Leicht, wendig, kompakt – und innen groß, luftig, mit viel Stauraum. Klingt nach dem Rezept für einen Traum-Wohnwagen, oder? Tja, nur leider stoßen sich diese Attribute in der Realität geradezu gänzlich ab. Ein großzügiges Raumgefühl will mit ausladender Aufbaulänge und -breite erkauft werden, der Stauraum auch. Das treibt wiederum fast automatisch das Gewicht in die Höhe, und mit der Wendigkeit ist's dann auch nicht mehr so weit her. Ein Dilemma? Nö, dachten sie sich bei Dethleffs und entwickelten den Coco. 2017 war der erste Prototyp auf dem Düsseldorfer Caravan Salon zu sehen. Sein frisches Interieurdesign und die knuffige Form kamen beim Publikum so gut an, dass das Konzept zur Serienreife geführt wurde. Marktstart war im September 2018. Das dürfte die Kundschaft freuen, die sich nicht nur modernere Wohnraumkonzepte und holzdekorfreies Mobiliar wünscht, sondern auch Wert auf ein geringes Gewicht legt. Mit 733 Kilogramm fahrbereit wird der Coco nämlich auch zum guten Begleiter kleiner Zugfahrzeuge – und richtig interessant für Klasse- B-Führerscheinler. Die dürfen ja Anhänger mit über 750 Kilo zGG fahren, wenn der gesamte Zug unter 3,5 Tonnen bleibt. Bei unserem Testgespann haut das voll hin. Also los, rein ins Vergnügen!
Zum Bettenbau einfach die Truhe unter der Querbank im Heck herausziehen und dann die Rückenpolster zusammenklappen und drauflegen.
Das ist er: Ein durchweg sympathisches Kerlchen! Außen hebt er sich durch seine weiche, rundliche Form von der Masse ab. Die glatte Alu-Außenhaut wirkt hochwertig, der Verzicht auf Stoßfänger und Deichselkasten sorgt für einen sehr klaren Auftritt. Ebenso auffällig: die vielen Fenster inklusive eines großen Panorama-Ausgucks am gerundeten Bug. Das lässt schon beim ersten Anblick auf ein helles und freundliches Interieur hoffen. Und so kommt es dann auch. Schon beim Entern durch die breite Eingangstür fallen der hellgraue Fußboden mit zurückhaltendem Muster, die Möbel mit ihrem mattweißen Dekor und der lichtdurchflutete Raum positiv auf. Wie von selbst schweift der Blick von der Bugküche nach links über die gerundete Badezimmertür und entlang des großen Kleiderschranks in die üppige Lounge im Heck. Sie lädt mit ihren samtenen Polstern und Nackenrollen in Meeresfarben direkt zum Reinlümmeln ein. An der linken Seite findet sie direkten Übergang in die Dinette mit flexiblen Hockern und verschiebbarem Tisch. Das ganze Konzept ist auf Multifunktionalität und einfache Bedienbarkeit ausgelegt. Und tatsächlich: Weder beim Variieren der Dinette noch beim Bettenbau tun sich Fragen auf. Zudem machen die vielen Schränke Ordnung halten leicht.
Der schmale Aufbau gewährt eine gute Sicht nach hinten
5,89 Meter Gesamtlänge machen den Coco zum angenehmen Nachläufer – und das Rangieren einfach.
Das hat er: Eine kluge Konstruktion. Die definierten Rundungen geben dem Coco Stabilität, wodurch die Verbundwerkstoffe leichter ausfallen können. Im Bad schafft ein Klappwaschbecken Raum. Die Küche bietet Zwei-Flammen-Gaskocher, Spüle sowie ein Gewürzregal und beherbergt den Frischwassertank. Warm wird's durch die Truma Vario Heat, an die eine Truma-Therme gekoppelt ist. Die gehört zum Lounge-Up-Paket (96 Kilo), mit dem die ersten 100 Coco serienmäßig ausgestattet sind. Es beinhaltet zudem u.a. eine Auflastung auf 1100 Kilo zGG, den großen Kühlschrank (Serie 90 Liter), eine Ambientebeleuchtung, das große Bugfenster oder die Fliegengitter-Tür. Immer dabei ist die umlaufende Kederleiste, an der auch über Eck ein Sonnensegel fixiert werden kann, sowie der Elektroblock mit Umformer und Sicherungsautomat. So fährt er: Sehr artig. Durch sein geringes Gewicht ist er an stärkeren Zugwagen kaum zu spüren, zudem begünstigt sein schmaler Aufbau eine gute Sicht nach hinten. Die Auflaufbremse arbeitet so unauffällig wie die Rückfahrautomatik (Serie). Für alle Fälle fährt immer eine AKS-Antischlingerkupplung mit, das beruhigt. Schließlich ist der Coco für 100 km/h zugelassen.
Der Coco ist eine Bereicherung. Er sieht gut aus, ist tadellos verarbeitet und schont durch seine Leichtbauweise auch noch die Umwelt. Dethleffs hat damit den richtigen Weg eingeschlagen, denn Downsizing nur beim Zugwagen nutzt ja nichts. Urteil: 4,5 von fünf Punkten.
Dethleffs Coco Lounge im Wohnwagen-Test
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Leicht, wendig, kompakt – und innen trotzdem groß, luftig, mit viel Stauraum: Der Dethleffs Coco Lounge kann beides. Mit 733 Kilogramm fahrbereit wird der Coco auch zum guten Begleiter kleiner Zugfahrzeuge – und richtig interessant für Klasse-B-Führerscheinler. AUTO BILD CARAVAN hat ihn getestet!
Bild: Jochen Gerhardt
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Der Coco Lounge (ab 18.799 Euro) ist ein durchweg sympathisches Kerlchen! Außen hebt er sich durch seine weiche, rundliche Form von der Masse ab. Die glatte Alu-Außenhaut wirkt hochwertig, der Verzicht auf Stoßfänger und Deichselkasten sorgt für einen sehr klaren Auftritt. Ebenso auffällig: die vielen Fenster. Das lässt ...
Bild: Jochen Gerhardt
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... auf ein helles und freundliches Interieur hoffen. Und so kommt es dann auch. Schon beim Entern durch die breite Eingangstür fallen der hellgraue Fußboden mit zurückhaltendem Muster, die Möbel mit ihrem mattweißen Dekor und der lichtdurchflutete Raum positiv auf.
Bild: Jochen Gerhardt
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Die üppige Lounge im Heck lädt mit ihren samtenen Polstern und Nackenrollen in Meeresfarben direkt zum Reinlümmeln ein.
Bild: Jochen Gerhardt
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An der linken Seite findet sie direkten Übergang in die Dinette mit flexiblen Hockern und verschiebbarem Tisch.
Bild: Jochen Gerhardt
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Die Küche bietet einen Zwei-Flammen-Gaskocher, eine Spüle sowie ein Gewürzregal und beherbergt den Frischwassertank. Ein riesiges Panoramafenster lässt viel Tageslicht herein.
Bild: Jochen Gerhardt
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Das ganze Konzept ist auf Multifunktionalität und einfache Bedienbarkeit ausgelegt. Und tatsächlich: Weder beim Variieren der Dinette noch beim Bettenbau tun sich Fragen auf. Zum Bettenbau einfach die Truhe unter der Querbank im Heck herausziehen ...
Bild: Jochen Gerhardt
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... und dann die Rückenpolster zusammenklappen und drauflegen – Bett fertig!
Bild: Jochen Gerhardt
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In der Truhe findet alles Platz, was schwer ist oder nicht in den Kleiderschrank soll.
Bild: Jochen Gerhardt
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Bettgeflüster wird sich hier wohl auch um den gebotenen Platz und Komfort drehen.
Bild: Jochen Gerhardt
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Der Tisch lässt sich verschieben und auch in der Lounge einhaken.
Bild: Jochen Gerhardt
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Je nach Vorliebe oder Platzbedarf wird aus den zwei Hockern eine Längsbank.
Bild: Jochen Gerhardt
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Ordnung zu halten fällt mit dem geräumigen und praktisch aufgeteilten Schrank leicht.
Bild: Jochen Gerhardt
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Freundlich: Die hellen, großen Dachschränke sind gegen Kopfnüsse unten eingezogen.
Bild: Jochen Gerhardt
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Warm wird's durch die Truma Vario Heat, an die eine Truma-Therme gekoppelt ist. Die gehört zum Lounge-up-Paket (96 Kilo), mit dem die ersten 100 Coco serienmäßig ausgestattet sind. Es beinhaltet zudem u.a. eine Auflastung auf 1100 Kilo zGG, ...
Bild: Jochen Gerhardt
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... den großen Kühlschrank (142 statt 90 Liter), eine Ambientebeleuchtung, das große Bugfenster oder die Fliegengitter-Tür.
Bild: Jochen Gerhardt
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Versorgt: Strom- und TV-Anschlüsse sind kombiniert, ...
Bild: Jochen Gerhardt
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... der Gaskasten ist für zwei 5-Kilo-Flaschen ausgelegt.
Bild: Jochen Gerhardt
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Gekurbelt wird serienmäßig natürlich von Hand. Das cleane Heck kommt ohne Stoßfänger aus.
Bild: Jochen Gerhardt
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Der Abwassertank reist im Innenraum oder der optionalen Deichseltasche mit.
Bild: Jochen Gerhardt
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Durch sein geringes Gewicht ist der Coco an stärkeren Zugwagen kaum zu spüren, zudem begünstigt sein schmaler Aufbau eine gute Sicht nach hinten. Die Auflaufbremse arbeitet so unauffällig wie die Rückfahrautomatik. Für alle Fälle fährt immer eine AKS-Antischlingerkupplung mit.
Bild: Jochen Gerhardt
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Fazit: Der Coco ist eine Bereicherung. Er sieht gut aus, ist tadellos verarbeitet und schont durch seine Leichtbauweise auch noch die Umwelt. Dethleffs hat damit den richtigen Weg eingeschlagen, denn Downsizing nur beim Zugwagen nutzt ja nichts. Urteil: 4,5 von fünf Punkten.