Wenige Wochen ist es her, dass Denza mit dem D9 und Z9GT seine Europa‑Premiere feierte. Prompt präsentierte die BYD‑Tochter das nächste, deutlich emotionalere Modell: den Denza Z. Was bislang als spektakuläre Studie galt, rückt nun näher an die Serie – inklusive konkreter Leistungsdaten, die selbst im Supersportwagen‑Segment aufhorchen lassen.

Cabrio, Coupé und Track-Variante

Einen ersten Ausblick gab Denza bereits im Frühjahr auf der Auto China 2026. Dort stand das seriennahe Denza Z Cabriolet, dessen Proportionen und Linienführung unübersehbar an italienische Sportwagen wie den Maserati MCPura und MCPura Cielo erinnern – nicht zuletzt wegen der auffälligen türkisfarbenen Lackierung.
Denza Z
Auf der Auto China 2026 präsentierte Denza die Cabrio-Version der Z-Modellreihe in einem blau-grünen Farbton.
Bild: Denza
Nun gibt es konkretere Infos zur neuen Serienversion, die als Coupé, Cabriolet und in einer rennstreckenorientierten Variante kommt. Während Coupé und Cabrio vergleichsweise zivil auftreten, setzt der Track‑Z auf eine deutlich geschärfte Aerodynamik mit modifizierten Stoßfängern, größerem Frontsplitter, markantem Diffusor und einem feststehenden, großen Heckflügel. Erste Prototypen dieser Version wurden bereits auf der Nordschleife des Nürburgrings gesichtet.
Denza Z Track-Version
Die Track-Variante zeichnet sich durch schwarze Elemente, einen Heckflügel und 20-Zoll-Felgen aus.
Bild: Denza
Verantwortlich für das Design ist Wolfgang Egger, ehemaliger Audi‑ und Lamborghini‑Chefdesigner, der heute das Styling der BYD‑Marken Denza, Fang Cheng Bao und Yangwang prägt. Das gestalterische Leitmotiv nennt Denza "fließende Seide" – sichtbar in den weichen, eleganten Linien trotz klarer Sportwagen‑DNA.
Denza Z
Die filigranen Rückleuchten geben dem Sportwagen eine elegante Note.
Bild: Denza

Dreimotor‑Allrad und bis zu 1600 PS

Technisch geht Denza jedoch einen völlig anderen Weg als die europäischen Vorbilder. Der Z ist konsequent elektrisch und setzt serienmäßig auf einen Dreimotor‑Allradantrieb. Dabei sind zwei Leistungsstufen vorgesehen.
Die Topversion kombiniert einen 500‑kW‑Motor (680 PS) an der Vorderachse und zwei jeweils 340 kW (462 PS) starke Maschinen an der Hinterachse. Macht zusammen brutale 1180 kW (1604 PS) – ein Wert, der klar im Hypercar‑Bereich liegt und an Fahrzeuge wie den Koenigsegg Jesko Absolut anknüpft. Für die zivileren Varianten sind ebenfalls drei Motoren vorgesehen, jedoch mit einer deutlich reduzierten Gesamtleistung von 360 kW (490 PS).
Denza Z Coupé
Flach, breit, eigenständig: Der 4,78 Meter lange Denza Z misst fast zwei Meter in der Breite und ist nur 1,15 Meter hoch.
Bild: Denza
Offizielle Beschleunigungswerte nennt Denza bislang nicht, doch die Eckdaten sprechen für sich: bis zu 300 km/h Höchstgeschwindigkeit für Coupé und Cabrio, bis zu 350 km/h für die beflügelte Track‑Version. Das Gewicht liegt je nach Variante zwischen rund 2,2 und 2,3 Tonnen.
Dazu kommen BYDs elektromagnetisches DiSus‑M‑Fahrwerk, das Fahrerassistenzsystem "Eye of the God" und die neue 1500‑kW‑Flash‑Charging‑Technologie. Letztere soll die Batterie in nur fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent laden.

Modell auch für Europa

Obwohl der Denza Z auf der Auto China debütierte, haben andere Märkte Priorität. Europa und weitere Exportmärkte sollen noch vor China bedient werden. Die erste dynamische Präsentation soll es im Juli 2026 beim legendären Festival of Speed in Goodwood geben.
Auch bei den Preisen hält sich Denza noch bedeckt. Laut "Carscoops" dürften in China 400.000 bis 500.000 Yuan aufgerufen werden, umgerechnet etwa 50.000 bis 62.000 Euro. Damit wäre der Denza Z ein echtes Schnäppchen – und deutlich günstiger als vergleichbare Modelle von Maserati, Porsche, Ferrari, Mercedes und Co.