Ratter, rumpel, ruckel. Ein Zischen, ein Knall noch und los. Mit quietschenden und qualmenden Rädern rast der Renner weiter. Vier Sekunden hat das Reifenwechseln und Tanken an der Box gedauert. In dieser Zeit können wir Normalmenschen gerade mal eine Nummer ins Handy tippen. Ganz klar: Die schnellsten Stopps im Motorsport macht die DTM. Der Schnellservice in der ersten Deutschen Tourenwagen-Liga ist der pure Adrenalinkick. 100 Handgriffe in vier Sekunden. 16 Mechaniker wuseln ums Auto. Jeder hat da exakt seinen Job. Anders als in der Formel 1 wird ein DTM-Auto mit Luftdruck statt mit Hebel- und Armkraft aufgebockt. Dabei schießen drei zehn Zentimeter hohe Stempel aus dem Wagenboden.

In der Formel 1 dauert es zwei Sekunden länger

Boxenstopp
Bild: Werk
Pro Rad arbeiten nun drei Mann: Nummer eins am Schlagschrauber, Mutter und altes Rad runter. Nummer zwei setzt das frische Rad drauf, während Nummer drei das gebrauchte auffängt. Nummer eins zieht die Radmutter an und drückt einen Knopf: "Fertig!", lautet das ausgelöste Signal. Alle vier fertig: Auto wird vollautomatisch wieder abgesenkt. Dann muss auch der Tanker fertig sein. 20 Liter Sprit fließen rein, fünf pro Sekunde. Und nur dank der Schwerkraft, nicht mit Druck wie in der Formel 1. Dort dauern die schnellsten Boxenstopps übrigens sechs Sekunden. Wo so fix hantiert wird, sind Pannen Alltag. Besonders kritisch: Ein Rad ist nicht richtig fest oder die Tankkanne bleibt stecken und fährt mit. Nur noch drei Rennen 2007: Wetten, dass die beste Boxencrew bei Audi oder Mercedes den Meister macht?