Cristall Landstar RL: Wohnmobil-Test
Der extralange Engländer

Der Cristall Landstar ist anders als andere Kastenwagen: über sieben Meter, aber nur Platz für zwei. Die 1,90-Meter-Sitzbänke im Heck sind toll zum Fläzen und Dinieren, doch wer schlafen gehen möchte, muss sie umbauen.
- Andreas Borchmann
Beim Blick ins Heck des Landstar RL kommt mir gleich ein Obelix-Zitat in den Kopf: Die spinnen, die Briten. Wollen die von Cristall wirklich, dass ich jeden Abend die Sitzbänke zu Betten umbaue? Und am Morgen wieder zurück? Tock, tock, tock ... Doch es zeigte sich schon am ersten Abend auf der heimischen Einfahrt: Der Umbau ist nur eine Seite der Medaille. Es wurde noch richtig gemütlich im Cristall. Trotz warmer Abendsonne ließ sich die nachbarschaftliche Runde nicht mehr aus dem Landstar vertreiben. Ein Bier ergab das nächste, am liebsten wären sie alle mitgefahren. Doch das Wohnmobil bietet nur Platz für zwei. Noch mal Glück gehabt.
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Nah am Pkw: Die Sitzposition ist relativ niedrig, die Sprinter-Seriensitze lassen sich drehen.
Bild: Roman Raetzke
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Unendliche Weiten: Die weichen Stoffe sind gegen Schmutz imprägniert, die Wände mit Stoff bespannt. Der Tisch verschwindet nachts im Schrank.
Bild: Roman Raetzke
Fazit
Es gibt lange Kastenwagen mit mehr Stauraum. Und solche, in denen das Bettenbauen leichter fällt. Ein Paar, das mit diesen Einschränkungen leben kann, wird sich im Landstar RL wohlfühlen. Die Supersize-Sitzgruppe macht das Bordleben gemütlich und kommunikativ. Und: Das Bett ist fast unvernünftig breit. So was kann man mögen. Sie spinnen doch nicht, die Briten.
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