Dauertest-Report: Roberta Adonis
So liefen die ersten 5000 Kilometer mit dem Camper

– Ein Kastenwagen für alle Fälle: Der Robeta macht als autarkes Festivalmobil sowie als sportlicher Van eine gute Figur.
Bild: Uli Sonntag / AUTO BILD
Schwarz ist ja immer eine schwierige Lackierung für ein Reisemobil. Nicht nur, weil man den Staub so herrlich sieht, sondern auch, weil der Lack im Sommer ziemlich heiß werden kann. Redakteurin Jenny Zeume war allerdings froh über den Farbton. Weil ihr eigener alter Mercedes Vito in der Werkstatt stand, fuhren sie und ihr Mann im Juni kurzerhand mit dem Robeta Adonis zum Metal Frenzy Open Air in Gardelegen (Sachsen-Anhalt) und testeten den Neuzugang gleich auf Autarkie.
Strom und fließend Wasser sind auf so einem Festivalcamp nämlich gern mal Mangelware. An ebenfalls schwarz gewandeten Menschen mangelte es hingegen nicht. So fügte sich der Edelvan also wunderbar ins Bild. Und unsere Redakteurin freute sich darüber, dass sie in diesem Jahr nicht die Dixies vor Ort benutzen musste, sondern ihr eigenes Wohlfühlbad dabeihatte.

Unser Dauertest-Van ist mit slowenischem Kennzeichen unterwegs.
Bild: Uli Sonntag / AUTO BILD
Auch das ist nämlich auf autarkes Stehen ausgelegt. Die ungewöhnliche Zerhackertoilette von Dometic hat einen 49 Liter fassenden Schwarzwassertank. Das Badezimmer ist für einen Sprinterausbau groß, sodass man sich bequem darin bewegen kann. Nur das Duschkonzept hat Jenny noch nicht so richtig überzeugt, denn gewaschen wird sich mit einer Duschbrause über der Toilette. Das ist so gewollt von Robeta, alle Materialien im Bad sind wasserfest und leicht abzuwaschen.
In Sachen Stromversorgung bekommt der Adonis ein Bienchen mit Stern. Die Solaranlage speist im Sommer das Batteriesystem und sorgt bei wechselhaftem Wetter dafür, dass die Energiespeicher bei dauerhaft laufendem Kühlschrank und regelmäßiger Nutzung von Licht, Toilette und Co stets zu mindestens 70 Prozent voll sind.
Robeta Adonis: technische Daten
TECHNISCHE DATEN | ROBETA ADONIS |
|---|---|
Motorisierung | 319 CDI |
Motor/Bauart/ Zylinder/Einbaulage | Diesel/in Reihe/ vier/vorn längs |
Hubraum | 1950 cm3 |
kW (PS) bei U/min | 140 (190) bei 3800 |
Nm bei U/min | 400 bei 1700 |
Höchstgeschwindigkeit | k. A. |
Getriebe | Neunstufen-Wandlerautomatik |
Antrieb | Hinterrad |
Bremsen vorn/hinten | Scheiben/Scheiben |
Testwagenbereifung | 235/65 R 16 C |
Reifentyp | Continental VanContact Camper |
Tankinhalt/Kraftstoffsorte | 93 l/Diesel + 22 l AdBlue |
Anhängelast gebremst/ ungebremst | 2800/750 kg |
Länge/Breite/Höhe | 5930/2040/2630 mm |
Radstand | 3665 mm |
Testwagenpreis | 143.779 Euro |
Leider kann man das nicht von der Starterbatterie behaupten. Aus einem noch nicht bekannten Grund wird die Fahrzeugbatterie von Tag zu Tag leerer.
Nach vier Tagen Festival zeigte das Display nur noch 30 Prozent an, und der Mercedes meckerte, dass man doch jetzt bitte den Motor starten solle, um die Batterie via Lichtmaschine zu laden.

XXL-Platte in der Küche: nicht nur zum Kochen praktisch, sondern auch als mobile Bar.
Bild: AUTO BILD
Einer der Übeltäter könnte die Schiebetür sein. Die funktioniert vollelektrisch und ist an eine automatisch ein- und ausfahrbare Trittstufe gekoppelt. Was am Anfang auf dem Platz noch Eindruck schindet, ist in der Campingpraxis aber nur nervig.
Für jedes vergessene Utensil muss man das langwierige Ritual aus Handgriff ziehen, warten und zugucken über sich ergehen lassen.
Werkstattbesuch aufgrund einiger Defekte
Demnächst steht sowieso ein Werkstattbesuch an, denn trotz seiner geringen Gesamtlaufleistung von 22.335 Kilometern hat der Adonis schon einige Defekte. Die scheinen allerdings auf grobe Menschenhände und nicht auf mangelnde Qualität zurückzugehen.
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