Die Ergebnisse des Dashcam-Tests!

Die Ergebnisse des Dashcam-Tests!

Dashcam-Test (2019)

Sieben Dashcams im Test

Nachdem der BGH Dashcam-Aufnahmen als Beweismittel zugelassen hat, wollen sich viele Autofahrer eine Autokamera kaufen. AUTO BILD zeigt, wie sieben Dashcams im Test abgeschnitten haben.
Seit der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil (VI ZR 233/17) Dashcam-Videos als Beweismittel vor Gericht zugelassen hat, erfreuen sich die kleinen Autokameras immer größerer Beliebtheit. Mittlerweile bieten sogar die ersten Kfz-Versicherer bessere Konditionen für Dashcam-Nutzer an. Aber welche Kamera liefert wirklich gutes, nützliches Bildmaterial? AUTO BILD hat sieben Dashcams getestet.

Sieben Dashcams im Test – zwei mit Speicherproblemen

Sieben Dashcams ins Auto und los: Insgesamt sechs Stunden dauerte die Testfahrt.

Eins gleich vorweg: Einen Totalausfall gab es nicht, alle Dashcams machten einen soliden Job. Allerdings gab es zwei Fälle, in denen die digitalen Beweismittel eventuell verloren gegangen wären. Bei der Aukey DR02 J 4K wurden einige, eigentlich gesperrte Videos, überschrieben. Die iTracker GS6000-A12 fror zwischendurch ein, das Drücken des Notfallknopfes blieb in der Folge ereignislos. Außerdem gab's hin und wieder die Fehlermeldung: SD-Karte zu langsam. Dabei wurden die Vorgaben des Herstellers bei Auswahl des Speichermediums beachtet. Grund genug, um beide Modelle in der Kategorie "Bedienung" abzuwerten.
Alle anderen Dashcams speicherten die Aufnahmen einwandfrei – wenn auch einigen Kameras ein klar erkennbarer Knopf zur Sperrung der aktuellen Aufnahme fehlt (z. B. Truecam H5, Lamax T6). Die Bedienung der Dashcams klappte bei allen Testkandidaten weitgehend intuitiv. Praktisch: Die Autokameras sind in der Regel direkt einsatzbereit, keine zeitaufwendige Einrichtung erforderlich. Manche bringen sogar eine App mit, sodass die Videos direkt auf dem Smartphone landen. Das ist praktisch, aber nicht unbedingt nötig – die Auswertung am PC klappt in der Regel genauso gut.

Bei Bildqualität trennt sich die Spreu vom Weizen

In Sachen Bildqualität zeigten sich bei den Dashcams im Test deutliche Unterschiede. Lichttechnisch schwierige Situationen sind unter anderem starke Hell-Dunkel-Kontraste wie bei Sonnenschein oder entgegenkommenden Fahrzeuge in der Nacht. Hier zeigte sich, wer wirklich was auf dem Kasten hat: Einige Kameras (z. B. Transcend Drivepro 230) verfügen dafür über den Aufnahmemodus WDR (Wide Dynamic Range), der Über- oder Unterbelichtung beziehungsweise ein Blenden vermeidet.
Das im Vergleich schwächste Bild lieferte ausgerechnet das Produkt von Kamera-Spezialist Rollei: Die Farben der Dashcam 408 sind wenig brilliant, insgesamt wirkt das Bild selbst bei Tageslicht etwas dunkel. Tipp: Um die optimale Bildqualität zu erzielen, sollten Sie immer die höchstmögliche Auflösung Ihrer Dashcam wählen. Auch wenn diese unter Umständen nicht die optimalen 60 Bilder pro Sekunde ermöglicht. Viele Aufnahmen in geringerer Qualität (z. B. in FullHD bei der 4k-Dashcam), sind sehr unscharf und rauschen stark.

Nextbase ist klarer Testsieger

Einfaches Handling, gutes Bild, fairer Preis: Die Transcend Drivepro 230 ist Preis-/Leistungssieger.

Testsieger des Dashcam-Vergleichs ist die Nextbase GW 422 – mit einem Preis von rund 180 Euro gleichzeitig auch das teuerste Modell im Vergleich. Aber hier stimmt das Gesamtpaket: Die Bedienung ist einfach, die Bildqualität überzeugt, Zusatzfunktionen und Zubehör sind nützlich und durchdacht. Es gibt lediglich minimale Punktabzüge, da in der beiliegenden Anleitung Sicherheitshinweise zur Anbringung und Nutzung der Dashcam fehlen, und weil das Stromkabel beim Einstellen der Halterung im Weg ist. Die detaillierten Test-Ergebnisse der einzelnen Kandidaten sowie Videoaufnahmen der einzelnen Dashcams, finden Sie hier:
Platz 1: Nextbase GW 422
Platz 2: Transcend Drivepro 230
Platz 3: Lamax T6
Platz 4: Truecam H5
Platz 5: Rollei Dashcam 408
Platz 5: iTracker GS6000-A12
Platz 7: Aukey DR02 J 4K
# Dashcams im Test
1.

Nextbase 422 GW

Preis*: 189,00 Euro
Note: sehr gut

2.

Transcend DrivePro 230Q

Preis*: 98,99 Euro
Note: gut

3.

Lamax T6

Preis*: 99,99 Euro
Note: gut

4.

TrueCam H5

Preis*: 143,72 Euro
Note: gut

5.

Rollei DashCam 408

Preis*: 89,93 Euro
Note: befriedigend

6.

iTracker GS6000-A12

Preis*: 159,99 Euro
Note: befriedigend

7.

Aukey DR02 J 4k Dashboard Camera

Preis*: 89,99 Euro
Note: ausreichend

*Preise: Stand 19.11.2019

So hat AUTO BILD getestet

Alle sieben Dashcams ausgepackt, geupdatet, ab ins Auto und auf in den Straßenverkehr – bei verschiedenen Verkehrsverhältnissen, wechselnden Witterungen und unterschiedlichen Tageszeiten. Insgesamt sechs Stunden waren wir mit den Kameras im Auto unterwegs und haben überprüft, wie gut sie bedienbar sind, und ob sie den Fahrer gegebenenfalls mehr ablenken als unterstützen. Plus: Parkhaus-Session zum Test der Parkmodi (wenn vorhanden). Anschließend am PC eine Analyse der Videoqualität – einmal bei 1080p und einmal bei maximaler Auflösung.

Stichworte:

Dashcam

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