Citroën Elo: Konzeptfahrzeug
Französisches Tiny House auf Rädern
Citroën zeigt mit der Studie Elo einen Minivan, der nicht nur als Transportmittel, sondern auch als erweiterter Lebensraum fungiert. Erster Check!
Bild: Stellantis/Citroën
Citroën schaut mal wieder weit nach vorn und gibt mit der neuen Studie "Elo" einen Ausblick auf die nächste Phase der eigenen Modellerneuerung. Der knallorange Minivan ist kein Transportmittel im klassischen Sinne, sondern eher ein mobiles Tiny House auf Rädern. Er soll den Wohnraum quasi auf die Straße bringen, denn Elo steht für "rest, play, work" – also ausruhen, spielen, arbeiten.
Citroën Elo – ein "fröhlicher" Minivan
Die Designer durften sich am Elo richtig austoben: Citroën selbst spricht von einem "freundlichen Gesicht", kombiniert mit einer kastenförmigen, kompakten Silhouette. Die Front ist geprägt von zwei markanten quadratischen LED-Lichtblöcken, die vom aktuellen C5 Aircross inspiriert sind. Vier schmale Lichtleisten und ein zentrales, beleuchtetes Citroën-Logo ergänzen die Ansicht. Die auffällige Lackierung in Orange dient bewusst als "Energiequelle".
Die austauschbaren Polypropylen-Stoßfänger, die abgeflachten Kotflügel – die gleichzeitig als Ablageflächen dienen – und die aerodynamisch optimierten Wabenfelgen unterstreichen die pragmatische Seite des Konzepts.

Praktisch: Mit flachen Kotflügeln bietet Elo zusätzliche Ablageflächen am Exterieur.
Bild: Stellantis/Citroën
Aber auch die Reifen sind neu gedacht: Sie wurden zusammen mit Goodyear entwickelt und überwachen stetig Druck und Verschleiß. Mit integrierten LEDs weiß man so direkt, ob die Reifen genug Luft haben oder nicht. Per App hat man den Zustand außerdem bequem im Blick.

Dank intelligenter Reifen lässt sich der Luftdruck per App und LED-Anzeige stets im Blick behalten.
Bild: Stellantis/Citroën
Ebenfalls praktikabel wird es beim Einstieg. Die gegenläufig öffnenden Türen ohne B-Säule spannen ein enormes Tor auf, um das Einsteigen zu erleichtern. Große Glasflächen vorne und an den Seiten lassen viel Licht in den Innenraum und öffnen das Fahrzeug optisch fast komplett. Mit gerade mal 4,10 Meter Länge und einer Höhe von 1,70 m ist die Studie überraschend kompakt, bietet aber Platz für bis zu sechs Personen.

Das Innenraumkonzept des Citroën Elo ist ungewöhnlich – die Studie soll den gegebenen Platz möglichst effizient nutzen. Bis zu sechs Personen können mitfahren.
Bild: Stellantis/Citroën
Ungewöhnliches Innenraumkonzept
Der Innenraum greift das grelle Orange von außen auf. Der zentrierte Fahrersitz mit 360-Grad-Funktion ist das Herzstück dieses Raumkonzepts und soll sowohl ein verbessertes Fahrerlebnis als auch mehr Freiraum ermöglichen. Ein klassisches Armaturenbrett fehlt. Stattdessen werden alle Infos als Projektion über die gesamte Breite der Windschutzscheibe eingeblendet.

Der zentrierte Fahrersitz soll ein neues Fahrerlebnis ermöglichen und dient gleichzeitig auch als Bürostuhl für mobiles Arbeiten.
Bild: Stellantis/Citroën
Bei den Materialien setzen die Franzosen auf Nachhaltigkeit und Funktion – hier hat man sich mit den Outdoor-Experten von Decathlon zusammengetan. Seitenwände und Kabinenboden bestehen teils aus Recyclingstoffen, etwa Überbleibsel vorheriger Konzeptfahrzeuge. Die Sitze sind dick gepolstert, wasserabweisend und flexibel einsetzbar.
Reihe zwei besteht aus drei einzelnen, komplett herausnehmbaren Sesseln, deren Rückenlehnen sich umklappen lassen. Außerhalb des Fahrzeugs dienen sie als Sitzgelegenheit für den Outdoor-Einsatz. Zwei weitere, versteckte Klappsitze verschwinden clever unter den jeweils äußeren Plätzen.

Mit einer integrierten Leinwand und On-Board-Luftmatratzen wird der Innenraum zum Kino und Schlafplatz.
Bild: Stellantis/Citroën
Auf Wunsch verwandelt sich Elo in ein Schlafabteil für zwei Personen, inklusive ausziehbarer Leinwand fürs Bordkino. Wie genau das funktioniert? Im Kofferraumboden stecken zwei aufblasbare Matratzen, die vom Fahrzeug selbst per Kompressor aufgepumpt werden.
Die Minivan-Studie nutzt außerdem eine elektrische Plattform mit Hinterradantrieb, um den Innenraum so weit wie möglich freizuräumen. Dank V2L-Technologie kann das Auto externe Geräte mit Strom versorgen – perfekt fürs Camping oder das mobile Arbeiten.
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