Dashcams im Test
Alles im Blick: Dashcams, die kein Detail verpassen
Dashcams zeichnen das Geschehen auf der Straße dauerhaft auf und liefern im Ernstfall wichtige Beweise. Moderne Modelle arbeiten kompakt, dezent und lassen sich einfach bedienen. AUTO BILD hat verschiedene Geräte getestet und zeigt, wo ihre Stärken und Schwächen liegen.
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1.
70mai
4K T800 Premium Set
1,4
sehr gut
- Notspeicherungs-Knopf
- löst in Gefahrensituationen selbst aus
- farbecht
- hochauflösend
- Sprachsteuerung nicht auf Deutsch

2.
Nextbase
522Gw
1,5
gut
- löst automatisch aus
- sehr gut erreichbarer Notspeicherungs-Knopf
- umfangreiches Zubehör
- geringere Auflösung
- fehlende Kabelführung

3.
Azdome
2,0
gut
- Inklusive Kabelführung
- Bietet viele Anschlussmöglichkeiten
- Hochwertige Aufnahmen
- Sichtbare Artefakte
- Ruckelig bei höchster Auflösung
- Löst nicht zuverlässig aus

4.
Redtiger
Dashcam F7NP
2,0
gut
- dimmt und schaltet automatisch ab
- betriebsbereit in vier Sekunden
- sehr feste Halterung
- ohne automatische Auslösung
- dumpfer Klang
- überschärft

5.
Nextbase
322GW
2,0
gut
- Saugnapf- und Klebehalterungen
- Bildwiedergabe flüssig
- Zuverlässige Aufnahme
- Leicht unscharf
- Lieferumfang ohne Kabelführung
- Artefakte sichtbar

6.
Kenwood
DRV-A610W
2,0
gut
- authentischer Bildeindruck
- rauschfreies Bild
- hochauflösend
- löst nicht automatisch aus
- Notspeicherungs-knopf schlecht zu erreichen
- keine Sprachsteuerung

7.
Nextbase
2,1
gut
- Aufnahmequalität
- Zur Amazon Alexa kompatibel
- SOS-Funktion
- Mikrofon könnte besser sein
- Bildrauchen bei geringer Helligkeit
- Menü etwas verschachtelt

8.
VANTRUE
N5 Nexus 5
2,1
gut
- Gute Aufnahmen, auch bei Nacht
- Front-, Rück-, und 2 Innenkameras
- Verschiedene Aufnahmemodi
- Farben etwas blass
- Nur Klebehalterung
- Hoher Preis

9.
VANTRUE
2,2
gut
- Gute Aufnahmen
- Sehr viele Aufnahmemodi
- Mit Rück- und Innenkamera
- Farben etwas blass
- Notfallaufnahme löste bei Testbremsung nicht aus
- Nur Klebehalterung

10.
2,2
gut
- Aufnahmequalität
- Lenkt beim Fahren nicht ab
- Mit Kamera nach hinten
- Am Bildrand verzerrt
- Menüführung bei Installation nicht auf Deutsch
- Bei Testbremsungen (Werkseinstellung) nicht ausgelöst

11.
Baseus
Prime Trip VD1 Pro Dash Cam
2,2
gut
- betriebsbereit in vier Sekunden
- über Seitentasten oder App bedienbar
- sehr feste Halterung
- löst nicht automatisch aus
- ohne Touchscreen
- keine Kabelführung

12.
Kenwood
DRV-A510W
2,2
gut
- über Seitentasten zu bedienen
- einfache Montage
- leicht in Betrieb zu nehmen
- nicht gut zu erreichender Notspeicherungs-Knopf
- keine Sprachsteuerung
- kein Selbstauslöser bei Vollbremsungen o.ä.

13.
Garmin
Dash Cam 57
2,2
gut
- 4K Aufnahmen
- Reichlich Fahrassistenzfunktionen
- Mit Kabelführung
- Starre Halterung
- Bedienung könnte einfacher sein
- Leicht körniges Bild

14.
Lamax
T10
2,3
gut
- 4K-Aufnahmen gut
- Mit Kabelführung
- Große Menge an Anschlüssen
- Nicht leicht zu bedienen
- Starre Halterung
- Sichtbare Bildkörnung

15.
Nextbase
2,3
gut
- SOS-Funktion
- Aufnahmequalität
- Saugnapf- und Klebehalterung
- Nachts sind Nummernschilder schwer zu erkennen
- Geringe Anzahl an Anschlüssen
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Dashcams sind für viele Autofahrer längst ein fester Begleiter. Die kleinen Kameras zeichnen das Verkehrsgeschehen kontinuierlich auf und können nach Unfällen oder bei Streitfällen wichtige Hinweise liefern. Die Videos dienen oft als objektive Grundlage zur Klärung von Verantwortlichkeiten. Moderne Geräte punkten mit hoher Auflösung und Extras wie GPS oder Parküberwachung. AUTO BILD hat mehrere Modelle getestet und zeigt, worauf es beim Kauf ankommt.
Das Wichtigste in Kürze
- Aufnahme: Dashcams zeichnen jede Fahrt zuverlässig auf und liefern im Ernstfall entscheidende Beweise für Unfälle oder Streitigkeiten im Straßenverkehr.
- Bedienung: Moderne Modelle sind kompakt, einfach zu installieren und lassen sich auch während der Fahrt unkompliziert bedienen.
- Funktionen: Viele Geräte bieten praktische Zusatzfunktionen wie GPS-Tracking, Parküberwachung oder unterstützende Fahrassistenzsysteme.
Die Azdome GS63H ist eine preisgünstige Dashcam, die für weniger als 100 Euro erhältlich ist. Trotz ihres niedrigen Preises liefert sie gestochen scharfe 4K-Aufnahmen. Allerdings kann die Bildrate auf 24 Bilder pro Sekunde fallen, was zu etwas ruckeligen Bewegungen führen kann. Dennoch sind sowohl Tag- als auch Nachtaufnahmen von guter Qualität, dank der Fülle an Informationen im Bild und der leistungsstarken Hersteller-Software. Bedienung und Inbetriebnahme der Azdome sind einfach und benutzerfreundlich. In Bezug auf Zuverlässigkeit gibt es jedoch Verbesserungsbedarf, so löste sie beim Bremsentest nicht aus.
In der Preisklasse unter 100 Euro erweist sich die Rollei Dashcam-402 als solide Wahl. Sie liefert auch bei schwachem Licht brauchbare Videoaufnahmen und verfügt über einen großzügigen Aufnahmewinkel. Die Benutzeroberfläche ist äußerst benutzerfreundlich und ermöglicht beispielsweise die einfache Einstellung des Loop-Modus. Dieser nimmt kontinuierlich einminütige Clips auf und überschreibt ältere automatisch, um Speicherplatz zu sparen – ein wichtiger Aspekt, da in vielen Ländern dauerhaftes Filmen ohne Anlass nicht erlaubt ist. Die Dashcam sichert Aufnahmen dauerhaft nur auf Knopfdruck, bei starken Bremsungen oder Erschütterungen. Im Test zeigten sich die Tasten der Rollei jedoch gelegentlich etwas schwergängig. Das Gerät wird über einen mitgelieferten Saugnapf befestigt, und die Stromversorgung erfolgt über einen Standard-Bordstecker. Besonders attraktiv ist der niedrige Preis des Geräts von nur etwa 60 Euro (Stand: Februar 2025).
Im Dashcam-Test starten unsere Experten mit praktischen Tests auf den Straßen Hamburgs. Dort werden verschiedene Aufnahmen gemacht, um die Videoqualität sowohl tagsüber als auch nachts zu bewerten. Durch eine Vollbremsung werden die G-Sensoren und die Notfallaufnahmefunktion auf ihre Wirksamkeit geprüft.

Die Redakteure machen im Hamburger Stadtverkehr Testfahrten unter realen Bedingungen.
Bild: AUTO BILD
Anschließend folgt die Laboruntersuchung. Hier werden anhand eines technischen Motivs die Farbwiedergabe, Schärfe und der Bildwinkel analysiert. Die Auswertung der Aufnahmen am PC bildet den Abschluss. Die Videoqualität fließt dabei zu 40 Prozent in die Gesamtbewertung ein, während die Tonqualität mit fünf Prozent gewichtet wird. Im weiteren Verlauf des Tests wird die Benutzerfreundlichkeit der Dashcams untersucht. Dabei werden Aspekte wie Tastenanordnung und Menüführung genau unter die Lupe genommen. Auch die Praxistauglichkeit im Auto wird bewertet, einschließlich der Größe der Dashcam, der Halterungsmöglichkeiten und der Einfachheit der Installation im Fahrzeug.
Im früheren AUTO BILD-Dashcam-Test konnte sich die Nextbase 622GW als klarer Testsieger beweisen. Auch im Vergleich mit neueren Produkten lieferte das Modell überzeugende Arbeit. Dank hochauflösenden, kristallklaren Aufnahmen in 4K kann die Kamera vor allem in Sachen Bildqualität überzeugen. Einziger Kritikpunkt: Bei geringer Helligkeit konnten wir ein Bildrauschen feststellen. Aber auch die einfache Bedienung kann sich sehen lassen. Alle Einstellungen werden über das drei Zoll große Touch-Display getroffen. Nur zwei Knöpfe findet man an der Kamera: den Notspeicherungsknopf und den Button zum Ein- und Ausschalten. Wer möchte, kann die 622GW auch per Bluetooth und Wi-Fi mit dem Smartphone verbinden, um über die Nextbase-App Aufnahmen direkt am Mobilgerät zu sichten. Den kompletten Test Nextbase 622GW lesen Sie hier.
Die Azdome M550 ist besonders geeignet für Taxifahrer, da sie mit drei Kameralinsen ausgestattet ist: eine für die Front, eine für die Rückseite und eine für den Innenraum. Obwohl das Geschehen vorne am wichtigsten ist, liefert die Dashcam insgesamt gute Qualität. Besonders beeindruckend waren die Nachtaufnahmen, die selbst bei schlechten Lichtverhältnissen viele Details zeigten, wobei Fahrzeuge und Umgebung gut erkennbar waren, wenn auch die Farbwiedergabe leicht verfälscht war. Die Azdome-Autokamera verfügt über GPS, was es ermöglicht, die gefahrene Strecke genau nachzuverfolgen, dank der praktischen Hersteller-Software.
Nextbase bietet die Dashcams Piqo 1K und 2K an, die eine kostengünstige Alternative im Vergleich zur teuren iQ-Dashcam bieten sollen. Die Kameras haben eine Auflösung von maximal 2560x1080 (1K) bzw. 2560x1440 Pixeln (2K). Besonders praktisch ist die kompakte Klebehalterung, die eine einfache und flexible Montage ermöglicht. Ein Display gibt es nicht – stattdessen erfolgt die Einrichtung und Bedienung ausschließlich über das Smartphone und die Nextbase-App. Trotz begrenzter Funktionen sind einige nützliche Features integriert, darunter der Guardian Mode und der Witness Mode, die für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen sollen.
In der Praxis liefern die Piqo-Kameras am Tag ordentliche Aufnahmen mit einem großen Bildwinkel, wobei die Farben der 2K-Variante lebendiger wirken. Bildrauschen und Körnung beeinträchtigen die Bildqualität, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen. Hier haben die Kameras mit starken Kontrasten zwischen hellen und dunklen Bereichen zu kämpfen, was unter anderem bei angestrahlten Nummernschildern zu Problemen führt. Modelle von anderen Herstellern liefern bei Nachtaufnahmen oft bessere Ergebnisse. Die Menüführung der Piqo-Modelle ist simpel, allerdings sind die Einstellungsmöglichkeiten begrenzt. Die Aufzeichnung erfolgt permanent, und wichtige Ereignisse werden durch den G-Sensor gesichert – jedoch erst bei sehr starken Erschütterungen. Bei einer getesteten Vollbremsung löste die Notspeicherung zum Beispiel nicht aus.
Die beiden Piqo-Dashcams richten sich an Fahrende mit begrenztem Budget, die dennoch praktische Zusatzfunktionen wünschen. Die Nutzung per App ist komfortabel, sie ist allerdings auch Pflicht, da die Modelle sonst unbrauchbar sind. Die optionale Cloud-Speicherung und das kostenpflichtige Protect-Abo erweitern den Funktionsumfang, sind aber nicht zwingend erforderlich. Während die kompakten Kameras durch ihre Halterung und praktischen Funktionen überzeugen, bleibt die Bildqualität vor allem bei Dunkelheit hinter den Erwartungen zurück. Insgesamt sind die Piqos dennoch eine gute und günstige Alternative zu teureren Modellen.
Die Vantrue N4 Pro zeigt sich als sehr gut ausgestattete Dashcam, die in nahezu allen Disziplinen überzeugt. Mit ihrem Dreifach-Kamerasystem erfasst sie Front, Innenraum und Heck zugleich und liefert dadurch umfassendes Bildmaterial im Ernstfall. Besonders die Videoqualität sticht hervor: Bei Tageslicht detailreich und farbtreu, bei Nacht mit klar erkennbaren Kennzeichen und guter Farbdarstellung. Die Bedienung gelingt einfach – entweder über die Tasten am Gerät oder bequem via App mit WLAN-Verbindung. Praktische Funktionen wie Loop-Aufnahmen, ein Parkmodus (mit optionalem Kabelkit), manuelle Notfallaufnahmen sowie GPS-Wasserzeichen sorgen für zusätzliche Sicherheit. Auch die kostenlose Auswertungssoftware ist ein nützliches Extra. Einziger Kritikpunkt bleibt die Werkseinstellung des G-Sensors, die noch feinjustiert werden sollte, damit er zuverlässig reagiert. Insgesamt bietet die N4 Pro jedoch ein sehr ausgewogenes Gesamtpaket, das mit Funktionsvielfalt, einfacher Handhabung und hervorragender Bildqualität überzeugt.
Die Vantrue N5 ist eine hochwertige 4K-Dashcam mit vier Kameras, die einen nahezu lückenlosen Rundumschutz bietet. Im Test überzeugte sie mit detailreichen Frontaufnahmen, solider Leistung der Innen- und Heckkameras sowie einer sehr guten Nachtqualität dank STARVIS-2-Sensor. Bedienung und Einrichtung sind unkompliziert – entweder direkt am Gerät oder bequem per App mit WLAN. Praktische Funktionen wie GPS, Parkmodus, Wasserzeichen und die kostenlose Auswertungssoftware runden das Paket ab. Schwächen liegen bei der eher blassen Farbdarstellung, der mäßigen Tonqualität und der etwas langen Startzeit. Insgesamt liefert die N5 dennoch ein starkes Gesamtpaket für alle, die ein zuverlässiges Überwachungssystem mit überzeugender Low-Light-Performance suchen.
Die Miio MiVue 866 zeigt sich als eine gut ausgestattete Dashcam, die in den wichtigsten Bereichen zuverlässig arbeitet. Im Sichttest überzeugt sie mit einem flüssigen Videobild dank 60 fps, wobei in hellen Szenen vereinzelt Artefakte auftreten können. Die Farbdarstellung wirkt stimmig, und Kennzeichen lassen sich sowohl am Tag als auch nachts in der Regel gut erkennen. Bei schwachem Licht bleiben zentrale Details sichtbar, auch wenn leichte Unschärfen auftreten.
Die Bedienung gelingt unkompliziert: Die Ersteinrichtung geht leicht von der Hand, und die Menüführung ist verständlich aufgebaut. Die Klebehalterung sorgt für einen stabilen Sitz an der Scheibe. Eine Kabelführung gehört jedoch nicht zum Lieferumfang, was je nach Fahrzeug etwas mehr Aufwand bei der Installation bedeutet. Das 6,95-cm-Display bietet eine ausreichende Übersicht über Menü und Livebild.
Beim Funktionsumfang setzt die MiVue 866 auf eine solide Grundausstattung inklusive GPS. Auf erweiterte Assistenzfunktionen wie Geschwindigkeitswarnungen oder Spurhalteassistent verzichtet sie hingegen. Eine Speicherkarte wird ebenfalls nicht mitgeliefert. Die Anleitung steht online bereit und ist klar strukturiert.
Insgesamt präsentiert sich die Miio MiVue 866 als zuverlässige Dashcam mit guter Alltagstauglichkeit. Sie punktet mit flüssigem Videobild, einfacher Handhabung und ordentlicher Verarbeitung. Kleinere Schwächen bei der Ausstattung und gelegentliche Bildartefakte verhindern eine Spitzenwertung, doch das Gesamtpaket bleibt stimmig und überzeugend.
Der Test zeigt deutlich: Für eine hochwertige Dashcam müssen Sie kein Vermögen ausgeben. Der Testsieger, die Azdome GS63H, ist für rund 100 Euro erhältlich. Sie liefert qualitativ hochwertige Videos bei Tag und Nacht und überzeugt mit einfacher Bedienung. Ihr Aufnahmestempel enthält alle wichtigen Informationen, und die zusätzliche Hersteller-Software ist ein praktisches Extra. Für diejenigen, die weniger Geld ausgeben möchten, ist die Rollei Dashcam-402 eine gute Wahl. Die Videos sind akzeptabel, und die Bedienung per Tasten ist komfortabel.
Wie funktionieren Dashcams?
In der Regel starten Dashcams nach dem Einschalten sofort die Videoaufnahme. Doch dauerhaftes Filmen im öffentlichen Straßenverkehr ist rechtlich nicht erlaubt.

Bei welchen G-Kräften soll die Sicherung des Videos erfolgen? Ein wichtiges Kriterium bei den Dashcams im Test ist die Zuverlässigkeit.
Bild: AUTO BILD
Daher zeichnen die Kameras standardmäßig Videoschleifen (Loops) auf, die üblicherweise ein bis zwei Minuten lang sind und kontinuierlich überschrieben werden. Im Menü kann auch die Option für Endlosaufnahmen eingestellt werden. Eine entscheidende Funktion ist die Notfallaufnahme: Bei starken Verzögerungskräften, wie bei einer Vollbremsung oder einem Unfall, speichern die Dashcams automatisch den aktuellen Clip dauerhaft ab, ohne ihn zu überschreiben. Um sicherzustellen, dass dieser Modus zuverlässig funktioniert, lässt sich die Empfindlichkeit der G-Sensoren einstellen. Die Notfallvideos sind gegen versehentliches Löschen geschützt. Zusätzlich kann ein Video manuell im Notfall gesichert werden, indem einfach eine Taste gedrückt wird, und dadurch die letzten zwei Minuten der Aufnahme gesichert werden.
Wie werden Dashcams angeschlossen?
Für die Befestigung der kleinen Kameras an der Windschutzscheibe gibt es zwei gängige Methoden:
- Einige Hersteller setzen auf Klebehalterungen. Das Entfernen dieser Halterungen kann mitunter viel Kraft erfordern, wie die Tester festgestellt haben.
- Andere Hersteller bevorzugen Saugnapfhalterungen. Sie sind einfacher zu handhaben und besonders geeignet für Autofahrer, die ihre Dashcam häufig zwischen verschiedenen Fahrzeugen wechseln möchten.
- Einige Modelle werden mit beiden Halterungssystemen geliefert, was praktisch ist. Dies gilt insbesondere für die meisten Testkandidaten von Nextbase.

Per Saugnapf- oder Klebehalterung werden die Kameras im Auto befestigt.
Bild: AUTO BILD
Für optimale Videoaufnahmen empfiehlt es sich, das Gerät mittig an der Oberkante der Windschutzscheibe zu befestigen. Eine Ausnahme bildet die Nextbase Mirror Dashcam, die wie ein Innenspiegel aussieht und daher am Original-Innenspiegel angebracht wird. Wichtig ist dabei, dass die Dashcam die Sicht des Fahrers nicht behindert, unabhängig von der gewählten Befestigungsmethode! Zur Stromversorgung wird ein Kabel zum Zigarettenanzünder oder einem USB-Anschluss im Auto benötigt. Dieses lässt sich entlang der Fugen am Scheibenrahmen und am Armaturenbrett verlegen, sodass es nicht störend herumbaumelt.
Wie lange kann eine Dashcam aufnehmen?
Die Aufnahmezeiten variieren je nach Modell. Einige Dashcams zeichnen Clips zwischen einer und zehn Minuten auf, während andere kontinuierlich filmen. Es ist jedoch wichtig, die gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland zu beachten. Viele Modelle bieten die Möglichkeit, die Länge der Videoclips anzupassen. Allerdings gibt es auch Modelle wie den Transcend DrivePro 230Q, bei denen die Loop-Länge nicht eingestellt werden kann und keine Endlosaufnahme möglich ist.
Wie kann ich meine Aufnahmen auswerten?
Um Ihre Aufnahmen gründlich zu prüfen, ist der Aufnahmestempel von entscheidender Bedeutung. Idealerweise enthält dieser Informationen wie Geschwindigkeit, GPS-Koordinaten und Aufnahmedatum. Diese Daten können mit entsprechender Software ausgelesen werden.

Die MyNextbase Player-Software ermöglicht einen detaillierten Einblick in die G-Kräfte, Geschwindigkeit und die zurückgelegte Strecke mit Hilfe von Google Maps.
Bild: Nextbase, Google
Im Test boten die Geräte von Nextbase die umfangreichsten Programme dafür. Sie lieferten Informationen über die auf das Gerät einwirkenden G-Kräfte, die gefahrene Geschwindigkeit und die zurückgelegte Route. Bei einigen Dashcam-Modellen können zudem mehrere Personen, die dasselbe Fahrzeug nutzen, optional ihren Namen eingeben.
Häufige Fragen zu Dashcams
Wann sind Dashcam-Aufnahmen erlaubt?
Dashcam-Aufnahmen sind dann erlaubt, wenn sie in kurzen Sequenzen, anlassbezogen erfolgen. Ein permanentes Abfilmen des Straßenverkehrs ist also nicht erlaubt. Daher bieten Dashcams eine sogenannte Loop-Funktion, bei der kleine, zeitlich begrenzte Clips gefilmt werden, die dann wieder überschrieben werden, sofern sie nicht durch ein Ereignis (z. B. Unfall) gesperrt wurden. Als Beweismittel sind die Aufnahmen nur zulässig, wenn sie der Klärung der Schuldfrage bei einem Unfall dienen (als Beweis der eigenen Unschuld). Die Aufnahmen dürfen nicht an Dritte weitergegeben oder veröffentlicht werden.
Was ist eine Loop-Funktion bei Dashcams?
Die sogenannte Loop-Funktion sorgt dafür, dass die Aufnahmen automatisch immer wieder überschrieben werden. Das heißt konkret: Die Dashcam filmt so lange in kleinen Sequenzen (meist eine Minute), bis die SD-Karte voll ist und löscht dann die älteren Aufnahmen. Einzige Ausnahme: Die Aufnahme wurde zuvor gesperrt. Das geschieht entweder, wenn der G-Sensor der Kamera eine Erschütterung (also zum Beispiel einen Unfall) erkennt und die Datei automatisch sperrt.
Was ist der G-Sensor bei einer Dashcam?
Jede Dashcam hat einen sogenannten G-Sensor eingebaut. Das ist ein Beschleunigungssensor, der in der Lage ist, Bewegungen zu erkennen. Dadurch kann die Dashcam zum Beispiel Erschütterungen oder einen Aufprall wahrnehmen. Wenn ein Ereignis erkannt wird, wird durch das Signal des G-Sensors das aktuelle Video automatisch gesperrt. So wird die Datei auf keinen Fall gelöscht und kann im Notfall als Beweismittel dienen.
Wieviel zahlt man für eine gute Dashcam?
Die Spitzen-Dashcam, die Azdome GS63H, kostet knapp 100 Euro. Doch es gibt auch preiswertere Optionen, insbesondere für diejenigen, die auf 4K-Aufnahmen verzichten können. Die Rollei Dashcam-402 ist rund 60 Euro günstiger und liefert im Test ebenfalls gute Aufnahmen.
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