auswahl. Am besten genau in dieser Reihenfolge verkosten!
Marzipan-Salon im Café Niederegger
Hüxstraße 4, 23552 Lübeck
Tel. 04 51-5 30 10
www.niederegger.de
Besuchsprogramm, Termine und Preise siehe Internet
Hüxstraße 4, 23552 Lübeck
Tel. 04 51-5 30 10
www.niederegger.de
Besuchsprogramm, Termine und Preise siehe Internet
ALLE ANGABEN OHNE GEWÄHR.
Bitte prüfen Sie vor Ihrer Abreise alle Angaben wie Öffnungszeiten und Preise.
Bitte prüfen Sie vor Ihrer Abreise alle Angaben wie Öffnungszeiten und Preise.
Autor: Jens Lehmann
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