Chevrolet Caprice Classic V8 bei eBay
Cooler, offenbar supergepflegter US-Cruiser zu verkaufen
Bei eBay wird derzeit ein Chevrolet Caprice Classic aus dem Jahr 1984 angeboten. Der V8-Ami ist laut Verkäufer in einem schönen Zustand und macht mit seinen breiteren Reifen richtig was her!
Bei diesem kantigen Ami aus den 80ern schütteln Autofans aus den USA möglicherweise ablehnend mit dem Kopf: Chevrolet Caprice Classic. So ein Brot-und-Butter-Auto hat man gefahren und es dann weggeworfen. Aufheben? Warum? Ganz anders die Lage in Deutschland. Da geht der Ami als mächtige Kalesche durch, die sich dank ihrer Proportionen auch vor einer Mercedes S-Klasse nicht verstecken muss.
US-Car-Liebhabern und solchen, die es werden wollen, bietet sich bei eBay da gerade eine interessante Gelegenheit. Warum? Weil auf der Verkaufsplattform dieser Chevrolet Caprice Classic V8 aus dem Jahr 1984 für 18.900 Euro angeboten wird.
Die Beschreibung im Inserat ist denkbar kurz. Der Verkäufer – offenbar ein Händler – gibt nur an, dass es sich um einen Chevrolet Caprice Classic von 1984 mit einem fünf Liter großen V8 unter der Haube handelt. Für den Kraftschluss zur Hinterachse sorgt ein Automatikgetriebe.

Unter der Haube des Chevrolet sitzt der kleine zeitgenössische V8 mit fünf Liter Hubraum.
Bild: AUTO BILD Montage eBay.de/speedstars2016

Insgesamt macht der Ami auf den ersten Blick einen sehr gepflegten Eindruck.
Bild: AUTO BILD Montage eBay.de/speedstars2016
Bei ersten Hinsehen ist man gewillt, dem Verkäufer Glauben zu schenken: Das Auto macht tatsächlich einen sehr ordentlichen Eindruck und wirkt, als sei es in seinem Vorleben gut behandelt worden. Es sind keine erwähnenswerten Gebrauchsspuren oder Schäden zu erkennen.

In den Kofferraum dürfte ordentlich was reingehen. Der Chevy ist aber auch ein ganz schön großes Auto.
Bild: AUTO BILD Montage eBay.de/speedstars2016
Interessenten werden gebeten, einen Besichtigungstermin auszumachen. Das Auto steht in Bottrop (NRW).
Das sollte man über amerikanische Chevrolets wissen
Technisch kann man mit so einem Chevrolet nicht viel falsch machen. Die Baugruppen sind gern mal zwei- bis dreimal so stark ausgelegt, wie es unbedingt notwendig wäre. Dazu sind weder Motor noch Getriebe hochempfindliche Sport-Aggregate, die man zärtlich pflegen muss. Beide können jede Menge ab und sind für geschickte Schrauber ohne Probleme am Leben zu halten.
Anders sieht das im Fall der Karosserie aus. Die kann durchaus Rost ansetzen, wenn man sich nicht um den Wagen kümmert.
Zusätzlich zu Pflegezustand und Historie des Fahrzeugs sollten zwei Aspekte bedacht werden: Den Benziner-V8 kann man zwar mit Gas füttern und so Kosten sparen, doch das schmälert nicht den Verbrauch. Schmälern funktioniert auch in Bezug auf die Karosserie nicht, der Chevy ist ein großes Auto, dass einen passenden Stellplatz braucht und in mittelalterliche deutsche Innenstädte einfach nicht reinpassen will.
Ein Blick auf die Papiere ergibt bei einem US-amerikanischen Auto immer Sinn. Wurde das Fahrzeug bereits importiert, und hat es möglicherweise sogar eine deutsche Zulassung? Das erspart Bürokratie. Wenn nicht, kann der Expertenrat von jemandem mit Erfahrung hilfreich sein.
Die Ersatzteillage kann bei einem Allerwelts-Ami wie diesem problematischer sein, als gedacht. Klar, viele Autos wurden gebaut, und man sollte allein deshalb an Teile kommen. Aber es gibt kaum Nachfertigungen, vor allem für Zierleisten und Co.
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