Canan Bayram im Kurz-Interview
"BMW wollte keine Flüchtlinge nebenan"

–
Canan Bayram (47), Sprecherin für Integration der Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, über die mutmaßliche Ablehnung eines benachbarten Flüchtlingsheimes durch BMW.
AUTO BILD: Sie werfen dem Berliner Senat vor, auf Drängen von BMW zugesagt zu haben, ein Flüchtlingsheim zu schließen. Wie kommen Sie darauf? Canan Bayram: Es gibt viele Anhaltspunkte in den Akten. Unter anderem einen Brief von 2011, in dem die Senatskanzlei der Berliner BMW-Niederlassung bestätigte, dass das Flüchtlingsheim bei Eröffnung der neu geplanten, an das Grundstück angrenzenden BMW-Repräsentanz 2014 nicht mehr betrieben wird. Das ist für mich ein eindeutiger Nachweis, dass es eine Zusage gab. BMW und der Senat bestreiten eine Vereinbarung. Es habe sich lediglich um den Austausch von Informationen gehandelt. Aus den Akten geht hervor, dass BMW den Weiterbetrieb des Flüchtlingsheims zum Ausschlusskriterium für den eigenen Bau gemacht hat. In einem Gesprächsvermerk steht ganz klar, dass der Konzern die 80 Millionen Euro sonst nicht investieren würde.
"BMW scheint sich zu öffnen"

Canan Bayram ist Sprecherin für Intergration der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus.
Bild: Werk
Service-Links