Die DTM entwickelt sich
DTM plant Zukunft

2011 kommt die DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) zum ersten Rennen ins Münchner Olympiastadion, 2012 steigt mit BMW ein dritter Hersteller ein. Die Serie soll so in Zukunft noch attraktiver werden
Noch wartet die DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) auf die Zusagen weiterer Automobilhersteller. Sicher ist: Ab 2012 wird BMW Audi und Mercedes im Kampf um den Meistertitel Konkurrenz machen. Denn BMW-Motorsportdirektor Dr. Mario Theissen will mit einem dann neuen technischen Regelwerk auf Anhieb um den Sieg kämpfen. "In den letzten zwölf Monaten haben wir die BMW-Motorsportabteilung komplett umgekrempelt," sagt der 58-Jährige. Aufbauarbeit wie vor dem Formel-1-Einstieg 2006 müsse aber kaum geleistet werden. Theissen: "Wir hatten uns gleich nach unserem Ausstieg aus der Formel 1 im vergangenen Jahr auf ein anspruchsvolles Nachfolgeprojekt geeinigt und deshalb die meisten Techniker behalten. Wir sind also gut aufgestellt." Trotzdem sei der Zeitplan bis zum ersten Rennen 2012 eng gesteckt. "Wir haben deshalb längst mit der Entwicklung des Autos begonnen", verrät Theissen, "und liegen voll im Zeitplan. Die ersten Prototypen werden im zweiten Quartal 2011 fertig sein, im Sommer werden wir sie dann erstmals testen." Die Fahrerwahl sei der letzte Punkt auf der Agenda. Zuvor müsse man sich noch für die Teams entscheiden. "Aber", so Theissen, "uns fehlt noch die Info, wie viele Autos wir an den Start bringen müssen. Das wiederum ist abhängig von der Anzahl der Hersteller."
Alle Nachrichten aus der DTM

Das "Race of Champions" der DTM-Piloten in München

Internes Mercedes-Titel-Duell
Am kommenden Wochenende ist die DTM aber erst einmal in Adria (Norditalien) zu Gast. Titelverteidiger Scheider hat den Kampf um die Meisterschaft bei der aktuellen Mercedes-Überlegenheit längst verloren. "Ich will mich jetzt noch mit Gary Paffett um Platz drei raufen", sagt der 31-Jährige. "Ich habe nichts mehr zu verlieren, werde voll attackieren und will endlich noch einen Audi-Sieg einfahren in diesem Jahr." Die Meisterschaft indes entscheidet sich bei den nächsten zwei Rennen in Adria (29.–31. Oktober 2010) und Shanghai (26.–28. November 2010) zwischen dem Kanadier Bruno Spengler (27 Jahre, 60 Punkte) und dem Schotten Paul di Resta (24 Jahre, 63 Punkte). Gary Paffett (29 Jahre, 49 Punkte) hat nur noch theoretische Chancen. Maximal 20 Zähler kann ein Fahrer noch erhalten. Sollte di Resta auch in Adria gewinnen, wäre er vorzeitig Champion, wenn Spengler nicht mindestens als Fünfter in Ziel käme. Der Kanadier kann aber noch aus eigener Kraft mit zwei Siegen den Titel holen, selbst wenn di Resta jeweils als Zweiter hinter ihm ins Ziel käme. Dann wäre Bruno Spengler mit einem Punkt Vorsprung Meister.
Scheider jedenfalls tippt auf di Resta als seinen Nachfolger. "Paul hat derzeit einfach einen Lauf. Bruno dagegen war bis zur Saisonmitte extrem stark, hat jetzt aber nachgelassen." Scheider weiß: "Wenn so eine Siegesserie zu Ende geht, verlierst du die Konzentration. Nichts läuft mehr richtig und ganz schnell ist die Führung dahin. Paul dagegen hat noch ein weiteres Ziel, für das er sich mit dem Titel empfehlen kann. Er will in die Formel 1. Und ich hoffe, er schafft das auch." Wobei Scheider nicht ganz uneigennützig denkt: "Dann wären wir ihn endlich los. Ich jedenfalls will mich nächstes Jahr nicht noch einmal mit ihm ärgern müssen."
Scheider jedenfalls tippt auf di Resta als seinen Nachfolger. "Paul hat derzeit einfach einen Lauf. Bruno dagegen war bis zur Saisonmitte extrem stark, hat jetzt aber nachgelassen." Scheider weiß: "Wenn so eine Siegesserie zu Ende geht, verlierst du die Konzentration. Nichts läuft mehr richtig und ganz schnell ist die Führung dahin. Paul dagegen hat noch ein weiteres Ziel, für das er sich mit dem Titel empfehlen kann. Er will in die Formel 1. Und ich hoffe, er schafft das auch." Wobei Scheider nicht ganz uneigennützig denkt: "Dann wären wir ihn endlich los. Ich jedenfalls will mich nächstes Jahr nicht noch einmal mit ihm ärgern müssen."
Service-Links
