TÜV-Report 2025: Mängel-Riesen
Gebrauchte des Grauens: Das sind die Verlierer beim TÜV

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Achtung, diese Modelle fallen überdurchschnittlich oft bei der HU durch und zählen zu den Sorgenkindern beim TÜV. Auf welche Schwächen Interessenten unbedingt achten sollten.
Bild: Krieger
Inhaltsverzeichnis
Diese schwierigen Typen nehmen TÜV-Prüfer ganz genau ins Visier, denn hier gibt es allerlei zu entdecken. Herausgesucht haben wir die Problemkandidaten aus dem aktuellen TÜV-Report. Es sind die Modelle, die bei der Hauptuntersuchung besonders häufig scheitern. Wichtigster Faktor ist dabei die Quote der erheblichen Mängel (EM-Quote). Die weist aus, gruppiert nach Altersklassen, wie hoch die Durchfallrate des jeweiligen Modells bei der TÜV-Prüfung ist.
Um fair und altersunabhängig die anfälligsten Modelle zu ermitteln, haben wir aber nicht allein die EM-Quote bei der Auswahl berücksichtigt, sondern auch die durchschnittliche Kilometerlaufleistung und das Alter der Prüfkandidaten. So gab es Pluspunkte, je älter ein Modell ist und je höher die Laufleistung ausfiel. Vor allem bei der Laufleistung streuen die Modelle extrem. Und das schon bei der ersten TÜV-Prüfung: Die steuert zum Beispiel ein Fiat 500 mit durchschnittlich 24.000 Kilometern an, während ein ebenfalls drei Jahre alter Ford Mondeo zu diesem Zeitpunkt mit 72.000 Kilometern im Schnitt dann schon dreimal so viel Strecke abgespult hat.
Um ein breiteres Feld von Problemkandidaten abzubilden, haben wir von jedem Typ nur den schlechtesten Jahrgang berücksichtigt. Auffällig oft sind Modelle von Dacia und Renault vertreten, jedoch auch Ford, Tesla, BMW, Opel und mehrere Modelle aus dem VW-Konzern. Gehört eines dieser Modelle dennoch zu Ihren Wunschkandidaten, machen Sie es wie die TÜV-Prüfer und nehmen Sie das Auto vor dem Kauf ganz genau ins Visier, auch wenn die HU noch frisch ist.
Dacia Dokker
Bauzeitraum: 2012 bis 2021
Leistung: 83 bis 131 PS
Preis: ab 3900 Euro
Leistung: 83 bis 131 PS
Preis: ab 3900 Euro

Prüfern fallen beim Dokker oft gammelige Bremsleitungen auf. Angebote mit frischem TÜV: ab 6000 Euro.
Bild: Toni Bader
In jungen Jahren durchläuft der Familienfreund Dokker (2012 bis 2021) mit seinen praktischen Schiebetüren die HU relativ souverän, vor allem zum ersten Termin gibt es kaum Beanstandungen. Spätestens zum dritten Termin (5 bis 6 Jahre alte Modelle) wird es allerdings kritisch: Viel zu oft kleckert nun Öl aus dem Antrieb, wird die AU verpatzt. Immerhin hält die Auspuffanlage viel besser, doch Achsaufhängung, Lenkung, Federn und Dämpfer sowie oft vergammelte Bremsleitungen werden zu ernsthaften Problemzonen. Allerdings: Viele Dokker erreichen Laufleistungen von mehr als 250.000 Kilometern.
Dacia Logan I
Bauzeitraum: 2005 bis 2012
Leistung: 68 bis 105 PS
Preis: ab 1000 Euro
Leistung: 68 bis 105 PS
Preis: ab 1000 Euro

Der erste Dacia Logan hat einige Problemzonen beim TÜV. Vor allem am Fahrwerk finden die Prüfer immer wieder Mängel.
Bild: Martin Meiners
Der Dacia Logan der ersten Generation (2005–2012) ist ein echtes Schnäppchen. Vor allem die Limousine wird selbst mit deutlich unter 100.000 Kilometer Laufleistung schon ab rund 1500 Euro angeboten. Beim TÜV hagelt es oft Kritik: Marode Bremsleitungen und eine schwache Fußbremse machen den Prüfern Sorgen, während Abblendlicht und Heckleuchten gerne zicken. Ein typisches Dacia-Problem sind die oft vom Rost angegriffenen Abgasanlagen.
Zusätzlich vergeigt der Logan regelmäßig die Abgasuntersuchung. Auch die Karosserie bleibt vom Rost nicht verschont. Doch der wahre TÜV-Schreck steckt im Fahrwerk: Defekte Spurstangenköpfe, verschlissene Koppelstangen, Querlenker und Stabis sowie Probleme an der Lenkanlage sorgen oft für das endgültige Aus. All das sind Altersgebrechen des sympathischen Logan, der als Neuwagen bereits ab 7200 Euro erhältlich war.
Renault Twingo
Bauzeitraum: 2007 bis 2014
Leistung: 58 bis 133 PS
Preis: ab 1250 Euro
Leistung: 58 bis 133 PS
Preis: ab 1250 Euro

Beim Twingo II stehen die Chancen nicht schlecht, dass man ein Problem-Auto erwischt. Daher: Kauf nur mit frischer HU.
Bild: Krieger
Die zweite Twingo-Generation (2007-2014) wirkt aufgrund des populären Vorgängers und des erfolgreichen Nachfolgers etwas unscheinbar. Doch beim TÜV werden die Prüfer hellwach, wenn der auf dem Clio basierende Kleinwagen zur Hauptuntersuchung vorfährt. Bei den 12- bis 13-Jährigen weist der Twingo II die höchste Mängelquote des aktuellen TÜV-Reports auf. Fast jeder Zweite besteht die HU dann nicht mehr. Woran liegt es? Nicht an der Abgasuntersuchung, denn die besteht er sogar häufiger als sein Nachfolger Twingo III mit Heckmotor. Auch die Abgasanlage ist erfreulich standhaft und wird nur unterdurchschnittlich bei der HU bemängelt.
Zu den Problemzonen gehört der Ölverlust, Motor und Getriebe halten im Alter oft nicht mehr dicht. Das ist gerade bei kleinen Typen wie dem Twingo ein Todesurteil, denn teure Motorreparaturen lohnen sich im Alter meist nicht. Kostengünstiger zu beheben sind die oft verschlissenen Lenkgelenke. Doch auch defekte Federn, undichte Dämpfer und alte Fahrwerkslager entdecken die Prüfer häufig am Twingo. Als würde das noch nicht reichen, sind Bremsleitungen oft gammelig, und die Funktion der Fußbremse ist beeinträchtigt. Ein süßes Kerlchen, doch im Alter verblasst der Charme …
Tesla Model 3
Bauzeitraum: seit 2017
Leistung: 258 bis 534 PS
Preise: ab 19.000 Euro
Leistung: 258 bis 534 PS
Preise: ab 19.000 Euro

Der Tesla Model 3 fällt bereits beim ersten TÜV-Termin negativ auf.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Bei der Hauptuntersuchung haben Elektroautos wie der Tesla Model 3 häufig Probleme mit den Bremsen. Durch das Nutzen der Rekuperation (Bremswirkung des Motors, der dann als Generator Strom in den Akku lädt) berühren die Bremsbeläge nur selten die Reibflächen von Scheiben und Trommeln. Doch beim Model 3 gibt es jede Menge weiterer Problemzonen: Die gesamte Beleuchtung mit Ausnahme der Blinker schwächelt.
Nicht ganz nebensächlich, denn Ursache kann neben defekten Leuchtmitteln auch die Elektronik sein, was die Reparatur verteuert. Viel kritischer: Rost ist zwar selten, teils aber schon zur ersten HU so gravierend, dass es keine Plakette mehr gibt. Auch die Bremsleitungen gammeln früh. Deutlich häufiger kommen Fahrwerksprobleme vor. Schwächen an der Achsaufhängung monieren die Prüfer bei Dreijährigen 15-mal so oft wie im Durchschnitt.
Dacia Duster I
Bauzeitraum: 2010 bis 2018
Leistung: 86 bis 125 PS
Preise: ab 4500 Euro
Leistung: 86 bis 125 PS
Preise: ab 4500 Euro

Die erste Duster-Generation ist beim TÜV für viele Schwächen bekannt, z. B. Ölverlust, Bremsleistung und Lenkanlage.
Bild: Roman Raetzke
Die erste Duster-Generation gab bereits im AUTO BILD-Dauertest keine gute Figur ab, weil bereits nach 25.000 Kilometern das Getriebe Probleme machte. Nach gut 33.000 Kilometern musste die widerspenstige Schalteinheit getauscht werden. Aufgrund weiterer Probleme, etwa an der Elektronik, kam der Duster I am Ende nur auf die Note 4. Beim TÜV können die Noten noch schlechter ausfallen, zum Beispiel wenn die Kleckereien aus dem Antrieb zu stark geworden sind.
Neben Ölverlust treten auch bei der Abgasuntersuchung häufiger Probleme auf. Dazu rostet die Abgasanlage schneller als beim Durchschnittsprüfling. Eine weitere Schwäche ist die Lenkanlage, die oft mit zu viel Spiel (Spurstangenköpfe), Schwergängigkeit oder Geräuschen auffällt. Hinzu kommt: Sowohl die Feststellbremse als auch die Fußbremse bemängeln die Prüfer beim Duster oft.
Renault Clio III
Bauzeitraum: 2005 bis 2014
Leistung: 65 bis 201 PS
Preise: ab 1800 Euro
Leistung: 65 bis 201 PS
Preise: ab 1800 Euro

Bild: Sven Krieger
Noch so ein knuffiges Kerlchen, bei dem man sich vom französischen Charme nicht einlullen lassen darf. Die dritte Clio-Generation hat nicht nur Probleme mit den Lenkgelenken, Stoßdämpfern und Federn. Fast viermal über dem Durchschnitt liegt bei dem kleinen Franzosen auch die Durchfallrate aufgrund von strukturschwächendem Rost. Bremsscheiben, Bremsleitungen, die Funktion der Feststellbremse und der Fußbremse sollte man sich ebenfalls genauer ansehen. Probleme mit der Beleuchtung kommen noch hinzu, hier sind es vor allem die Rückleuchten, die bei rund jedem sechsten Clio nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren. "C'est la vie" sagt der Franzose. "Bitte Mängel beheben", sagt der TÜV.
Dacia Sandero I
Bauzeitraum: 2008 bis 2012
Leistung: 68 bis 105 PS
Preise: ab 1500 Euro
Leistung: 68 bis 105 PS
Preise: ab 1500 Euro

Bild: Werk
Der vierte und letzte Dacia in unserer Aufstellung ist die erste Generation des Sandero. Der Kleinwagen hat neben seinem günstigen Preis auch ein paar Stärken. Denn nach 13 Jahren gibt es durchaus Konkurrenten, die häufiger mit Ölverlust zu kämpfen haben oder von Rost befallen sind. Die Fehlerquoten bei Lenkung, Lenkgelenken und der Achsaufhängung liegen beim Sandero I allerdings über dem Durchschnitt.
Auch die Bremse (Bremsscheiben sowie Funktion von Fuß- und Feststellbremse) sorgen bei der HU häufig für Einträge ins Mängel-Protokoll. Hat der Sandero all die genannten Prüfpunkte erfolgreich überstanden, kann man immer noch nicht durchatmen. Denn an der AU scheitert er ebenfalls oft. Nicht viel besser schlägt sich der Sandero II. Erst die dritte Generation liefert beim TÜV solider ab.
VW Sharan II
Bauzeitraum: 2010 bis 2022
Leistung: 115 bis 220 PS
Preise: ab 7900 Euro
Leistung: 115 bis 220 PS
Preise: ab 7900 Euro

Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Als Familienfreund ist der VW Sharan bekannt. Die TÜV-Prüfer wissen hingegen: Schon zum zweiten Prüftermin hat der Van massive Probleme mit der Achsaufhängung. Mehr als jeder zehnte Sharan vergeigt aufgrund defekter Querlenker, Traggelenke oder Radlager die Prüfung. Hinzu kommen oft verschlissene Bremsscheiben und Probleme mit der vorderen Beleuchtung (Tagfahrlicht oder Nebelleuchten). In vielen anderen Prüf-Diziplinen schneidet der Sharan dagegen besser ab als der Durchschnitt. Doch insgesamt liegt die Durchfallquote vor allem aufgrund der genannten Schwächen mehr als doppelt über dem Mittel. Im Alter (ab der vierten Prüfung) gefährdet sogar Rost die Plakette.
Ford Mondeo V
Bauzeitraum: 2014 bis 2022
Leistung: 115 bis 240 PS
Preise: ab 7500 Euro
Leistung: 115 bis 240 PS
Preise: ab 7500 Euro

Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Geräumig, günstig in Anschaffung und Unterhalt und sparsame Motoren – kein Wunder, dass sich viele Firmen für einen Ford Mondeo als Außendienstfahrzeug entschieden. Doch so einen Mondeo aus Firmenbesitz sollten sich Gebrauchtkäufer genauer anschauen. Und zwar von unten, denn bereits nach drei Jahren halten viele Mondeo nicht mehr dicht. Ölverlust aus Motor und Getriebe ist bei jungen Mondeo das kniffeligste Thema.
Und wenn der Kölner Jung bereits auf der Bühne steht, gleich einen Blick auf Abgasanlage und Bremsscheiben werfen! Der Auspuff kann bereits nach drei Jahren so verrottet sein, dass der TÜV-Ingenieur zur Nachprüfung bittet. Häufiger kommen jedoch verschlissene Bremsscheiben vor, was zum Teil auch die Leistung der Fußbremse empfindlich beeinträchtigt.
Skoda Scala
Bauzeitraum: seit 2019
Leistung: 90 bis 190 PS
Preise: ab 10.000 Euro
Leistung: 90 bis 190 PS
Preise: ab 10.000 Euro

Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Der Scala ist eigentlich ein sehr solider Typ. Seine große Schwäche beim TÜV sind die Bremsscheiben. Dafür wird dem Kompakten auf MQB-Plattform dreimal so oft wie dem Durchschnitts-Prüfling bei der ersten HU die Plakette verwehrt. Einzige weitere nennenswerte Schwachstelle ist die Beleuchtung. Vor allem Probleme mit dem Tagfahrlicht und den Heckleuchten fallen bei der Hauptuntersuchung etwas häufiger auf.
Doch den Scala deshalb meiden? Nein, denn in vielen Prüfpunkten legt er eine fehlerfreie Vorstellung ab. In seltenen Fällen kommt es zu Ölverlust oder Problemen mit der Motorsteuerung, sodass der Tscheche an der Abgasuntersuchung scheitert. Jedoch sind solche Pannen absolute Ausnahmen. Nur die Bremsscheiben-Misere ist also sein Problem. Das lässt sich zum Glück leicht checken und auch beheben.
Seat Alhambra II
Bauzeitraum: 2010 bis 2022
Leistung: 115 bis 220 PS
Preise: ab 8500 Euro
Leistung: 115 bis 220 PS
Preise: ab 8500 Euro

Bild: AUTO BILD - Werk
Bereits beim Analysieren der TÜV-Statistik könnte man erkennen, dass der Alhambra mit dem Sharan verwandt ist. Denn was für den Plattform-Bruder von Volkswagen gilt, trifft auch auf den spanischen Ableger zu: Der Van ist anscheinend oft stark beladen im Einsatz, und dafür ist die Achsaufhängung nicht gewappnet. Wie beim Sharan liegen die Mängelquoten hier bereits zur zweiten HU im zweistelligen Bereich und damit sage und schreibe 20-fach über dem Durchschnittswert. Gleiches gilt für die Bremsscheiben, die auch beim Alhambra aufgrund des hohen Gewichts schnell verschleißen. Probleme mit der vorderen Beleuchtung und den Blinkern sind eher nebensächlich.
Opel Crossland X
Bauzeitraum: 2017 bis 2024
Leistung: 81 bis 130 PS
Preise: ab 6900 Euro
Leistung: 81 bis 130 PS
Preise: ab 6900 Euro

Bild: Auto Bild
Für Opel ist der Crossland ein Erfolgsmodell, neben Corsa und Astra zählt das kleine SUV mit dem vielseitigen Innenraum zu den beliebtesten Modellen. Die TÜV-Prüfer beeindruckt das allerdings weniger. Und dafür gibt es gute Gründe, wie etwa den Ölverlust, der nach nur drei Jahren schon zweieinhalbfach über dem Durchschnitt liegt. Ein richtig dickes Ding leistet sich der Crossland allerdings im Fahrwerkskapitel: Stoßdämpfer und Federn werden beinahe 20-mal so oft moniert wie im Mittel dieser Altersgruppe. Außerdem unterdimensioniert: die Bremsscheiben. Denn trotz geringer Laufleistung (28.000 Kilometer im Schnitt) sind die nach drei Jahren fast dreimal so oft wie im Durchschnitt hinüber.
Ford S-Max II
Bauzeitraum: 2015 bis 2023
Leistung: 120 bis 240 PS
Preise: ab 9000 Euro
Leistung: 120 bis 240 PS
Preise: ab 9000 Euro

Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Dass ein großer Van auch ohne Fahrwerksprobleme auskommt, beweist die zweite Generation des Ford S-Max. Denn abgesehen von seltenen Problemen mit der Lenkung absolviert der Kölner dieses Kapitel sehr souverän. Einige Schwachstellen weist der S-Max allerdings schon auf. Eine davon ist der Ölverlust. Bereits zum ersten TÜV-Termin tropft es auffallend oft aus dem Antrieb, bei der zweiten Hauptuntersuchung tritt Ölverlust noch häufiger auf.
Auch die Abgasuntersuchung vergeigt der S-Max überdurchschnittlich oft. Und in seltenen Fällen sind die Rohre der Abgasanlage bereits nach drei Jahren rissig. Weniger kritisch sind vermehrte Beanstandungen der vorderen Beleuchtung, während die häufiger verschlissenen Bremsscheiben höhere Kosten bei der Reparatur verursachen.
Skoda Superb III
Bauzeitraum: 2015 bis 2023
Leistung: 120 bis 280 PS
Preise: ab 12.500 Euro
Leistung: 120 bis 280 PS
Preise: ab 12.500 Euro

Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Ähnlich wie der Ford Mondeo wird auch der Skoda Superb häufig im Außendienst eingesetzt. Mit anderen Worten: Der Superb führt ein hartes Leben. Dass der große Tscheche dadurch aber bereits nach drei Jahren so viele Schwächen offenbart, hätten wir nicht erwartet. So kommt es bereits beim ersten Prüftermin vor, dass der Antrieb vermehrt Öl verliert und der Superb überdurchschittlich oft an der Abgasuntersuchung scheitert. Teile der Abgasanlage müssen in seltenen Fällen sogar schon ersetzt werden. Auch die Lenkung, Federn und Dämpfer, die Achsaufhängung oder verschlissene Bremsscheiben sorgen für erhöhte Fehlerquoten.
Renault Mégane III
Bauzeitraum: 2008 bis 2016
Leistung: 90 bis 265 PS
Preise: ab 2700 Euro
Leistung: 90 bis 265 PS
Preise: ab 2700 Euro

Bild: Roman Raetzke
Die dritte Generation des Renault Mégane ist sicherlich eine interessante, weil vergleichsweise günstige Alternative. Allerdings muss man dafür auch ein paar Abstriche in Kauf nehmen. Und da dreht es sich leider um das Thema Wartung und Haltbarkeit. Ungewöhnlich hoch für einen Kompakten sind etwa die Mängelquoten beim Fahrwerk (Achsaufhängung, Lenkgelenke).
Und auch über die Abgasuntersuchung stolpert der Franzose auffallend häufig. Verschlissene Bremsscheiben werden dem Kompakten außerdem oft angekreidet. Dazu weisen die Heckleuchten gern Defekte auf. Positiv: Die Abgasanlage ist standhaft. Und auch Ölverlust oder Rost gehören nicht zu den Problemzonen des Mégane. Dennoch fallen nach elf Jahren beinahe ein Drittel aller Mégane durch die Hauptuntersuchung.
FAQ - TÜV-Report 2025: Flops & Bewertungen der Autos
Was ist der TÜV-Report 2025?
Der TÜV-Report 2025 basiert auf den Ergebnissen der Hauptuntersuchungen, die von den TÜV-Organisationen ausgewertet werden. Wir zeigen darin, welche Gebrauchtwagenmodelle besonders häufig mit erheblichen Mängeln auffallen. Maßgeblich ist die Quote erheblicher Mängel, die wir nach Fahrzeugalter und Laufleistung einordnen, um die Modelle möglichst fair miteinander vergleichen zu können.
Welche Autos fallen im TÜV-Report 2025 besonders negativ auf?
Im Report und unserem Artikel zeigen sich immer wieder dieselben Problemfahrzeuge. Besonders häufig betroffen sind:
- Dacia Dokker
- Dacia Logan
- Renault Twingo (2. Generation)
- weitere Modelle von Ford, Opel, BMW sowie aus dem VW-Konzern
Diese Fahrzeuge landen nicht zufällig unten sondern wegen typischer, wiederkehrender Schwächen.
Warum sind gerade diese Modelle problematisch?
Weil sie bei der HU immer wieder an denselben Stellen patzen. Laut TÜV und unseren Auswertungen sind es vor allem:
- Bremsleitungen und Bremsanlage
- Fahrwerk und Achsaufhängung
- Lenkung
- Ölverlust an Motor und Antrieb
Das sind keine Bagatellen, sondern sicherheitsrelevante Mängel, die den TÜV-Termin schnell scheitern lassen und teuer werden können.
Sind diese Autos grundsätzlich schlecht?
Nein. Aber sie sind anfälliger.
Viele dieser Modelle waren neu günstig oder wurden im Alltag stark beansprucht. Die Folge: Wartung wird öfter vernachlässigt, Verschleiß summiert sich – und genau das deckt der TÜV-Report auf.
Warum sprechen wir im TÜV-Report 2025 von „Flops“?
Weil diese Modelle bei der Hauptuntersuchung überdurchschnittlich oft mit erheblichen Mängeln auffallen. Der TÜV ist dabei gnadenlos objektiv: Er bewertet nur den technischen Zustand und der ist bei unseren Flop-Kandidaten häufig schlechter als bei vergleichbaren Fahrzeugen gleichen Alters.
Was bedeutet das konkret für Gebrauchtwagenkäufer?
Unsere klare AUTO-BILD-Empfehlung:
- Nicht blind kaufen: genau prüfen.
Wer sich für eines dieser Modelle interessiert, sollte vor dem Kauf besonders auf folgende Punkte achten:
- Zustand der Bremsleitungen
- Spiel in Lenkung und Fahrwerk
- sichtbarer Ölverlust
- Hinweise auf verschlissene Dämpfer oder Lager
Ein günstiger Kaufpreis kann sonst schnell durch TÜV-Nacharbeiten zunichtegemacht werden.
Service-Links























































































































































