Vier Toyota unter den ersten fünf, Werksfahrer Nasser Al-Attiyah mit mehr als einer Stunde Vorsprung Sieger – die japanischen Pick-ups dominierten die Rallye Dakar. Mit dem in Südafrika beheimateten Werksteam und dem mittlerweile fünfmaligen Sieger aus Katar sind die Japaner dabei nicht nur in der Spitze die Nummer 1 in der Wüste.
Auch unter Privatfahrern in der Topklasse ist keine Marke so zahlreich vertreten. Alleine das werksunterstützte Team Overdrive aus Belgien betreute sechs Kunden. „600.000 Euro kostet das Rundum-sorglos-Paket“, verrät Teamchef Jean-Marc Fortin. Auch der Hilux-Verkauf brummt. „Wir bauen ein Auto pro Monat und sind bis Sommer 2024 ausgelastet“, sagt Fortin. Ein Kunde: der ehemalige Le-Mans-Sieger Romain Dumas. Der Franzose fuhr lange unter den Top 10, wurde am Ende 29.
Die japanische Marke feiert mit dem Toyota Hilux den dritten Sieg bei der Wüstenrallye in Saudi-Arabien.
Bild: Red Bull Content Pool

Was den Toyota so erfolgreich macht? Seine Zuverlässigkeit und seine Simplizität. Der extrem robuste Dakar-Hilux wird mit 350 mm Federweg vom Werksteam Hallspeed in Südafrika entwickelt und gebaut. Via Overdrive gelangt er in die Hände von Privatiers.
Auch die größte Überraschung der 2023er Dakar kurbelte am Lenkrad eines so eingesetzten Toyota. Navigiert vom deutschen Beifahrer Timo Gottschalk erreichte Lucas Moraes Rang drei – bei seiner Dakar-Premiere. „Lucas macht keine Fehler“, lobt Gottschalk, der erst die zweite Rallye an der Seite des Brasilianers bestritt.
Pech hatte dagegen der andere deutsche Beifahrer Dirk von Zitzewitz, der wie Gottschalk schon einen Dakar-Sieg feiern konnte. Der Holsteiner und sein saudi-arabischer Pilot Yazeed Al-Rajhi surften im Overdrive-Hilux anfangs auf Rang drei durch die Dünen. Nach einem zeitraubenden Aufhängungsschaden spielten sie nur noch Geleitschutz.
Vollkommen unter ging dagegen Audi mit dem innovativen Hybrid-SUV RS Q e-tron. Dakar-Rekordsieger Stéphane Peterhansel und Ex-Rallye-Weltmeister Carlos Sainz mussten nach Unfällen aufgeben. Doppel-DTM-Champion Mattias Ekström brachte den dritten Hybrid-Renner (Benzin-Elektro-Allrad, 370 PS) auf Rang 14 ins Ziel.