Das Leben des Autobahnschützen Michael K.
Biedermann und Ballermann

Aus Hass hat der Lkw-Fahrer Michael K. 762-mal auf Kollegen geschossen. Jahrelang lebte der 57-Jährige in zwei Welten. Eine war still, friedlich, bürgerlich. Die andere gefährlich, laut und unberechenbar.
Bild: Mell / Die Illustratoren / BILD-Zeitung
- Claudius Maintz
Dieser Lieferwagen gehört nicht nach Frohnrath und versperrt den Lieblings-Parkplatz von Michael K. Seine Ehefrau klingelt bei den Nachbarn, sucht den Fahrer. Doch ein Besitzer findet sich nicht. Als Fernfahrer K. später nach Hause kommt, stellt er seinen Brummi woanders ab. Ein Dorfbewohner schaut sich den fremden Wagen genau an, entdeckt Kameras im Inneren. Michael K. bekommt Wind davon, doch er denkt sich nichts. Was soll schon sein in diesem 150-Seelen-Ort? Hier in der Nordeifel fühlt sich der 57-Jährige sicher. So sicher, dass er das getarnte Observationsauto der Polizei nicht mit den Schüssen in Verbindung bringt, die er seit vier Jahren während der Fahrt auf andere Lkw abgegeben hat (AUTO BILD 26, 48/2012).
Anschlagserie auf Autotransporter: Autobahnschütze gefasst!

Einschussloch: K. verschoss erst Kaliber 22, später neun Millimeter.
Bild: dpa
Tempolimit eingehalten: Lkw-Fahrer verprügelt Autofahrer

Frohnrath, Nordeifel: Im Haus links lebte Michael K. mit seiner Ehefrau. Das Paar ist kinderlos.
Bild: Alfred Harder / AUTO BILD

Manfred E. (89), Nachbar: "Das alles ist schleierhaft, unerklärlich. Welchen Grund hatte er? Es ging ihm doch gut!"
Bild: Alfred Harder / AUTO BILD
Lkw-Raubüberfälle: Angriff bei voller Fahrt

Bernd Kreutz (47), Chef: "Ich werde ihn im Knast
besuchen und ihn fragen, warum er das gemacht hat."
besuchen und ihn fragen, warum er das gemacht hat."
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Helmut Ziemons, Lkw-Fahrer: "762 Schüsse – das ist eine verdammt hohe Zahl! Ich bin froh, dass er jetzt gefasst ist."
Bild: Alfred Harder / AUTO BILD
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