Wahnsinn, so ein Chevrolet Volt. Fährt 40 Meilen elektrisch und emissionsfrei, hat eine Batterie im Unterboden, tankt zu Hause an der Steckdose, ist damit günstiger als ein Telefon und kommt 2011 auch als Opel Ampera nach Deutschland. Das kann man in eine Pressemitteilung schreiben und sich sicher sein, dass die 90 Prozent der Adressaten die Informationen ungelesen in virtuellen oder realen Papierkörben entsorgen. Alternativ könnte man aber auch einen Praktikanten aus der Marketing-Abteilung fragen, ob in diesem Fall nicht doch dieses Internet ganz hilfreich sein könnte.

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Der junge Mann wittert seine Chance, schnappt sich drei proppere Tanzmäuse und einen zappeligen Breakdancer, bringt die wichtigsten technischen Informationen zum Chevy Volt in grob zusammengehauene Reime unter, denkt sich eine Choreografie aus und hält mit der Handkamera einfach mal drauf. Das Ergebnis landet natürlich bei youtube und verbreitet sich wie geplant im Internet. Hunderttausende haben sich bereits über die Chevi-Tanztruppe schlappgelacht und den Link bereitwillig per Mail verschickt. So ist der Chevy Volt zwar nicht in aller Munde, aber doch zumindest in fast jedem E-Mail-Postfach. Virales Marketing nennen PR-Profis solche üblicherweise von langer Hand geplanten Aktionen, mit denen vor allem junge Zielgruppen erreicht werden sollen.

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Chevi Volt Dance
Eine feine Sache – wenn es im Fall des Volt tatsächlich so geplant war. Hält sich doch hartnäckig das Gerücht, dass die schräge Tanztruppe kein virales Marketinginstrument war, sondern ein ursprünglich ganz ernstgemeinter PR-Rohrkrepierer. Da darf sich gerne jeder seine eigene Meinung bilden – genauso wie zu der Frage, ob GM denn noch weiß, wie man gute Autos baut. Mehr Bilder zum Chevrolet Volt gibt's oben in der Galerie, den englischen Text zum Chevy Volt Dance gleich hier.