Rheinhessen punktet mit mildem Klima, vorzüglichen Weinen und der von Reben beherrschten Kulturlandschaft. Schon die Römer liebten den Landstrich und nutzten seine Thermalquellen rund 500 Jahre lang für Wellness und Erholung. Das geht auch heute noch. Was es in der Antike noch nicht gab, sind kirchenartige Luxusimmobilien für Hornvieh, internationale Graffiti-Kunst, übertrieben große Pappmachéköpfe, Bananensattel, Nachhilfe vom Sternekoch oder Atombunker mit Diätessen. Schönen Urlaub in Rheinhessen! Hier geht es zu den passenden Stellplätzen.

Stadtschloss und Landtag – Wiesbaden

Volksnah wollte er sich geben, Herzog Wilhelm von Nassau (1792–1839). Darum ließ er anno 1835 ein für die damalige Zeit recht bescheiden anmutendes Stadtschloss im Zentrum von Wiesbaden bauen. Und zwar in enger Nachbarschaft zu seinen Untertanen: Das Schloss wurde direkt an nebenstehende Wohnhäuser angebaut. Mit der Volksnähe wurde es dennoch nichts für Wilhelm. Er starb 1839, noch bevor er in seine neue Immobilie einziehen und sich mit seinen bürgerlichen Nachbarn bekannt machen konnte. Statt des Herzogs praktiziert heute der Hessische Landtag Bürgernähe im Schloss. Regelmäßige Besichtigungstouren führen durch das hinzugefügte moderne Plenargebäude und Teile des historischen Stadtschlosses. Von innen besehen ist es dann doch nicht so nüchtern, wie die Fassade vermuten lässt.
Schlossplatz 1-3, 65183 Wiesbaden
Tel. 06 11-35 00
www.wiesbaden.de
Besucherdienst des Hess. Landtags
Tel. 06 11-35 03 67

Nerobergbahn – Wiesbaden

Im Norden der Stadt ächzt seit 1888 eine Wasserlast- und Zahnstangen- Standseilbahn vom Nerotal 83 Höhenmeter hinauf auf den Neroberg. Angesichts der Steigung von bis zu 25 Prozent (!) ist das Schwerstarbeit für das historische Verkehrsmittel. Das Antriebssystem ist genial: Der an der Bergstation stehende Wagen wird mit bis zu 7000 Liter Wasser befüllt und zieht den im Tal wartenden Wagen durch seine tonnenschwere Wasserlast per Stahlseil bergauf, während er selbst sich nach unten bewegt.
Wohnmobil-Stellplätze finden Sie auf pincamp.de
Im Tal wird das Wasser abgelassen, bergauf gepumpt – und das Spiel kann von neuem beginnen. Ein Wagenführer reguliert die Geschwindigkeit der blau-gelben Waggons, die zusätzlich zum Seil durch Zahnräder gesichert sind. Auf dem Berg erwartet Besucher eine tolle Aussicht über die Stadt, ein ausgedehntes Waldgebiet und der "Turm": ein Ausflugslokal mit großer Außenterrasse. Wer noch in diesem Jahr mit der Nerobergbahn fahren möchte, muss sich sputen. Sie verkehrt nur noch bis Ende Oktober.
Wilhelminenstraße 51, 65193 Wiesbaden
Tel. 06 11-45 02 25 50
www.nerobergbahn.de
Öffnungszeiten: tägl. 9-19 Uhr
Preise Berg- u. Talfahrt: 6 Euro (Erw.), 3,50 Euro (Kinder v. 6-14 J.)

Sternschnuppenmarkt – Wiesbaden

Vor der Kulisse des Schlosses (Ziel 1) und der Marktkirche stimmen sich die Wiesbadener auf dem traditionellen Sternschnuppenmarkt auf Weihnachten ein. Der Budenzauber verdankt seinen Namen der festlichen Illumination: Lichter in Form von Lilienblüten beleuchten die festliche Szenerie – ein Zitat der Lilien im Wiesbadener Stadtwappen. Die Glanzlichter erinnern zugleich an Sternschnuppen. Die Stände mit Kunst-handwerk, Glühwein und typisch hessischen Leckereien wie Handkäs mit Musik, Bethmännchen oder Ahle Wurscht werden ergänzt von einer Kunsteisbahn am Hessischen Staatstheater und einem 45 Meter hohen Riesenrad. Von oben haben Besucher einen herrlichen Blick über den glitzernden Sternschnuppenmarkt und die festlich geschmückte Innen-stadt.
Tourist-Info, Marktplatz 1, 65183 Wiesbaden
Tel. 06 11-1 72 99 30
www.wiesbaden.de
Termin: 22.11.- 23.12.24

Kaiser-Friedrich-Therme – Wiesbaden

Das luxuriöse Bad von 1913 zählt zu den traditionsreichsten Wellnesspalästen Deutschlands. Es ruht auf dem Fundament eines antiken Schwitzbades – schon die Römer wussten die heißen Quellen der Region sehr zu schätzen. Das Interieur im Stil eines klassischen Badehauses mit säulenverzierten Räumen und verspielter Ornamentik spiegelt die Historie des Ortes wider. Für Erholung sorgt das gut 60 Grad heiße Wasser der Adlerquelle tief unter der Stadt. Sie speist die bis zu 39 Grad warmen Wasserbecken der Textilfrei-Therme.
Zum Schwitzen gibt es mehrere Saunen und Dampfbäder, zum Abkühlen geht es wahlweise in den Frischluftraum, die tropische Eisregenzone oder ins Lavacrum, ein Kaltwassertauchbecken. Nach zehn Minuten im russischen Dampfbad oder in der finnischen Sauna fällt das Eintauchen nicht sonderlich schwer. Im Gegenteil: Es ist eine echte Wohltat. Regelmäßige Saunagänger wissen das.
Langgasse 38-40, 65183 Wiesbaden
Tel. 06 11-31 70 60
www.mattiaqua.de
Thermen und Kaiser-Friedrich-Therme anklicken
Öffnungszeiten: Mo.-So. 10-22 Uhr, Di. ist Frauentag
Preise: ab 15 Euro für Erwachsene, Preise je nach Wochentag

Kurviertel – Wiesbaden

Seinen Aufstieg zur mondänen Kurstadt verdankt Wiesbaden keinem Geringeren als Wilhelm I. Als der Preußen-König und spätere erste deutsche Kaiser anno 1867 erstmals in die Stadt kam, verliebte er sich sofort in die hübschen Kuranlagen mit ihren Brunnen, aus denen warmes Quellwasser sprudelte – und sorgte mit seiner fortan sehr häufigen Anwesenheit zu Füßen des Taunus dafür, dass ihm viele weitere gekrönte europäische Häupter nach Wiesbaden folgten.
Zu den großen Attraktionen des Kurviertels zählt der weitläufige Kurpark, Mitte des 19. Jahrhunderts im englischen Landschaftsstil angelegt. Hinzu kommen die schon erwähnten Brunnen, aus denen Kurgäste streng kontrolliertes Quellwasser schöpfen können. Weiterer Blickfang ist das schlossartige Kurhaus von 1907, ein Wahrzeichen der hessischen Landeshauptstadt. Tipp: Einstündige Führungen verlaufen durch das repräsentative Foyer und die zwölf sehr unterschiedlich gestalteten Prunksäle – eine Zeitreise zurück in die wilhelminische Epoche.
Tourist-Info, Marktplatz 1, 65183 Wiesbaden
Tel. 06 11-1 72 99 30
www.wiesbaden.de

Graffiti-Kunst – Mainz-Kastel

Fastnacht, Mainzelmännchen und der Dom: Das sind die Dinge, die die meisten von uns spontan mit Mainz verbinden. An Graffiti-Kunst denken sicherlich nur die wenigsten. Und das, obwohl in Mainz-Kastel, streng genommen ein Stadtteil von Wiesbaden auf der Mainz gegenüberliegenden Rheinseite, in den vergangenen Jahren eine eindrucksvolle Street-Art-Galerie entstanden ist.
Jedes Jahr treffen sich internationale Stars der Szene in Kastel, um neue Werke an offiziell dafür freigegebene Wände zu sprayen. Dabei werden ältere Arbeiten nach und nach überdeckt. Aktuell prangt die Straßenkunst auf rund 5000 Quadratmeter Fläche – Mainz-Kastel ist zum riesigen Freiluftmuseum geworden. Es lohnt sich sehr, immer mal wieder hierherzukommen, sich die kostenlose, vergängliche Dosenkunst anzusehen und das ein oder andere Werk zu fotografieren, bevor es für immer verschwindet.
Rampenstraße/Theodor-Heuss-Brücke, 55252 Wiesbaden
Auskünfte: Tourist-Info, Marktplatz 1, 65183 Wiesbaden
Tel. 06 11-1 72 99 30
www.wiesbaden.de

Kasierpfalz – Ingelheim

Frankenkönig Karl (ca. 747-814) führte blutige Kriege in Sachsen und Spanien, gegen die Langobarden, die Dänen und Slawenstämme – und stieg im Jahr 800 schließlich zum Kaiser auf. Aus Karl wurde Karl der Große. Passend zu seinem Namen ließ er einen riesigen Palast in Ingelheim errichten. Die Architektur der Kaiserpfalz war inspiriert von römisch-antiken Villen und Palästen, schließlich sah sich Karl in einer Linie mit den großen römischen Herrschern.
Nach Karl dem Großen übernahmen die Ottonen, später die Staufer die Immobilie und veränderten sie nach ihrem Gusto. Heute stehen von der Kaiserpfalz nur noch Reste. Ein Rundweg und eine App helfen Besuchern bei der Orientierung und führen sie zu den interessantesten Bereichen des Denkmals. Die können Besucher übrigens schon vorab im Internet während eines digitalen Spaziergangs aufsuchen.
François-Lachenal-Platz 5, 55218 Ingelheim
Tel. 0 61 32-71 47 01
https://kaiserpfalz-ingelheim.de
Öffnungszeiten: tägl. ab 10 Uhr
Preis: 3 Euro (Erw.), unter 18 J. freier Eintritt

Sandhof Dirk Maus – Ingelheim

Seit 2013 betreibt der vielfach ausgezeichnete Koch Dirk Maus ein Restaurant in der Mühle auf dem Ingelheimer Sandhof. Längst ist der Gourmet-Tempel eine Institution in Rheinhessen, viele Gäste kommen von weit her, um sich von Sternekoch Maus kulinarisch verwöhnen zu lassen – ein einmaliges Erlebnis. Wer länger von einem Besuch auf dem Sandhof zehren möchte, hat die Option, mit dem Meister in der Küche am Herd zu stehen und zu kochen.
Maus bietet regelmäßig Koch-Events an, bei denen mehrere Köche am Herd stehen. Der Chef sorgt höchstpersönlich dafür, dass keiner von ihnen den sprichwörtlichen Brei verdirbt. Neben Tipps und Tricks vom Sternekoch gibt es zum Abschluss des fünfstündigen Kochens und Speisens ein Rezeptbuch. Das ein oder andere Gericht daraus lässt sich auch auf dem Dreiflammenherd im Reisemobil nachkochen.
Am Sandhof 7, 55262 Ingelheim
www.dirk-maus.de
Tel. 0 61 32-4 36 83 33
Öffnungszeiten: tägl. bis 18 Uhr
Preisbeispiel: mediterranes 4-Gang-Mittagsmenü 85 Euro zzgl. Getränken, Kochen mit Maus: 175 Euro p. P., begleitende Personen 80 Euro, Termine siehe Internet

Kulturufer – Bingen

Ein Spaziergang am Bingener Kulturufer fühlt sich fast so an wie eine kleine Wanderung am Meer. Der breite Rhein sorgt für Weite und Wellenplätschern. Allerdings ist an der rund drei Kilometer langen Promenade sehr viel mehr los als an der Küste. Hier, am Tor zum UNESCO-Welterbe "Oberes Mittelrheintal", steht der berühmte Mäuseturm mitten im Rhein. Das Ufer wird von Sportfeldern, Spielplätzen, Skateranlage, Open-Air- Bühne, Rosengarten, Zierkirschenhain und einem alten Kran gesäumt.
An der Promenade ist immer Leben Ganz besonders beim Fest des Binger Weinsenats am 3. November und bei diversen anderen kulturellen Veranstaltungen. Das Kulturufer ist eben nicht nur Naherholungsgebiet, sondern vor allem eine große Eventbühne. Gerade im Herbst ist aber zwischendurch immer wieder Ruhe. Dann haben Spaziergänger Zeit, dem Rhein beim gemächlichen Fließen zuzusehen und reihenweise Binnenschiffer abzugrüßen.
Tourist-Info, Rheinkai 21, 55411 Bingen
Tel. 0 67 21-18 42 00
www.dein-bingen.de

Fahrradmuseum – Gau-Algesheim

Besucher des Fahrradmuseums schlagen gewissermaßen zwei Fliegen mit einer Klappe. In fünf Ausstellungsräumen zeichnen die Museumsmacher die Geschichte des Zweirades von Karl Drais’ Laufmaschine über seltsame Tretkurbelapparate, Hoch-und Niederräder bis zum modernen Fahrrad nach. Zum anderen können sie sich quasi in einer Tour das alte Wasserschloss Andeck von innen ansehen. Denn hier residiert das Fahrradmuseum. Besonderheit in diesem Jahr ist die Ausstellung mit zwei absoluten Legenden der 1970er: dem BMX- und dem Bonanza-Rad. Für die etwas Älteren gibt es somit ein Wiedersehen mit legendären Bonanza- Features wie Hirschgeweihlenker und Bananensattel. Die Jüngeren, die nichts mit alldem anzufangen wissen, haben im Fahrradmuseum Gelegenheit, ihre peinliche Wissenslücke zu schließen – und sogar eine Runde auf einem Bananensattel zu drehen.
Schlossgasse 12, 55435 Gau-Algesheim
Tel. 0 67 25-99 21 43
www.fahrradmuseum-rheinhessen.de
Öffnungszeiten: siehe Internet, Eintritt: frei

Weingut Willems und Hofmann – Appenheim

Beim Gedanken an Schiefer und Muschelkalk läuft allenfalls der einst von Loriot „entdeckten“ Steinlaus das Wasser im Munde zusammen. Aber auch Weintrinker dürften Appetit auf einen Schoppen bekommen. Denn die Beschaffenheit des Bodens hat großen Einfluss auf den Geschmack des Weins. Schiefer gibt ihm viel Mineralität, während die Fruchtigkeit dezent in den Hintergrund tritt. Gleiches gilt für Kalk, nur schmeckt der Wein tendenziell noch etwas weicher und runder, er hat wenig Säure und einen langen, aromatischen Abgang. So viel zur Theorie.
Ob die Beschreibungen zutreffen, können Besucher des Weinguts Willems und Hofmann persönlich überprüfen. Denn mit ihrer Hochzeit im Jahr 2006 haben Carolin und Jürgen Hofmann ihre beiden elterlichen Weingüter zusammengeführt und spannen seitdem den Bogen zwischen Saar (Schiefer, Familie Willems) und Rheinhessen (Muschelkalk, Familie Hofmann). Von der Saar kommen beispielsweise Riesling und Spätburgunder, aus Rheinhessen ebenfalls Riesling, Grüner Silvaner, Scheurebe – oder der Hofmann'sche Weiße Burgunder und Chardonnay "Urmeer". Er ist cremig, leicht wie eine Feder – und duftet nach Birne und Melone, sagt der Winzer. Geschmacks- und Duftnuancen, die Loriots Steinlaus beim Biss in den Kalk wohl niemals wahrnehmen wird.
Vor dem Klopp 4, 55437 Appenheim
Tel. 0 67 25-30 00 63
www.schiefer-trifft-muschelkalk.de
Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 8–12 und 14–18, Sa. 9-17 Uhr

Gutenberg-Museum – Mainz

Der berühmteste Sohn der Stadt Mainz war fraglos Johannes Gensfleisch (um 1400-1468), genannt Gutenberg. Mit seiner Erfindung des Buchdrucks veränderte er die Welt. Statt alle Texte mühsam von Hand abschreiben zu müssen, ließen sie sich in Sekunden mit beweglichen Metalllettern und Druckerpresse vervielfältigen – eine revolutionäre Erfindung, vom Magazin "Time" zur wichtigsten Innovation des zweiten Jahrtausends gekürt. So sehen das auch die Mainzer, die Gutenberg bereits im Jahr 1900 ein eigenes Museum gewidmet haben.
Darin sind zwei originale Gutenberg-Bibeln ausgestellt, entstanden Mitte des 15. Jahrhunderts. Weiteres Highlight ist die rekonstruierte Werkstatt des Erfinders, in der eine nachgebaute Gutenberg-Presse steht. Zu sehen sind viele weitere Buchpressen aus verschiedenen Jahrhunderten, alles Kinder, Enkel und Urenkel von Gutenbergs Maschine. In einer Sonderausstellung sind Grafiken, Plakate, Pressendrucke, Künstlerbücher und vieles mehr versammelt. Nach Voranmeldung ist zudem die Gutenberg-Bibliothek zugänglich. Ein hochinteressantes Museum, das von den gigantischen politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen sowie den massiven Veränderungen in der Arbeitswelt durch Gutenbergs Erfindung erzählt. Vor dem Hintergrund der "digitalen Revolution" unserer Zeit ist die Geschichte des Buchdrucks aktueller denn je.
Liebfrauenplatz 5, 55116 Mainz
Tel. 0 61 31-12 26 44
www.mainz.de
Tourismus, Sehenswertes und Museen anklicken
Öffnungszeiten: Di.-Sa. 9-17, So. 11-17 Uhr
Preise: 5 Euro (Erw.), 3 Euro (erm.), 2 Euro (Jugendliche 8-18 J.), bis einschl. 7 Jahre freier Eintritt

Augustinerstraße und Kirschgarten – Mainz

Der 27. Februar 1945 war einer der schwärzesten Tage in der Geschichte der Stadt Mainz. An jenem Dienstag ging die gesamte Innenstadt im Bombenkrieg unter. Ein sehr gelungenes Beispiel für den Wiederaufbau sind die Augustinerstraße und die verwinkelten Gassen rund um den Kirschgarten. Hier lohnt sich ein Bummel durch die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt. Wegen der wiedererstandenen Fachwerk- und Bürgerhäuser. Aber auch wegen der vielen kleinen Geschäfte. Besonderer Tipp: Mit dem alten Jüdischen Friedhof "Judensand" hat Mainz seit 2021 eine UNESCO-Welterbestätte. Das Gräberfeld nahe der Altstadt erzählt stumm von der 1000-jährigen jüdischen Kulturgeschichte in der Stadt. Aktuell entsteht an der Paul-Denis- Straße ein Info-Pavillon für Besucher.
Tourist-Info, Markt 17, 55116 Mainz
Tel. 0 61 31-24 28 88
www.mainz-store.com

Fastnachtsmuseum – Mainz

Woher kommt die Narrenkappe? Haben Schwellköpp etwas mit dem Boxsport zu tun? Wie entsteht ein Motivwagen? Antworten auf diese elementaren Fragen des Mainzer Karnevals liefert das Mainzer Fastnachtsmuseum. Es zeichnet die Geschichte des Mainzer Narrentreibens und seine schrägen Rituale nach. Die organisierte Fastnacht begann 1838 mit einem Narrenkorso durch die Stadt. Später kamen seltsame Bräuche wie die Rekrutenvereidigung (1884) oder die Kappenfahrt (1960er) hinzu.
Die Narretei war übrigens lange Männersache. Erst 1938 bestieg mit Prinzessin Hildegard I. erstmals eine Frau den Mainzer Karnevalsthron, natürlich unterstützt von einem Prinzen – man kann ja nie wissen! Im Museum gibt es auch ein Wiedersehen mit den großen Figuren der Fernsehfastnacht: Langzeit-Sitzungspräsident Rolf Braun, Ernst Neger mit seiner Lederschürze oder dem Putzfrauenduo Frau Babbisch und Frau Struwwelich. Sie alle sind lange verstorben, flimmern aber quicklebendig und gut gelaunt über die Museumsleinwand. Helau again!
Neue Universitätsstraße 2, 55116 Mainz
Tel. 0 61 31-1 44 40 71
www.mainzer-fastnachtsmuseum.de
Öffnungszeiten: Di.-So. 11-17 Uhr
Preise: 3 Euro (Erw.), 2 Euro (erm.), 1,50 Euro (Kinder bis 14 J.), Führungen 15 Euro zzgl. Eintrittspreis

Weingut Duttenhöfer – Bodenheim

Im alten Ortskern der Weinbaugemeinde liegt, in einem ruhigen, grünen Innenhof verborgen, die Weinstube "Zur Dutt" der Winzerfamilie Duttenhöfer. Viel lauschiger könnte ein Plätzchen kaum sein, um einen Schoppen Rheinhessischen zu kosten. Serviert wird natürlich hauseigener Wein, darunter Riesling und Federweißer. Als Grundlage serviert die Winzerfamilie ebenfalls hausgemachte, typisch rheinhessische Gerichte. Gäste erwartet zwar keine "Haute Cuisine", aber sehr guter Wein und urgemütliches Ambiente.
Langgasse 17, 55294 Bodenheim
Tel. 0 61 35-37 75
www.weingut-dutt.de

Rheinhessische Toscana

Zugegeben, in der Gegend um Sprendlingen ragen keine Zypressen, sondern schlanke Pappeln in den Himmel. Doch die grüne Hügellandschaft mit kleinen Dörfern, Weinbergen und den markanten Bäumen erinnert schon sehr an die Gegend um Florenz. Darum geht für Sprendlingen und Umland die werbewirksame Bezeichnung "Rheinhessische Toscana" völlig in Ordnung. Wanderern sei die Via Vinea empfohlen, ein idyllischer, sieben Kilometer langer Erlebnispfad durch die Weinberge. Auf Schautafeln gibt es Erklärungen zur Weinherstellung, zu Aromen und Rebsorten. Und dann sind da ja auch noch die Winzer Fritzsch, Geil, Klosheim, Borkowski und Zahn in direkter Nachbarschaft zum ausgeschilderten Rundweg …
Tourist-Info, Gertrudenstraße 11, 55576 Sprendlingen
Tel. 0 67 01-20 17 77
www.sprendlingen-gensingen.de
Start-und Zielpunkt ist der Bahnhof Sprendlingen

Schloss Schwabsburg – Nierstein

Wenn heute von Schloss Schwabsburg die Rede ist, geht es gewöhnlich nicht um das alte Schloss, von dem nur noch eine Ruine und der jahrhundertealte Bergfried im Westen von Nierstein übrig sind. Meist ist die begehrte Weinlage gemeint, die sich über die Hügel rund ums Schloss erstreckt. Auf Löss und rotem Schiefer gedeihen hier eine ganze Reihe von Rebsorten prächtig, allen voran der Riesling. Der Wein vom "Roten Hang" wird von Weinkennern als "trinkanimierend und saftig“" beschrieben. Ob das zutrifft, lässt sich gut bei einem Schoppen auf dem Niersteiner Marktplatz herausfinden, zum Beispiel in der Weinstube Civitas.
Alternativ tut's natürlich auch der Besuch bei einem Winzer, zum Beispiel dem Weingut Gehring. Weinbauer Theo Gehring betreibt mit seiner Frau Diana nicht nur eine Vinothek, sondern auch einen hübschen Reisemobilstellplatz. Im Ausschank hat er selbstverständlich Riesling vom Roten Hang, aber auch Exoten wie Gelben Orleans vom Niersteiner Oelberg sowie koschere Weine. Weitere Besonderheit: Die Gehrings produzieren auch Verjus, einen Essigersatz aus unreifen Trauben, der häufig in der Sterneküche verwendet wird. Ein Fläschchen zum Kochen im Reisemobil wäre doch mal einen Versuch wert.
Civitas: Marktplatz 9, 55283 Nierstein
Tel. 0 61 33-4 92 35 30
www.civitas-weinstube.de
Weingut Gehring, Außerhalb 17, 55283 Nierstein
Tel. 0 61 33-54 70 (Weingut) und 0 61 33-5 09 91 60 (Weinwirtschaft)

Unterwelt – Oppenheim

In Oppenheim sind zweierlei Stadtführungen möglich. Die konventionelle beginnt üblicherweise am burgartigen alten Amtsgerichtsgebäude, führt über Gau- und Burgstraße zum Zuckerberg, durch die Weinberge zur Burg Landskron und zurück in die romantischen Gässchen der Altstadt. Die etwas andere Stadtführung verläuft durch Keller und unübersichtliche Gänge unter der Altstadt. Das Labyrinth diente einst als Weinkeller und zum Lagern vieler anderer Güter. Je nach Bedarf wurde mal hier, mal da ein Keller "angebaut" und durch einen schmalen Gang mit dem bestehenden System verbunden, das teilweise mehrere Stockwerke umfasst. Führungen durch das ausgedehnte Kellerlabyrinth finden mehrmals an Wochenenden, aber auch auf kurzfristige Anfrage statt. Ein wahrlich unterirdisches Erlebnis.
Infos und Buchung über Tourist-Info
Merianstraße 2a, 55276 Oppenheim
Tel. 0 61 33-49 09-14 und -19
www.stadt-oppenheim.de/buchen

Beinhaus – Oppenheim

Neben der Katharinenkirche, am Stadtrand von Oppenheim, steht eine kleine Friedhofskapelle, die dem Erzengel Michael geweiht ist und vermutlich im 11. Jahrhundert entstand. Soweit nichts allzu Besonderes. Alte Kapellen gibt es viele. Doch unterscheidet sich die Oppenheimer Kapelle ganz erheblich von anderen. Denn in ihren Kellergewölben ruhen die Gebeine von 20.000 Oppenheimern, gestorben zwischen 1400 und 1750.
Die Toten mussten wegen akuten Platzmangels auf dem Friedhof "umziehen". Bei Neubestattungen wurden ihre Gebeine dem Boden entnommen und fein säuberlich im Gewölbe der Kapelle gestapelt. Das Verfahren war früher vielerorts üblich. Die Oppenheimer hatten aber offenbar die größte Platznot, denn nirgendwo sonst in Deutschland gab es so viele Umbettungen. Führungen durch das Beinhaus finden nach Absprache statt, doch sind die sterblichen Überreste während der Öffnungszeiten der Kirche durch ein Gitter zu besichtigen. Den meisten Besuchern reicht das für einen bleibenden Eindruck.
Michaeliskapelle an der Katharinenkirche
Katharinenstraße 1, 55276 Oppenheim
Tel. 0 61 33-23 81
https://katharinen-kirche.ekhn.de
Katharinen u. Beinhaus anklicken

Kellerweg – Guntersblum

Er ist 1000 Meter lang und wird von mehr als 100 (!) teils uralten Weinkellern und aufgesetzten Kelterhäusern gesäumt: Der Guntersblumer Kellerweg ist Wahrzeichen des kleinen Weinorts Guntersblum und als Denkmalzone ausgewiesen. Einmal im Jahr, im August, wird es hier richtig voll. Dann nämlich findet das Kellerweg-Weinfest statt.
Wenn die Guntersblumer gerade nicht feiern, können Besucher des hübschen Örtchens den Kellerweg ganz in Ruhe ablaufen und die vielen aus Naturstein gemauerten Kelterhäuser bewundern – eins ist schöner als das andere – und dabei den Blick auf die angrenzenden Weinberge genießen. Und natürlich den ein oder anderen Schoppen Guntersblumer Wein zwitschern. Zum Beispiel einen trockenen Riesling in der "Kuhkapelle" des Weinguts Strub (www.strubwein.de). Was Kuhkapellen sind, lesen Sie in den Zielen 25 und 27.
Infos: Verkehrsverein, Hauptstr. 55, 67583 Guntersblum
Tel. 0 62 49-8 03 74 85
www.verkehrsverein-guntersblum.de

Trulli – Flonheim

Trulli – was sich anhört wie ein Schimpfwort für einen tollpatschigen Zeitgenossen, ist in Rheinhessen die Bezeichnung für ein sehr kleines, aber überlebenswichtiges Gebäude. Wurden früher die Arbeiter im Weinberg von einem Gewitter überrascht, suchten sie Schutz in einem Trullo, einem Rundgebäude mit spitz zulaufendem Zipfelmützendach. Früher standen die weithin sichtbaren, weiß getünchten Trulli überall in den Weinbergen.
Doch über die Jahrhunderte hat die Infrastruktur sehr gelitten, die meisten Weinberghäuschen sind mittlerweile verschwunden. Rund um Flonheim stehen aber noch drei gut erhaltene Exemplare. Der wohl schönste Trullo thront auf dem Adelberg am Rundwanderweg "Hiwweltour Aulheimer Tal" (Ziel 23). Er mutet sehr südländisch an, und das hat einen Grund: Vermutlich haben die Rheinhessen die Trulli-Idee im 18. Jahrhundert in Süditalien geklaut.
Trullo auf dem Adelberg, Auskünfte bei der Tourist Info
Alzeyer Land/Rheinhessische Schweiz
Antoniterstr. 41, 55232 Alzey,
Tel. 0 67 31-49 57 00
www.rheinhessen.de

Hiwweltour durchs Aulheimer Tal – Bornheim

Der insgesamt 160 Kilometer lange Hiwwelweg führt kreuz und quer durch Rheinhessen und verbindet grob gesagt Bingen, Mainz, Alzey und Worms miteinander. Ein schönes Teilstück im Aulheimer Tal führt gut 13 Kilometer durch Weinberge, Wälder und über Wiesen. Und vorbei an einer besonderen Attraktion: am Flonheimer Trullo (Ziel 22). Die abwechslungsreiche Tour ist nicht sonderlich anspruchsvoll, ein paar Steigungen müssen Wanderer aber doch bewältigen.
Schließlich ist der Weg Teil der "Hiwwel-Tour", und "Hiwwel" steht für Hügel. Zwischen Bingen und Worms sind es angeblich 1000, doch das ist maßlos übertrieben. Dennoch haben es einige Weinberge richtig in sich. Zum Glück gibt es unterwegs einige Einkehrmöglichkeiten, zum Beispiel das Weinlokal des Weinguts Thiel oder die Vinothek des Weinguts Klosterhof.
Tour-Infos: Rheinhessen-Touristik
Otto-Lilienthal-Str. 4, 55232 Alzey
Tel. 0 67 31-8 99 89 00
www.rheinhessen.de
Aktiv & Natur, Wandern und Hiwweltouren anklicken

Atombunker – Alzey

Das Aufbau-Gymnasium in Alzey ist nicht irgendeine Schule. Unter der Turnhalle befand sich über Jahrzehnte der Regierungssitz der rheinland-pfälzischen Landesregierung für den Fall, dass der Kalte Krieg heiß wird: ein Atombunker, ausgelegt für eine maximal 30-tägige Nutzung. Zum Glück für uns alle hat die Landesregierung niemals in ihren "Zweitwohnsitz" einziehen müssen. Der Bau des Bunkers fiel in die Amtszeit von CDU-Ministerpräsident Bernhard Vogel (heute 91), für den tief unter Alzey Zimmer "004" reserviert war: ein 2,30 mal 3,85 Meter kleiner Raum. Kein Schnickschnack, null Luxus, aber sicher. Bombensicher. 1993, kurz nach dem Zusammenbruch des Ostblocks, gab das Land die unterirdische Anlage mangels Feinden auf.
Für wenige Jahre fühlte sich Deutschland umzingelt von Freunden. Heute ist der nur 1100 Quadratmeter kleine Atombunker zu besichtigen. Die bedrückende Unterwelt besteht aus Dienstzimmern der Ministerien, Schlafräumen und einem Lagezentrum. Sehr bescheiden – und gefühlt noch jederzeit nutzbar: ein großer Tank für die Wasserversorgung, Eigenstromversorgung, Belüftung via Sandfilter – alles ist noch da. Sogar Bestellkarten für das Mittagessen liegen hier noch aus. Darauf hätten die Bunkerbewohner im Ernstfall ankreuzen können, ob sie Diätnahrung oder doch das volle Kalorienprogramm zum Atomkrieg serviert bekommen möchten. Ein bizarrer, gruseliger Ort.
Ernst-Ludwig-Straße 49, 55232 Alzey
www.bunker-doku.de
Ausweichsitz Rheinland-Pfalz anklicken
Termine: Führungen immer Anfang November, 2024 am 1., 2. und 3. 11., Anmeldung erforderlich
Preise: 12 Euro (Erw.), 10 Euro (erm.), Kinder bis 12 Jahre frei

"Kuhkapelle" – Eich

Falls wir dereinst wiedergeboren werden und dann auch noch die Wahl haben sollten, uns den Körper für unser nächstes Dasein aussuchen zu können, würde der Autor dieser Zeilen eine Reinkarnation als Hornvieh im Rheinhessen des 19. Jahrhunderts in Erwägung ziehen. Denn hier genossen Kühe vielfach den besonderen Luxus, in einer komfortablen "Kuhkapelle" untergebracht zu werden. Die Edel-Stallungen gehen auf die nachnapoleonische Zeit zurück, als sich Kirchenhandwerker mangels Kirchenbauprojekten neue Kundenschichten erschließen mussten. So „verkauften“ sie Bauern ganz einfach kirchenartige Kreuzgewölbebauten als Kuhbehausungen.
Einige der im Volksmund Kuh-kapellen genannten Ställe werden heute als Weinstube genutzt. So auch in Eich, wo Winzer, Kellermeister und Riesling-Philosoph Horst L. Menger eine Weinprobierstube in einer der schönsten erhaltenen Kuhkapellen eingerichtet hat. Das sakrale Kreuzgewölbe erinnert stark an einen mittelalterlichen Kirchenbau, es fehlt nur noch der Altar. Es ist ein Erlebnis, in dieser Atmosphäre Weine zu probieren. Zumal die Menger-Weine zu den besten Rheinhessens zählen und vielfach ausgezeichnet wurden. Unbedingt probieren: Malvasier. Winzer Menger kümmert sich um den Erhalt der Mittelalterrebsorte. Die größten Fans des Malvasier-Weißweins waren übrigens Martin Luther und Shakespeare. Wenn das kein Grund für ein stilvolles Tasting in Mengers Kuhkapelle ist …
Weingut Menger, Hauptstraße 12, 67575 Eich
Tel. 0 62 46-2 98
www.weingut-menger.de
keine festen Öffnungszeiten, darum vor dem Besuch anrufen!

Küstenweg – Alzey-Weinheim

Wer von Alzey auf schnellstem Weg ans Meer will, muss rund 450 Kilometer nach Oostende in Belgien fahren. Oder sich zu Fuß auf den Küstenweg machen. Der führt nicht etwa Hunderte Kilometer an die Nordsee, sondern schlängelt sich durch das Alzeyer Umland. Seinen Namen verdankt er der Tatsache, dass hier vor etwa 30 Millionen Jahren ein subtropisches Urmeer an die Alzeyer Küstenlinie schwappte.
Das Meer hat sich zwar lange zurückgezogen, hinterließ aber bis heute gut sichtbare Spuren: versteinerte Muscheln, urzeitliche Fische, Haifischzähne und vieles mehr. Start und Ziel des knapp neun Kilometer langen Rundwegs durch die Weinheimer Bucht ist die Hauptstraße in Weinheim. Von dort aus ist die Strecke durch das heute dominierende Rebenmeer ausgeschildert. Tipp: Wanderschuhe anziehen, schon wegen der spitzen Haifischzähne.
Tourist-Info Alzeyer Land
Tel. 0 67 31-49 57 00
www.alzeyer-land.de

Augenwaide – Flörsheim-Dalsheim

Es ist gar nicht so einfach zu beschreiben, was die Augenwaide genau ist. Das Geschäft ist ein wilder Mix aus Blumen- und Dekogeschäft, Café mit Frühstücksangebot, Kleintierzoo, sommerlichem Weinpicknick-Garten sowie Glühweinbar in der Vorweihnachtszeit. Das Freigelände bevölkern Gänse, Hühner und immer gut gelauntes, ungewöhnlich liebesbedürftiges Borstenvieh. Wer mag, kann auch einfach mal zum Streicheln vorbeischauen. Doch es lohnt sich, einen etwas längeren Bummel durch den Garten, ins Café – und vor allem in die "Kuhkapelle" einzuplanen: Das alte Kreuzgewölbe des früheren Winzerhofs, ein architektonisches Kleinod, ist heute Verkaufsraum und Herzstück der Augenwaide. Erlebnis- Shopping geht nicht nur in den großen Metropolen, sondern auch in der rheinhessischen Provinz.
Alzeyer Str. 36, 67592 Flörsheim-Dalsheim
Tel. 0 62 43-2 29
www.augenwaide.net
Öffnungszeiten: Di.-Fr. 9.30-13 und 14.30-18.30 Uhr, Sa. nur vormittags

Schloss und Park – Worms-Herrnsheim

Die Geschichte der Burg und des späteren Schlosses nahm anno 1689 ein jähes zwischenzeitliches Ende. Während des Pfälzischen Erbfolgekrieges wurde es von französischen Truppen niedergebrannt. Rückblickend betrachtet war das vielleicht ganz gut so. Denn an den Standort der alten Anlage trat von 1714 an ein prachtvoller barocker Schloss-Neubau mitsamt barockem Landschaftspark.
Das gut zehn Hektar große Grün, im 18. Jahrhundert zum englischen Landschaftspark mit kleinem See, Statuen und historischen Gebäuden umgestaltet, zählt heute zu den schönsten Gartenanlagen Deutschlands. Das herausragende Empire-Schloss selbst wurde 2014 zum Denkmal von nationaler Bedeutung erklärt und wird aktuell grundsaniert. Innenbesichtigungen sind deshalb zurzeit nicht möglich. Empfehlenswert sind aber die zweistündigen Außenbesichtigungen mit Parkrundgang – oder ein herbstlicher Parkspaziergang auf eigene Faust. Das ist seit Jahrhunderten ein guter Tipp.
Am Schloss, 67550 Herrnsheim
Tourist-Info, Tel. 0 62 41-8 53 73 06
www.worms-erleben.de
Autor: Jens Lehmann
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