Der lange Integrierte, ein schwer erfüllbarer Lebenstraum? Der neue Carado macht den großen Einstieg für Normalos erreichbar.
Carado präsentiert seinen ersten Integrierten für Einsteiger. Mal ehrlich, das klingt immer noch ein bisschen gewöhnungsbedürftig, oder? Weil die Königsklasse lange nur für Vielverdiener erschwinglich war. Das ändert sich gerade, und Carado fährt mit den neuen I 447 (zwei Einzelbetten) und I 449 (Queensbett) vorne mit. Unkompliziert, verlässlich und preisbewusst wollen die neuen Integrierten sein. Und dabei eben: schööön groß.
Die Verarbeitung überzeugt auch beim zweiten Hinsehen
Camping-Lounge: Bei so vielen Sitzgelegenheiten sind Gäste immer willkommen.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Das ist er: Ein Wohnmobil für Camper, denen Platzangebot und Fahrkomfort wichtiger sind als teure Einrichtungs-Spielereien. Auf seinen 7,43 Metern bietet der I 449 viel Lebensraum, der dank sechs Dachluken lichtdurchflutet daherkommt. Wenn's draußen dämmert, sorgt die indirekte Beleuchtung für Wohlfühl-Atmosphäre. Beim Innenraum-Design vertritt der Integrierte eine uneitle Stilauffassung: Helles Dekor und mattweiße Einsätze passen für die Mehrheit jüngerer Käufer, während die Marmor-Optik von Tisch und Küchenarbeitsplatte ein bisschen nach Möbeldiscounter aussieht. Doch anders als dort überzeugt die Verarbeitung auch beim zweiten Hinsehen: Alles wirkt solide und belastbar, die Schubläden sind leichtgängig, das Geräuschniveau beim Fahren ist niedrig.
Das Queensbett ist üppig, lässt im Rest des Zimmers aber kaum Bewegungsfreiheit.
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Das hat er: Handtuchhalter und Spiegel, die beweisen, dass Carado einen Blick für lebensnahe Details hat. Bei der Zuladung hapert's allerdings, wie so oft in der 3,5-Tonnen-Klasse: Gerade mal 476 Kilogramm! Und das bei einem Auto, das geradezu einlädt, mit vier Erwachsenen unterwegs zu sein. Auf den eineinhalb mal knapp zwei Meter großen Liegewiesen in Bug und Heck können sie sich buchstäblich lang legen. Für Reisende ohne Modelmaße wird es rechts allerdings schwierig, sich durch den knappen Spalt zwischen Queensbettrand und Wand zu quetschen. Und auch nebenan wird's knapp. Die Toilette mit geschlossener Tür zu benutzen ist unbequem bis fast unmöglich – je nach Leibesfülle.
Der I 449 punktet mit seinem Fahrverhalten
So fährt er: Das ESP ist perfekt auf die Maße und Masse des I 449 abgestimmt, regelt sehr fein und greift im richtigen Moment ein. Blöd nur: Das ESP kostet extra und steckt mit Klima, Beifahrer-Airbag und Tempomat im Chassis-Paket für 2149 Euro. Außerhalb des Grenzbereichs punktet der Carado mit dynamischem und vor allem handlichem Fahrverhalten – auch mit dem 130-PS-Basismotor unseres Testwagens. Eine Rückfahrkamera ist bei knapp siebeneinhalb Metern allerdings empfehlenswert. Gerade für ungeübte Fahrer lässt sich das lange Heck nur schwer mit den Seitenspiegeln überblicken.
Bildergalerie
Wohnmobil-Test Carado I 449
Fazit
von AUTO BILD
Die junge Erfolgsmarke Carado beweist auch beim neuen Integrierten: Ein gutes Familien-Reisemobil muss nicht teuer sein. Der neue I 449 ist weder beim Design noch im Grundriss eine Revolution, dafür ein handfester Begleiter mit viel Platz und wenigen Macken.
Wohnmobil-Test Carado I 449
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Die langen Integrierten gelten als Königsklasse unter den Wohnmobilen und waren lange nur für Vielverdiener erschwinglich. Das ändert sich gerade, und Carado fährt mit den neuen I 447 (zwei Einzelbetten) und I 449 (Queensbett) vorne mit. Unkompliziert, verlässlich und preisbewusst wollen die neuen Integrierten sein. Hier stellt sich der I 449 dem Wohnmobil-Test.
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Der Carado I 449 ist ein Wohnmobil für Camper, denen Platzangebot und Fahrkomfort wichtiger sind als teure Einrichtungs-Spielereien. Auf seinen 7,43 Metern ...
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... bietet der I 449 viel Lebensraum, der dank sechs Dachluken lichtdurchflutet daherkommt. Wenn's draußen dämmert, sorgt die indirekte Beleuchtung für Wohlfühl-Atmosphäre.
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Beim Innenraum-Design vertritt der Integrierte eine uneitle Stilauffassung: Helles Dekor und mattweiße Einsätze passen für die Mehrheit jüngerer Käufer, während die Marmor-Optik von Tisch und Küchenarbeitsplatte ein bisschen nach Möbeldiscounter aussieht. Doch die Verarbeitung auch beim zweiten Hinsehen: Alles wirkt solide und belastbar, die Schubläden sind leichtgängig, das Geräuschniveau beim Fahren ist niedrig.
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Camping-Lounge: Bei so vielen Sitzgelegenheiten sind Gäste immer willkommen.
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Auf den eineinhalb mal knapp zwei Meter großen Liegewiesen in Bug und Heck können sie sich buchstäblich lang legen. Für Reisende ohne Modelmaße ...
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... wird es rechts allerdings schwierig, sich durch den knappen Spalt zwischen Queensbettrand und Wand zu quetschen.
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Und auch nebenan wird's knapp. Die Toilette mit geschlossener Tür zu benutzen ist unbequem bis fast unmöglich – je nach Leibesfülle.
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Trittsicher: Die Duschkabine wird mit zwei Holzböden abgedeckt.
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In der Küche sieht's besser aus: Wer viel kocht, muss viel spülen. Im I 449 ist für beides ausreichend Platz.
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Simpel: Das Bedienpanel ist selbsterklärend. Lämpchen zeigen die Füllstände der Tanks an.
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Moped, Smoker oder Übernachtungsgäste? In der Garage wäre Platz. Bei der Zuladung ...
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... hapert's allerdings, wie so oft in der 3,5-Tonnen-Klasse: Gerade mal 476 Kilogramm! Und das bei einem Auto, das geradezu einlädt, mit vier Erwachsenen unterwegs zu sein.
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Kommen wir zu den Fahreindrücken: Das ESP ist perfekt auf die Maße und Masse des I 449 abgestimmt, regelt sehr fein und greift im richtigen Moment ein. Blöd nur: Das ESP kostet extra und steckt mit Klima, Beifahrer-Airbag und Tempomat im Chassis-Paket für 2149 Euro.
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Außerhalb des Grenzbereichs punktet der Carado mit dynamischem und vor allem handlichem Fahrverhalten – auch mit dem 130-PS-Basismotor unseres Testwagens.
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Eine Rückfahrkamera ist bei knapp siebeneinhalb Metern allerdings empfehlenswert. Gerade für ungeübte Fahrer lässt sich das lange Heck nur schwer mit den Seitenspiegeln überblicken.
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Fazit von Redakeurin Jenny Zeume: "Die junge Erfolgsmarke Carado beweist auch beim neuen Integrierten: Ein gutes Familien-Reisemobil muss nicht teuer sein. Der neue I 449 ist weder beim Design noch im Grundriss eine Revolution, dafür ein handfester Begleiter mit viel Platz und wenigen Macken." Urteil: vier von fünf Punkten.