Citroën Ami: Crash in der Haarnadel von Monaco
In berühmter Formel-1-Kurve: Citroën Ami legt sich auf die Seite

Dieses Experiment ging nach hinten los: In der Loews-Haarnadel von Monaco erlebte Citroëns Elektro-Flitzer Ami seinen A-Klasse-Elchtest-Moment.
Bild: Benelux Supercars
- Frederik Hackbarth
Sie ist das Lieblingsmotiv der Fotografen beim Monaco Grand Prix und die langsamste Stelle im Formel-1-Kalender: Die Grand-Hotel-Kurve, besser bekannt als Loews-Haarnadel, auf der berühmten Rennstrecke von Monte Carlo.
An den 51 Wochenenden im Jahr, wo der F1-Zirkus nicht durch die engen Häuserschluchten am Mittelmeer zischt, sind die Straßen des Fürstentums aber ganz normal für den Straßenverkehr geöffnet: Einem Citroën Ami wurde die enge Spitzkehre vor dem Fairmont-Hotel dabei nun allerdings zum Verhängnis.
Die eine F1-Kurve, für die der Topspeed reicht
Im Internet kursiert ein Video, das den französischen City-Flitzer zeigt, wie er den Straßenkurs in flottem Tempo unter die Räder nimmt: Beim Bergauffahren, also gegen die Richtung des Formel-1-Kurses, geht das trotz quietschender Reifen noch gut. Bergab allerdings übertreibt der Fahrer deutlich mit dem Tempo.
Offensichtlich ein gewagtes Experiment, denn selbst die Formel-1-Boliden haben an besagter Stelle nur knapp unter 50 km/h drauf. Die Spitzengeschwindigkeit des Ami beträgt offiziell 45 km/h. Geht die Loews für ihn also voll?
Die Antwort: Nein. Wie das Video zeigt, verliert der Ami beim Einlenken auf der Innenseite sofort die Bodenhaftung und knallt mit voller Wucht auf die Seite!
Glück im Unglück: Die Poller am Kurvenausgang stehen genau richtig und retten eine Passantin, die dort auf der Mauer sitzt und erschrocken aufspringt, vor dem heranrutschenden Gefährt: Der 2,4 Meter lange und mit Fahrer knapp über 500 kg schwere Elektro-Flitzer wird dadurch zurück auf die Straße geschleudert. Leitplanken, wie am Grand-Wochenende üblich, sind ausgangs der Loews-Kurve in der rennfreien Zeit nicht installiert.
Kleiner Trost für den Crashpiloten im Mini-Citroën: Trotz der niedrigen Endgeschwindigkeiten ging über die Jahre auch schon diversen Formel-1-Stars in der Haarnadel das Talent aus, was im engen Leitplankenkanal nicht selten zu Stau oder sogar Rennunterbrechungen führte.
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