Der ADAC hat Tiersicherungssysteme in Pkw einem Crashtest unterzogen. Unter besonderer Beobachtung stand dabei, wie die Verletzungsgefahr für Mensch und Haustier bei einem Unfall gemindert werden kann. Das wichtigste Ergebnis: Transportboxen im Fußraum der Rücksitze oder im Laderaum direkt hinter den Sitzlehnen – kombiniert mit einem Trenngitter – sind die sicherste Möglichkeit, Tiere im Auto zu befördern. Abzuraten wird dagegen von der Fixierung am Rücksitz mit einem Haltegeschirr. In einem Test mit einem solchen Gurt zerbrach der Karabinerverschluss und der Tierdummy schlug wie ein Geschoss in die Lehne des Vordersitzes ein. Ein 20 Kilogramm schwerer Hund entwickelt bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h eine Aufprallwucht von über einer halben Tonne.

Der ADAC empfiehlt: Boxen, keine Gurte!

Crashtest mit Tieren
Hund im Anflug! Ist das Tierlein nicht ausreichend gesichert oder nicht in einer Box verstaut, wird es schnell zum gefährlichen Geschoss.
Bild: ADAC
Nur bedingt empfehlenswert sind Geschirre mit breiten Gurten und Metallverschlüssen, die das Tier rechts und links am Körper auf den Sitz fixieren. Wichtig dabei: Die Befestigung sollte beiderseits des Körpers erfolgen und darf kaum Spiel nach vorne aufweisen. Für kleine Hunde und Katzen eignet sich am besten eine Transportbox, die in den Fußraum hinter den Fahrer oder Beifahrer gestellt wird und dadurch nicht nach vorne katapultiert werden kann. Höchstmögliche Sicherheit für größere Tiere bieten ebenfalls Transportboxen, die quer zur Fahrtrichtung und direkt an die Sitzlehne in den Laderaum gestellt werden. Der Laderaum sollte zusätzlich mit einem stabilen Trenngitter versehen sein. Abzuraten ist von einem Transport der Box auf dem Rücksitz. Der Club empfiehlt beim Kauf von Tiersicherungssystemen darauf zu achten, dass die Produkte durch ein Crashtestverfahren nach ECE R17, ECE R 126 oder DIN 75410-2 überprüft wurden.