Bei Dethleffs in Isny haben sie sich mit den eigenen Kastenwagen etwas mehr Zeit gelassen. Macht aber nix, gut Ding will ja Weile haben. In den vergangenen Jahren hatte die Auftragsfertigung für andere Wohnmobil-Hersteller eben Vorrang, doch dafür rollen die beliebten Kompaktreisemobile jetzt in gleich mehreren verschiedenen Varianten von den Bändern im Allgäu.
Globetrail heißt die Baureihe, bei der Ausbauten auf den bewährten Stellantis-Modellen Fiat Ducato, Citroën Jumper und Peugeot Boxer den Anfang machten. Nun kommt der Ford Transit als alternative Basis hinzu. Während seine Geschwister optional ein Aufstelldach sowie unterschiedliche Bad- und Bettenkonfigurationen anbieten, setzt er erst mal auf nur einen Grundriss. Aber der fährt dafür ganz kompakt und mit einem sehr pfiffigen Bad vor.

Dethleffs Globetrail 590 C wildert fast im Revier der Bulli-Ausbauten

Das ist er: Voll auf Handlichkeit getrimmt. Mit nur 5,98 Meter Länge wildert er fast schon im Revier der unzähligen Bulli-und-Co-Ausbauten. Denen hat er aber viel mehr Stehhöhe (knapp 1,94 Meter), die vollwertigere Ausstattung und vor allem ein großes Bad voraus. Es befindet sich fahrerseitig hinter der Rücksitzbank und kann – Zauberei – seine Größe verändern. Im Normalzustand sind WC, Waschbecken und Ablagen nutzbar; das Räumchen ist mit einer Plexi-Milchglaswand zum Bett hin und mit einer Rollotür zum Gang geschlossen.
Dethleffs Globetrail 590 C
Helles, wohnliches und aufgeräumtes Interieur. Die Gestaltung betont Gemütlichkeit.
Bild: Martin Häußermann / AUTO BILD

Die Duschkabine (87 x 47 Zentimeter Grundfläche) entsteht so: das vordere der beiden Heckbetten hochstellen, Gepäckraumtrenner und Lattenrostauflage weglegen, Milchglaswand nach hinten klappen, Rollo und Duschvorhang zuziehen. Klingt kompliziert? Ist aber eine Minutensache, und das Platz-Plus beim Duschen ist es wert. Wer allein reist, kann das Bad auch so lassen – mit offenem Rollo wirkt das dann ziemlich luftig.

Stauräume und Sitzgruppe sind ausreichend groß

Das hat er: Eine recht reichhaltige Grundausstattung. Dazu gehören etwa zwei Airbags, Tempomat, bequeme Pilotensitze, Tellerfedern im Bett, Markise und elektrische Trittstufe. Ein sehr empfehlenswertes Extra ist der Auszug für die Gasflaschen im Heckschrank, der den bei Kastenwagen oft besonders mühsamen Flaschentausch stark erleichtert. Auch die Sechsstufenautomatik (ab 2499 Euro) ist eine Überlegung wert, ebenso das große Fahrassistenzpaket mit Abstandsregeltempomat, Multimediasystem inklusive 360-Grad-­Kamera usw. (9999 Euro).

Campingstühle im AUTO BILD-Test

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Mit einer praktischen Innovation überrascht der Küchenblock: Seine Schubladen lassen sich bei geöffneter Schiebetür auch nach außen aufziehen. Die Kocher-Spüle-Kombi ist reinigungsfreundlich, und Arbeitsfläche schafft die Klapperweiterung. Auch Stauräume und Sitzgruppe gerieten ausreichend groß, im Heckbett allerdings kneift's bei der Länge. Da sollte zumindest optional ein Verbreiterungskasten her.

Technische Daten

Technische Daten
Motorisierung
2.0 TDCi EcoBlue
Leistung
96 kW (130 PS) bei 3250/min
Hubraum
1995 cm3
Drehmoment
360 Nm bei 1500/min
Höchstgeschwindigkeit
147 km/h
Getriebe/Antrieb
Sechsgang manuell/Vorderrad
Tankinhalt/Kraftstoffsorte
70 l/Diesel + 24 l AdBlue
Länge/Breite/Höhe
5980/2020/2780 mm
Radstand/Bereifung
3750 mm/235/65 R 16 C
Leergew. fahrbereit/Zuladung
2960/540 kg
Anhängelast (gebremst/ungebremst)
1500/750 kg
Material Wand/Dach/Boden
je Stahlblech
Isolierung Wand/Dach/Boden
je XPS
Liegefläche Mitte L x B
1680 x 780-1010 mm
Liegefläche Heck L x B
1910 x 1260-1360 mm
Innenhöhe max.
1940 mm
Kühlschrank/Eisfach
Kompressor, 84/6 l
Herd
Gas, 2 Flammen
Bordbatterie
AGM, 12 V/95 Ah
Frisch-/Abwassertank
100/90 l
Gasvorrat/Heizung
2 x 11 kg/Truma Combi 4
Grundpreis/Testwagenpreis
ab 58.999 Euro

So fährt er: Ganz wie es die Abmessungen versprechen. Fast spielerisch zirkelt er ums Eck. Die Lenkung ist direkt, das Fahrwerk mit feinfühligem Ansprechen der Federung dagegen angenehm sanft abgestimmt. Unaufdringlich arbeitet der zugstarke Dieselmotor, nur vom großen Dachfenster kommt ein Pfeifen.

Bildergalerie

Dethleffs Globetrail 590 C
Sunlight Cliff 590 4x4
Dethleffs Globetrail 590 C
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Fahrbericht: Dethleffs Globetrail 590 C

Fazit

von

AUTO BILD
Das Konzept des 590 C ist stimmig. Er will eine eigenständige Alternative zu den Globetrail-Geschwistern mit anderer Basis sein, Mobilisten ansprechen, die Wert auf Variabilität legen. Und ihn vielleicht sogar im Alltag nutzen wollen.