Die Ergebnisse des Shell Eco-Marathon 2009
Internationale Allianz

Beim 25. Shell Eco-Marathon auf dem Lausitzring gab es (fast) nur Gewinner – der härteste Gegner beim Spritspar-Wettbewerb war wie immer die Technik. Den Titel holten sich die Vorjahressieger aus Frankreich.
Die Hamburger sind nervös: "Pingu II" hat bisher keinen Lauf durchgehalten, meist muckte die Maschine und ließ ihn vorzeitig auf der Piste verenden. Das ulkige Sparmobil mit dem kleinen Pinguin als Maskottchen steht nun aufgebockt im Zelt der Hochschule für angewandte Wissenschaften und den Gesichtern der umstehenden Studenten ist vor dem letzten Lauf anzumerken: Es geht ums Ganze! Der "Pingu" tritt mit Brennstoffzelle beim Shell Eco-Marathon an und liegt damit offenbar auf der Höhe der Zeit – es fahren in diesem Jahr mehr Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb mit als je zuvor. 39 sind es insgesamt – gegenüber 112 konventionellen Verbrennungsmotoren. Am Ende schafffen es sechs Fahrzeuge mit H-Antrieb in die Top 10 Gesamtwertung.
Wasserstoff ist auf dem Vormarsch – beim Eco-Marathon

Bild: Roland Wildberg
Bizarre Party zwischen Disco und Drehbank

Bild: Roland Wildberg
Jeder hilft jedem
So haben sich auch die Deutschen untereinander geholfen: Das Team von der Münchener Hochschule für angewandte Wissenschaften, dieses Jahr erstmals dabei, hat nach dem Zusammenbruch des eigenen Materials nun eine badische Brennstoffzelle an Bord. Beim Einbau halfen die Hamburger. Endlich steht der leuchtend rote Renner am Start und ein Kamerateam vom Bayerischen Rundfunk belagert die Lokalmatadoren. "Pingu II" kullert hinterher: Die Dichtigkeitsprüfung ist bestanden, der letzte Lauf kann beginnen. 48 km/h hat die Pilotin mit dem schwarz-weißen Dreirad bereits geschafft. Das muss sie auf den acht Runden auf dem Lausitzring natürlich nicht durchhalten. Ein Durchschnittstempo von 30 km/h ist vorgeschrieben, doch noch wichtiger ist der Verbrauch: Ein Liter Sprit (oder das Equivalent in Joule für die Elektrofahrzeuge) steht zur Verfügung – und von dem muss so wenig wie möglich durch die Leitungen gejagt werden.
Ein deutsches Team auf dem vierten Platz

Bild: Roland Wildberg
"Beim nächsten Mal wird alles anders"
Und auch "Pingu II" kam ins Ziel. Platz 18 mit nur einem gewerteten Lauf. Nicht schlecht, hieß es doch anfangs noch pessimistisch: "Wenn man sich hier umschaut, dann verfügen manche Teams über Fräsanlagen und Hydraulikpressen – und wir sind hier mit einem abgebrochenen Schraubenzieher angerückt", so Prof Stucke. Sein Fazit: "Bei Pingu III wird alles anders." Diese Tage soll die Konstruktion beginnen. Klarer Fall: Auch beim Shell Eco-Marathon ist nach dem Rennen vor dem Rennen. Nächstes Jahr sehen sich alle wieder.
Mehr Impressionen und die Ergebnisse der deutschen Teilnehmer gibt es oben in der Bildergalerie!
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