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Coronavirus: Autofahrer, Reisen, Lockdown, Inzidenz, Hospitalisierung, Österreich

Was Autofahrer zum Reisen während der Corona-Pandemie wissen müssen

Die vierte Coronawelle wütet in Deutschland und Europa. Die dramatische Entwicklung hat kurz vor Weihnachten und Silvester auch Auswirkungen auf Reisende.
Die Impfquoten stagnieren, die Krankenhäuser geraten in Not: Corona hat weite Teile Europas, aber auch viele Bundesländer in Deutschland wieder fest in seinem Würgegriff. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg bis zum 19. November 2021 laut Robert-Koch-Institut (RKI) auf 340,7 Infektionen pro 100.000 Einwohner. Einen Monat zuvor lag der Wert noch bei 75,1. "Ganz Deutschland ist ein einziger großer Ausbruch. Das ist eine nationale Notlage. Wir müssen jetzt die Notbremse ziehen", mahnte RKI-Präsident Lothar Wieler.

Als Gegenmaßnahme hat der Bundestag ein neues, von der künftigen Ampelkoalition vorgelegtes Infektionsschutzgesetz beschlossen, das nun auch der Bundesrat billigte. Es beinhaltet unter anderem 3G-Vorgaben am Arbeitsplatz sowie in Bussen und Bahnen, Testpflichten für Beschäftigte und Besucher in Pflegeheimen und Kliniken und die Rückkehr der Homeoffice-Pflicht. Wer Impfpässe fälscht, kann härter bestraft werden. Vor allem aber wird die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz (Zahl der eingelieferten Personen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen) zum Maßstab für Einschränkungen in den Bundesländern. Liegt diese über 3, gilt die 2G-Regel, liegt sie über 6, greift 2G plus, überschreitet der Wert gar 9, kommen Kontaktbeschränkungen hinzu. Unbedingt vermieden werden sollen Ausgangsbeschränkungen für alle und flächendeckende Schulschließungen.
Österreich: Lockdown, Impfpflicht, Hochrisikogebiet
Betroffen von den Maßnahmen sind also vor allem Ungeimpfte. Aber auch (Auto-)Reisende müssen sich womöglich generell Gedanken über ihre Urlaubsplanung zu Weihnachten und Silvester machen. So geht Deutschlands Nachbarland Österreich in einen 20-tägigen Lockdown, der nach zehn Tagen evaluiert werden soll. Für den 1. Februar 2023 ist eine allgemeine Impfpflicht beschlossen. Zuvor hatte die deutsche Bundesregierung bereits das Reiseland vieler Ski-Urlauber mit Ausnahme weniger Gemeinden zum Corona-Hochrisikogebiet erklärt (Übersicht des Auswärtigen Amtes).

Der digitale Corona-Impfnachweis macht das Mitführen des gelben Impfpasses überflüssig.

©dpa

Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes
Hinzu kommen (ab dem 21.11. 2021) zudem Belgien und der Großteil der Niederlande, auch das bei Urlaubern beliebte Griechenland sowie Irland fallen nun in diese Kategorie.  Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage. Mit der Einstufung ist automatisch auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts verbunden. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.
Digitale Registrierung in Norwegen
Angesichts steigender Coronazahlen wird auch Norwegen seine Einreisebestimmungen zum 26. November 2021 ändern. Wer aus dem Ausland einreist, muss sich digital unter www.entrynorway.no registrieren. Außerdem muss ein Corona-Zertifikat für den Nachweis einer Impfung oder einer Genesung vorgezeigt werden. Wer nicht geimpft ist, muss bei der Einreise einen negativen Test vorweisen und sich nach der Einreise noch einmal testen lassen. Für Kinder unter 16 Jahren gelten diese Regeln nicht.
Bundesländer ergreifen teils drastische Maßnahmen gegen Corona
In Deutschland haben auch einige Bundesländer bereits drastische Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ergriffen. So beschloss das besonders stark betroffene Bayern einen Lockdown für Gemeinden mit einer Inzidenz über 1000 und eine massive Ausweitung von 2G und 2G plus, schloss zudem Bars und Clubs und sagte Weihnachtsmärkte ab. Selbst das vergleichsweise gut dastehende Schleswig-Holstein führte eine 2G-Pflicht im Tourismus- und Freizeitbereich ein. Eine Übersicht über die Lage in den 16 Ländern finden Sie hier:

Tourismus-Informationen der Bundesländer

Alle Infos für Reisende und Pendler sind auf einer gesonderten Seite der Bundesregierung zusammengefasst (hier geht's zur digitalen Einreiseanmeldung). Hier sind die aktuellen Tourismus-Informationen der Bundesländer: ● Baden-Württemberg (hierzu generelle Infos) ● Bayern ● Berlin ● Brandenburg ● Bremen ● Hamburg ● Hessen ● Mecklenburg-Vorpommern ● Niedersachsen ● Nordrhein-Westfalen (hierzu häufige Fragen) ● Rheinland-Pfalz (hierzu häufige Fragen) ● Saarland ● Sachsen (hierzu häufige Fragen) ● Sachsen-Anhalt (hierzu häufige Fragen) ● Schleswig-Holstein (hierzu häufige Fragen zum Tourismus) ● Thüringen

Fotos: Andreas Reimund

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